New York - ein letzter Rundgang

01.September 2007 Tina

Nun sind wir also angekommen im Westen. Die letzten Tage im Osten habe ich allerdings noch mal richtig schön genossen, das Hotel für die letzten drei Nächte war ja auch in einem ganz anderen Viertel, in SoHo, ziemlich im Süden Manhattans. Am Dienstag haben wir nicht mehr viel gemacht, ich habe Nina noch ein bisschen auf dem Zimmer bespielt, bis sie dann ins Bett ging. Markus war abends auf einer Abschiedsparty mit seinen (Ex-) Kollegen und ich hab mir faul den Room Service kommen lassen. Am Mittwoch haben wir (also Nina und ich, Markus musste ja arbeiten) uns noch ein letztes Mal mit Anke und Paul getroffen. Christine und Luis wollten eigentlich auch rüberkommen, aber leider hatten die beiden dann doch keine Zeit. Getroffen haben wir uns im Rice to Riches, dem coolen Reispuddingladen, über den wir schon einmal berichteten. Da man dort aber nur an Stehtischen essen kann, haben wir unseren Pudding in einen Park mitgenommen und ihn dort gemampft, während direkt neben uns eine hochschlanke Frau gerade mit ihrem Personal Trainer zugange war (rein sportlich natürlich). Danach sind wir durch Little Italy spaziert und von dort aus rüber zum Hudson und ein bisschen an der Promenade entlang, wo wir einen Blick auf die Freiheitsstatue hatten. Von dort aus ging es dann rüber zum Financial District ins World Financial Center, das u.a. auch eine kleine Mall beherbergt, wo wir durch ein paar Geschäfte bummelten. Im ersten Stock setzten wir uns auf die oberen Treppen eines Rondells, bis mir erst bewusst wurde, dass direkt hinter uns Ground Zero lag. Durch eine riesige Fensterwand konnten wir das große Loch sehen bzw. die Bauarbeiten, die dort ja nun am Laufen sind. Und wie immer hat es mich auch diesmal wieder verwundert, dass an den Nachbargebäuden so wenig Schaden entstanden ist bei dieser großen Katastrophe. Und dann war es auch schon Spätnachmittag und es hieß Abschied nehmen. War schön, euch noch einmal gesehen zu haben!

Am Donnerstag haben Nina und ich Markus im Büro besucht, wo Nina von sämtlichen Kollegen, weiblich und männlich, bestaunt wurde und auch heftig am Flirten war. Sie kann auch, wenn sie will, High Five geben. Wir sind dann noch mit den Kollegen zum Lunch in deren Lieblingspub Puck Fair gegangen. Ich hatte mich gerade von Markus verabschiedet, als es am Broadway Ecke Houston (eine sehr große Kreuzung) zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einem Fahrradkurier und einem Taxifahrer kam, der dem Kurier wohl etwas zu nahe kam, zumindest nahm ich das an, da der Kurier wie wild ins Taxi geschimpft hat. Wie viele F-Worte da flogen, konnte ich irgendwann nicht mehr zählen. Der Kurier fuhr dann vorne ums Taxi rum (der Fahrer saß ja noch drin) und schimpfte dann auf der Fahrerseite weiter auf den Taxifahrer ein. Irgendwann bemerkte ich, dass er seine dicke Fahrradkette (die haben hier immer richtig fette Kaliber an Fahrradketten) in der rechten Hand hielt. Ich dachte noch “Der wird doch jetzt nicht …” und da war’s auch schon geschehen. Vor Wut hatte er dem Taxifahrer mit seiner Kette das hintere Fenster zerschmettert - wo übrigens Passagiere saßen, die sich dann auf der anderen Seite aus dem Taxi schlichen und sich davonmachten. Die Scheibe war komplett draußen und es kamen sofort ein paar Passanten herbeigerannt, um den Kurier zu bändigen. Der Taxifahrer war nun natürlich auch ausgestiegen und als sich so nach und nach alle Passagiere wieder von der Szene verabschiedeten, stand er plötzlich alleine da mit dem Kurier, der sich auf seinem Fahrrad davonmachen wollte. Der Taxifahrer aber krallte sich am Fahrradlenker fest und hielt so lange durch, bis die Polizei kam. Da war also glatt noch mal richtig Action geboten an meinem letzten Tag. Ich bin dann mit Nina noch bisschen durch SoHo gebummelt und dann wieder ins Hotel zurück. Abends wollte ich mich eigentlich noch mit einer deutschen Freundin treffen, die in Georgia lebt und zu den US Open nach NY kam und die ich seit ca. 11 Jahren nicht mehr gesehen habe, allerdings hat das Treffen leider nicht geklappt. Dafür sind noch unser langjähriger australischer Freund Myles und seine neuseeländische Freundin Lisa, die auch in NY leben, vorbeigekommen sowie deren australischer Freund Luke, den wir auch von früheren Treffen kannten, und da Nina superbrav im Kinderwagen eingeschlafen ist, konnten wir in der Lounge noch einen superschönen Abend verleben. Heute Früh hieß es dann Abschied nehmen und nach einem relativ relaxten Flug (wir hatten eine Dreierreihe für uns allein, so dass Nina ausgebreitet ziemlich lang geschlafen hat) sind wir gut in San Francisco angekommen. Über unser neues Zwischenzuhause berichten wir dann in Kürze.

Fotos der letzten Tage in New York, inklusive unseres letzten Familienwochenendes vor einer Woche, gibt es hier zu sehen.

Artikel gespeichert unter: Allgemein, New York

bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Frau Schwaner  |  01.September 2007 at 13:44

    Auf in ein neues Leben. Naja, so fast, oder? Alles Gute im Goldenem Westen *g*

  • 2. Susan  |  02.September 2007 at 02:17

    Hört sich ja nach einem rundum gelungenem Tag an. Wenn wir mal nach NY kommen sollten…ich glaube, ich weiß, wen ich löchern kann, um die schönsten Locations zu finden ;-) .
    So ein Erlebnis wie mit der Fahrradkette hatte mein Bruider letztens: er saß in der S-Bahn und plötzlich hat einer einfach so jemanden zusammengeschlagen, bloß, weil der im Weg stand. Heftig.
    Ich wünsche euch viel Spaß auf der anderen Seite und drücke die Daumen, daß ihr schnell bald ein schönes Zuhause findet!

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