Monatsarchiv für August, 2007

Nintendo kriegt sie alle

Ich sitze in der Subway und gruebele ueber eines der vielen neuen Raetsel in Brain Age 2 nach. Wer das nicht kennt (oder zu faul zum Klicken ist): das Spiel fuer den Nintendo Game Boy Advance DS (und den kennt ja nun wirklich jeder, hoffe ich) ist in Deutschland unter dem umstaendlichen Namen Dr. Kawashimas Gehirnjogging bekannt und soll durch jede Menge unterschiedlicher Ratespiele das Gehirn trainieren. Ich weiss nicht, ob es funktioniert (weiss aber, dass zumindest mein Gehirn das bitter noetig hat), aber es macht einfach riesigen Spass. Aber genug PR fuer die Produkte anderer Firmen gemacht.

Ich sitze also da und gruebele. Auf dem Bildschirm drehen sich Buchstaben im Kreis, aus denen ich Woerter bilden soll. Englische natuerlich, was die Sache nicht einfacher macht. Ploetzlich murmelt neben mir jemand die Loesung - die aeltere Dame neben mir raet mit! Ein paar Woerter spaeter hoere ich mit einem Ohr mit, wie das Paerchen, das schraeg links von mir steht, ueber die Loesung diskutiert. Und eine Station vor dem Aussteigen ruft mir jemand, der zwei Plaetze weiter sitzt, einen Tipp zu, waehrend ich beim Aussteigen gefragt werde, wie das Spiel denn heisst.

Was wir “normalen” Hersteller mit immer noch aufwendigeren Grafiken und noch hoeheren Produktionskosten immer noch selten schaffen, gelingt Nintendo derzeit mit DS und Wii nahezu spielend: endlich auch mal Menschen zu erreichen, die sich eigentlich gar nicht fuer Videospiele interessieren, aber zwischendurch einfach mal nur gut unterhalten werden wollen. Und in diesem speziellen Fall trainieren sie auch noch freiwillig ihren Denkapparat. Respekt.

P.S.: Wem dieser Beitrag bis jetzt noch immer nicht nerdig genug war, vor dem muss ich noch schnell damit angeben, mit was ich dieses geniale Spiel gespielt habe: seht und staunt! Diese wunderschoene DS-Variante gibt’s naemlich soweit ich weiss in Europa (noch) gar nicht. *protzundprahl*

bisher 7 Kommentare 29. August 2007 Markus

Bye Bye UES

Und schon sitze ich auf dem Bett im Hotel in SoHo, Nina liegt schlafend im hoteleigenen Kinderbettchen und Markus ist im Büro, bevor er nachher auf die Abschiedsfeier mit seinen Kollegen geht (denn es werden nicht alle mit nach CA kommen). Das Verladen der Möbel ging heute relativ schnell und schmerzlos über die Bühne. Renoviert wird die Wohnung dann durch die Hausverwaltung, das macht man hier irgendwie nicht selbst. Ach ja, unsere Wohnung übernehmen übrigens unsere Nachbarn, ein Pärchen ca. in unserem Alter. Sie übernehmen die Wohnung aber nicht einfach so: Die Miete wurde mal eben um schlappe $475 erhöht, nachdem sie bei uns ab Juli schon um $125 erhöht wurde. Außerdem haben sich die beiden dazu entschlossen, ihr Studio gegenüber von unserer Wohnung (ihre momentane Wohnung) trotzdem auch noch zu behalten. Man weiß ja nie, wozu man’s gebrauchen kann. Wir sind aber natürlich froh, dass wir Nachmieter gefunden haben und so nur noch bis Mitte des Monats die Miete für die Wohnung zahlen müssen. Jedenfalls hat uns dann am frühen Nachmittag ein grantiger Taxifahrer, der uns nicht erlauben wollte, ein paar unserer kleineren Gepäckstücke auf die Rückbank zu stellen, nach SoHo gefahren und das war dann unser Abschied von der Upper East Side.

Ach ja, das hier ist das erste Hotel, das ich bisher kenne, das neben dem Kinderbettchen auch noch einen Windeleimer aufs Zimmer liefert (ohne dass ich danach gefragt hätte, wäre ja nie auf die Idee gekommen). Und gerade hat noch mal einer geklopft und mir dieses Baby Bee Getting Started Kit (mit Babyprodukten von Burt’s Bees) und einen kleinen Rucksack mit ein paar Kinderbade- und Malsachen gebracht. Wie nett! So, und jetzt werde ich glaube ich ausnutzen, dass Nina schläft, und auch noch kurz die Augen zumachen. Gute Nacht!

P.S. Nina und mir geht’s übrigens schon wieder besser und Markus scheinen wir nicht angesteckt zu haben. Dem geht’s morgen höchstens nach der heutigen Feier schlecht …

bisher 3 Kommentare 28. August 2007 Tina

Noch ein Wort …

… zu Markus’ komischem Gefühl. Er war deswegen allein mit den Männern in der Wohnung, weil ich mit Nina in der Zwischenzeit bei der Kinderärztin war. Mama und Tochter haben sich nämlich pünktlich zum Umzug bereits am Samstag eine Morgen Magen-Darm-Grippe geholt (bei mir noch inklusive leichtem Fieber), was die Umzugsvorbereitung so allein etwas schwierig gestaltet hat (Markus ist erst gestern Abend aus Leipzig wiedergekommen). Da es mir aber am Sonntag wieder etwas besser ging (Samstag ging gar nichts), konnte ich da wenigstens einiges machen. So richtig gut geht’s mir aber immer noch nicht, hab seit nun beinahe drei Tagen fast nichts gegessen und mir ist so schwindlig, weil’s hier so verdammt schwül ist. NY im August ist einfach kein Zuckerschlecken. Nina merkt man’s eigentlich kaum an, bis auf den Inhalt der Windeln und ihr Essverhalten. Ansonsten ist sie eigentlich ganz gut drauf und hat vorhin in ihrem Bettchen zwischen all den Kartons krabbeln geübt (ich glaube, bald hat sie’s raus). Na ja, jetzt hab ich für sie ein Elektrolytgetränk und weiß, was ich ihr die nächsten 48 Stunden noch so verabreichen soll/darf, dann geht das hoffentlich auch wieder. So, jetzt hör ich mal wieder auf mit meinem Geleide, noch eine Nacht hier und dann geht’s morgen noch für drei Nächte hierhin, wo es sicher nicht schlimm wird. Hoffentlich geht’s mir dann auch langsam wieder besser. Und am Freitag heißt’s dann endgültig bye bye New York …

P.S. Neue URL haben wir schon, wir werden euch dann rechtzeitig darüber informieren.

bisher 5 Kommentare 27. August 2007 Tina

Von wegen “die fleißigen Deutschen”

Als wir aus unserer Wohnung in Solln ausgezogen sind, die nicht viel größer war als hier, hat der Umzug drei Tage gedauert. Ja, wir hatten mehr Zeug und einen Keller, ja, ein Teil der Sachen ging zu meinen Eltern nach Ohlstadt und der Rest nach New York, aber trotzdem… hier standen heute Morgen um 9.00 Uhr vier Mann vor der Tür und seit 13.00 Uhr bin ich wieder allein - der gesamte Wohnungsinhalt ist sauber verstaut in Kistenberge, morgen um 8.00 Uhr kommen sie wieder zum Verladen und rechnen damit, morgen Mittag fertig zu sein. In den vier Stunden gab es keine einzige Pause, meine extra gekauften Getränke wurden auch nur sparsam verbraucht. In den ersten vier Stunden beim Umzug in Deutschland gab es mindestens vier Zigarettenpause, dazu eine Frühstückspause und diverse private Handytelefonate. Oh, und selbst mitgeholfen hatte ich auch, weil es mir viel zu lange gedauert hat… Wenn die Sachen jetzt noch heil ankommen (was beim Umzug aus Deutschland leider auch nicht der Fall war), dann bin ich rundum zufrieden.

bisher 5 Kommentare 27. August 2007 Markus

Komisches Gefühl

Sitze am Wohnzimmertisch und arbeite, während um mich herum vier Kerls unsere Wohnung auseinandernehmen. Andererseits besser, als wenn ich es selber tun müsste: in München bin ich innerhalb von 10 Jahren 5x umgezogen und es war jedes Mal ein wahnsinniger Nerv (wie meine Freunde sicher lauthals bestätigen können), “umgezogen werden” ist dann doch um einiges angenehmer. Und solange das Internet bis zum Schluss angeschlossen bleibt, ist alles gut. Morgen kommen die Herren wieder und verladen alles, dann sind wir noch drei Tage im Hotel untergebracht und am Freitag geht’s dann endgültig ab nach Kalifornien.

Jetzt brauchen wir nur noch ein Haus… aber immerhin sind wir die ersten Wochen hier untergebracht, da wird es sich schon aushalten lassen.

bisher 2 Kommentare 27. August 2007 Markus

Unser Kind …

schläft neuerdings anscheinend lieber auf dem Bauch als auf dem Rücken. Die letzten Nächte hat sie sich immer schon zu Beginn der Einschlafphase auf den Bauch gedreht und ist auch so liegen geblieben. Manchmal meckert sie nachts und will dann doch gedreht werden, nur um sich dann irgendwann doch wieder auf den Bauch zu drehen (war zumindest letzte Nacht so). Wie mit Schwiegermuttern heute besprochen glaube ich nicht, dass da jetzt noch groß was passieren kann von wegen keine Luft kriegen oder so. Was meint ihr denn? Sie ist heute genau acht Monate alt.

bisher 11 Kommentare 25. August 2007 Tina

Auf dem Spielplatz

Neben mir bei den Babyschaukeln: Drei kleine Mädchen, die ihre drei Puppen in eine Babyschaukel stecken und die Schaukel anstubsen.

Kind 1: Don’t do that, the babies get scared.

Kind 2: They aren’t real babies.

Kind 1: I know.

Kind 2: Mine comes alive at night.

Kind 1: Mine, too.

Süß! :-)

bisher 3 Kommentare 24. August 2007 Tina

Zu Besuch in Hoboken

Gestern war ein schöner Tag. Markus ist zurzeit nicht da (äh, das hat jetzt aber nichts mit dem schönen Tag zu tun - fällt mir gerade auf, wie blöd das klingt ;-) ) und ich hab mich mit Nina auf den Weg nach Hoboken gemacht, das in New Jersey gegenüber von Manhattan auf der anderen Seite des Hudson River liegt, um Christine & Luis (11 Monate) und Anke & Paul (3 Monate) zu besuchen. Wir hatten das eigentlich schon lang mal vor, aber wie immer lang geschoben und vor zwei Wochen, als wir es dann tatsächlich machen wollten, hatte es 34° und es war einfach zu heiß. Gestern hatte es angenehme kühle 19° und ich kam trotzdem total verschwitzt an. Denn ich war mit der Subway und dem PATH train unterwegs und musste die ganzen Treppen mit Buggy und BabyBjörn allein meistern. Rolltreppen oder Aufzüge gibt’s hier ja nicht bzw. nur ganz selten. Dreimal hat mir aber jemand geholfen.

Anke hat mich am Bahnhof abgeholt und wir sind zu Christine gegangen, die mit Sohn und Mann dort in einem schnuckligen Haus wohnt. Es war wirklich super. Die Kleinen waren alle gut drauf und Nina hat sich glaube ich in Luis verliebt. Sie wollte ihn immer anfassen und hat, wenn er in der Nähe war, die Hand nach ihm ausgestreckt. Umgekehrt war’s aber ähnlich. Und sogar als Luis ihr beim Gehen den Schnuller aus dem Mund gezogen hat, ließ sie ihn gewähren. Paul hat sich das ganze Treiben gemütlich vom dicken Kissen aus angeguckt und hat zwischendurch ein Nickerchen gemacht, er ist ja auch noch ganz jung. Wir hatten jedenfalls echt viel Spaß und jede Menge zu quatschen. Als Christine mal mit Luis oben beim Wickeln war, fragte ich Anke nach der Uhrzeit. Als sie sagte “Es ist schon 18:30″ dachte ich, sie macht einen Witz, da ich mit meiner Schätzung um ca. zwei Stunden daneben lag. Sooo schnell verging die Zeit. Echt schade, ich hätte wirklich noch ewig bleiben können.

Anke und ich haben dann schnell unsere Sachen zusammengepackt und Anke hat mich dann noch zur Fähre begleitet, mit der ich eigentlich zurückfahren wollte. Der gar nicht nette Typ am Kassenhäuschen wies mich dann aber mit schlecht gelaunter Miene darauf hin, dass auf dem Schild doch stehen würde, dass die Fähre zur 39th Street nur Samstag und Sonntag fahren würde. Ich bin dann doch wieder mit dem PATH zurück auf die Insel und Nina ist schon im Zug eingeschlafen. Praktisch war dann, dass es an der 33rd/6th Av, wo ich ankam, tatsächlich einen Aufzug an die Oberfläche gab. Von dort aus bin ich dann die ganze Strecke nach Hause gelaufen. Es war aber ein schöner Spaziergang, da ich mir so noch einmal Midtown ansehen konnte, und da es dann auch schon langsam dunkel wurde, sahen die Wolkenkratzer noch toller aus. Nina ist dann irgendwo auf der 5th Avenue aufgewacht (ein Zeichen??) und war bestens gelaunt. Ich habe dann noch mal angehalten und ihr ein Gläschen Vegetable & Turkey angeboten, das sie dann auch 3/4 gegessen hat. So konnte ich sichergehen, dass sie noch ihr Abendessen hatte, bevor sie wieder einschlafen und zu Hause gar nicht mehr wach werden würde. Sie war dann aber doch bis zu Hause noch wach und hat sich auch ganz brav bettfertig machen lassen.

Hoffentlich klappt dann nächste Woche noch mal ein Treffen in Manhattan, würde mich sehr freuen! Hier sind ein paar Bilder unserer kleinen Krabbelgruppe.

bisher 5 Kommentare 24. August 2007 Tina

Wie die Zeit vergeht … Teil 2

Manchmal erschrecke ich mich ja darüber, wie die Zeit verrast. So geschehen auch gestern. Ich hatte eine E-Mail von einer ehemaligen Schulkameradin, die vor vier Jahren unser 10-jähriges Abitur-Jubiläum organisiert hatte und gerade ihre Datenbank für weitere Nachtreffen aktualisiert. Ich fragte sie dann, ob es im nächsten Jahr wohl ein Nachtreffen geben würde, oder ob wir erst das 20-jährige (!!!!) Jubliäum feiern werden. Gut, das ist erst in sechs Jahren, aber das heißt trotzdem, dass wir nächstes Jahr schon das 15-jährige feiern! Puh … Bin ich denn wirklich nicht mehr Mitte 20?

Jedenfalls wird es nächstes Jahr dann wohl wieder mindestens einen München-Trip geben, denn eine Feier wird wohl stattfinden (gut, den München-Trip hätte es wohl eh gegeben). Außerdem habe ich erfahren, dass eine andere ehemalige Schulkameradin seit dem 1.1. eine Tochter hat und mit ihrem amerikanischen Mann in San Francisco wohnt. Da werde ich mich doch gleich mal bei ihr melden …

bisher 4 Kommentare 21. August 2007 Tina

America’s pastime

… ist jetzt auch meine. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich an einem Samstag Nachmittag im August länger als zwei Stunden zu Hause ein Baseballspiel anschauen würde, hätte ich diese Person für verrückt erklärt. Aber es ist wirklich so: je mehr man sich mit dem Spiel vertraut macht, desto interessanter und spannender wird es. Abgesehen davon ist das Tempo insgesamt trotzdem so gemütlich, dass man sich nebenher ganz hervorragend mit seiner Tochter beschäftigen kann. Kommende Besuchern drohen jetzt also nicht nur ausufernde Monologe zu American Football und den tollen New York Giants, sondern auch noch ausgiebige Erklärungen zu Baseball und den noch tolleren New York Yankees. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

P.S.: America’s Pastime wird Baseball übrigens genannt, weil es nach wie vor die beliebteste Sportart ist, die sowohl aktiv gespielt wird (meistens als Softball), als auch in der passiven Variante, ob vor dem Fernseher, am Radio oder im Stadion. Die ersten Ligen starteten schon kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und… seht ihr, es geht schon los!

bisher 2 Kommentare 19. August 2007 Markus

Stöckchen²

Hab endlich zwei lange rumliegende Stöckchen beantwortet. Bitte schön. Ich glaube, ich hab vor paar Wochen auch mal eins aus Down Under bekommen, aber ich find’s nicht mehr. :) (vielleicht war das ja auch eines dieser beiden)

jetzt kommentieren? 18. August 2007 Tina

Prost!

Gefangen von Kathy.

Morgens? Kaffee, schwarz ohne irgendwas
Mittags? Wasser
Abends? Wasser, manchmal auch Tee, Wein oder Bier
Sport? Wasser, aber von Sport kann bei mir zurzeit nicht die Rede sein
Bester Longdrink? Martini und Gin Tonic teilen sich den 1. Platz
Bestes Bier? Augustiner hell natürlich
Bester Wodka? Bombay oder wie der heißt, in der blauen Flasche
Cocktailtime! Selbst zubereiteter Caipi von meinem Schwiegervater (bin immer noch beeindruckt!)
Bestes Wässerchen? Puh … Fiji und noch ein paar andere.
Essen gehen? Wein; wenn bayerisch auch gerne Bier
Mäcces? Geh ich nicht oder so gut wie nie und wenn dann trink ich nichts; früher gerne Milchshakes
Sterbebett? Champagner, da bin ich auch gern dekadent
Rot oder Weiß? Beides, aber Rot noch einen Tick lieber