Tagesarchiv für den 25. März 2008

Deutsch-Amerikanische Ostern

Erst einmal nachträglich noch an all unsere Leser “Frohe Ostern”!

Unser Wochenende stand wahrhaftig im Zeichen der Osterfeiertage, denn so geostert hat es bei uns (also Markus und mir, Kindheit ausgenommen) noch nie. Karfreitag war hier leider kein Feiertag und so musste Markus arbeiten. Ich hatte aber Besuch von meiner ehemaligen Schulkollegin Marion und ihrer Tochter Lucie, die ja so alt ist wie Nina.

Am Samstag haben wir auf dem Weg nach San Francisco in Sausalito angehalten, wo es in einem kleinen Park am Wasser eine Easter Parade gab, wo wir u.a. auch Emma, Matthias und Mia trafen. Es gab eine Eiersuche (die wir aber verpasst haben), einen “echten” rosa Easter Bunny (mit dem man sich ablichten lassen konnte) und einen Sänger, der die Kids unterhalten hat. Nachdem wir das obligatorische Foto mit dem Osterhasen (vor dem Nina aber etwas Angst hatte) gemacht haben und noch ein paar Liedern gelauscht haben, sind wir aber recht bald wieder gefahren, da Nina anfing, den Leuten die Ostereier aus den Körben zu klauen. ;-) Na ja, in Wirklichkeit mussten wir noch in der Stadt was besorgen. Spätnachmittags und abends war Ostereierfärben und dann Backen, Backen, Backen angesagt. Ich wollte zwei Osterfladen (einen für eine Einladung bei Nachbarn und einen für uns) sowie einen Osterhasenkuchen machen, was ich dann gegen 1.30 Uhr nachts auch endlich vollbracht hatte. Der Hasenkuchen sollte eigentlich nur einen dekorativen Zweck erfüllen, und auch wenn ich es leider nicht mehr geschafft habe, ihn so zu verzieren, wie ich eigentlich vorhatte, ist er dennoch ganz nett geworden.
Am Sonntag waren wir mit zwei anderen Nachbarsfamilien zum Frühstücken bei Nachbarn gegenüber eingeladen. Presley, die in Ninas Alter ist, und Nina bekamen bei der Ostereiersuche einen kleinen Vorsprung. In den USA, oder zumindest in Kalifornien, ist es übrigens üblich, die Eier einzeln zu verstecken, nicht als Nester. Die Kinder laufen dann mit Körben bewaffnet kreuz und quer durch den Garten. Die Eier sind außerdem alle wiederum in mittelgroßen Plastikeiern versteckt, quasi wie ein Überraschungsei, nur dass sich hier die Süßigkeit im Inneren des Plastikeis befindet. Das kommt wohl daher, dass die Kinder hier statt Schokoeiern eher Jelly Beans etc. bekommen, die man schlecht einzeln verstecken kann. Außerdem können die Süßigkeiten so nicht schmelzen. Mittags sind wir wieder nach Hause und nach Ninas Mittagsschlaf ging dann die Ostereiersuche für sie in unserem Garten los. Allerdings war Nina nach dem Aufwachen urplötzlich derartig verschnupft und vertrieft, dass sie erst gar nicht recht suchen und danach nicht mal ihre allererste Schokolade probieren wollte. Wir sind dann, obwohl es herrlichstes Wetter war, wieder ins Haus, weil es Nina draußen fast zu heiß war (sorry! ;-) ). Wir haben uns an den geschmückten Ostertisch gesetzt, wo Nina dann überglücklich war, obwohl sie wirklich sehr elend dreinschaute. Immerhin gab es auf dem Tisch kleine Vögelchen, Küken und Hasen zu bestaunen und als dann noch der Osterfladen schmeckte, ging es ihr gut. Ausnahmsweise bekam sie auch ihren Schlafbärli und ihren Schnulli in die Hand gedrückt, was wohl auch geholfen hat. Abends haben wir Nina, nachdem sie mit überraschend großem Appetit Spaghetti Bolognese verputzt hat, früher ins Bett gesteckt und dann das Abendessen zubereitet. Es gab deutsches Brot (vom Farmers Market in San Rafael, wo es einen deutschen Stand gibt), Fleischpflanzerl, Kartoffelsalat, gefüllte Eier, gefärbte Eier natürlich (gekocht), Wurst, Käse und gutes bayerisches dunkles Weißbier von Hopf (das hier schlanke 3$ die Flasche kostet). Alles in allem würde ich sagen war es ein gelungenes Osterfest mit der kleinen Ausnahme, dass es Nina nachmittags leider nicht so gut ging. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn sie das alles viel bewusster mitbekommt und vielleicht schon der Mama beim Eierfärben hilft … Fotos von unserem Osterwochenende gibt’s übrigens hier.

Nachtrag vom Ostermontag: Heute ging es Nina schon wieder viel, viel besser. Vielleicht hatte es was mit dem Zahnen zu tun, denn heute hat sie dafür gesabbert ohne Ende. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Unglaublich, aber ich glaube, unser Kind mag keine Schokolade. Sie hat vier Mal zu unterschiedlichen Zeiten ein Stückchen probiert (zum Teil unterschiedliche Schoki), aber sie hat jedesmal das Gesicht verzogen und die Schokolade mir gegeben … Na ja, ist nicht wirklich schlimm, der Sinneswandel kommt bestimmt noch früh genug. Am Kränkeln lag es jedenfalls nicht, sie hat mit Freude Keks und Ostfladen gegessen …

bisher 6 Kommentare 25. März 2008 Tina


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