Ganz vorn dabei

15.März 2007 Markus

Ich liebe Filme und ich liebe Kino, aber ein Kinobesuch in USA hat zwei wesentliche Nachteile. Das kleinere Übel: kein Alkoholausschank. Muss zwar nicht unbedingt sein, aber ein kühles Bier hat bei mir eigentlich immer zum Filmgenuss dazugehört. Aber gut, das ist noch zu verschmerzen. Gar nicht zu verschmerzen ist allerdings, dass man die Tickets zwar bequem online kaufen kann, aber in keinem Kino Sitzplätze vorab bekommt - wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ist ja auch klar, wenn die Leute gezwungenermaßen schon 30-45 Minuten vor Filmbeginn eintrudeln, müssen sie mindestens zwei Mal Colaeimer oder Popcornkübel kaufen - prima Zusatzgeschäft. Immerhin gibt es meistens wenigstens nicht nur die übliche Werbung, sondern eine Pre-Show, in der es Interviews und Hintergrundinfos zu kommenden Filmen gibt. Reine Werbeveranstaltung der Filmindustrie, aber besser als nichts. Zum Glück herrscht hier meist ein absoluter Starthype zu Beginn, der schnell wieder verblasst: bei den meisten Filmen ist bereits nach 2-3 Wochen wieder gut Platz, besonders in Manhattan, wo es jede Menge sehr großer Filmpaläste gibt.

Letzte Woche war Warten aber unmöglich: 300 lief an und der Film hat mich schon mit dem ersten Trailer derart wuschig gemacht, dass ich ihn unbedingt zum Start sehen wollte. Da ich wie berichtet geschäftlich in Boston war, haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und sind mit einer größeren Gruppe (10 Personen) losgezogen. Da wir pünktlich fünf Minuten vor Beginn eintrafen (und das am Premierentag), war klar, was angesagt war: (immerhin nicht erste, aber) zweite Reihe Mitte. Bei ruhigen Filmen mag das ja gerade noch angehen, aber bei einem solchen Actionkracher war es dann doch eher anstrengend. Ob es der Film wenigstens wert war? Siehe nächster Beitrag…

Artikel gespeichert unter: Allgemein, Hobbies, USA

bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Chris  |  15.März 2007 at 10:16

    Das geht ja noch. Ich habe es auch schon erlebt, daß die besten Plätze basierend auf dem Tip an den Platzanweiser vergeben wurden … sehr spassig v.a. dann, wenn dann später jemand kommt und ein besseres Trinkgeld gibt und daraufhin erstmal alle anderen Leute in Richtung schlechtere Plätze weiterrutschen müssen :-)

    p.s.: uns war das damals herzlich egal, weil wir davon vorher ja nichts wussten und dementsprechend unprivilegierte Plätze hatten ;-)

  • 2. glausi  |  15.März 2007 at 13:13

    Da hast du ja grad beinharte Geschichten auf Lager :-)
    Die mit dem Cap war schon sehr gut, aber das hier find ich noch besser! Weiter so!

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