Monatsarchiv für März, 2007

Sicher ist sicher

Hinweis in der woechentlichen Email ueber moegliche Verzoegerungen bei der Subway:

Safety reminder of the week: Please use handrails on stairs and escalators. They are free.

Endlich weiss ich, wofuer diese komischen Dinger gut sind! Und ich darf sie sogar kostenlos benutzen! Toll!

bisher 3 Kommentare 16. März 2007 Markus

Zufriedener Loser

Unsere zweite Basketball-Saison ist zu Ende (Neuleser bitte erst hier lesen). Wir spielen leider nicht mehr in der schicken Basketball City, das Gelände dort wird leider komplett umgebaut. Am Anfang war ich schwer enttäuscht, als ich hörte, dass wir ab sofort in einer Schule spielen müssen. Aber das ist eigentlich fast besser, denn natürlich ist Basketball der Schulsport Nummer 1 (American Football, Eishockey und Baseball lassen sich eher schlecht in der Turnhalle spielen), weswegen das Spielfeld fast noch professioneller als früher aussieht - mit richtig großen digitalen Anzeigetafeln und Rängen für die Zuschauer (wenn denn welche da wären). Außerdem ist es natürlich auch ganz interessant, sich verschiedene Schulen in New York ansehen zu können. Objektiv betrachtet war die Saison ein Desaster. Hatten wir es in der letzten Saison noch bis in die Play-Offs geschafft, haben wir dieses Mal kein einziges Spiel gewonnen. Einige Stammspieler sind abgesprungen und nur wenig neue und leider nicht so gute Spieler dazu gekommen, weswegen wir nur in einer Handvoll Spiele knapp verloren haben und meistens derbe untergegangen sind. Und trotzdem bin ich zufrieden: in der ersten Saison konnte ich meist nur ein paar Minuten pro Halbzeit spielen (völlig okay, ich war nicht gerade einer der Topspieler), so war ich diesmal so gut wie immer mindestens die Hälfte des Spiels auf dem Platz, meistens länger. Und in den letzten Spielen lief es auch endlich, endlich besser und ich fühlte mich nicht mehr ganz so neben dem Spiel wie früher. Heute war dann unser letztes Spiel in dieser Runde. Wir waren nur fünf Spieler, konnten also nicht einmal auswechseln und spielten gegen ein Team, das sich bereits für die Playoffs qualifiziert hatte. Natürlich sind wir wieder untergegangen, aber ich habe logischerweise durchgespielt, habe mit 12 Punkten mehr als ein Viertel unserer Gesamtpunkte erzielt und war der zweitbeste Scorer des Teams. Es wird so langsam und die nächste Saison beginnt ja schon in zwei Wochen.

bisher 1 Kommentar 16. März 2007 Markus

Ganz vorn dabei

Ich liebe Filme und ich liebe Kino, aber ein Kinobesuch in USA hat zwei wesentliche Nachteile. Das kleinere Übel: kein Alkoholausschank. Muss zwar nicht unbedingt sein, aber ein kühles Bier hat bei mir eigentlich immer zum Filmgenuss dazugehört. Aber gut, das ist noch zu verschmerzen. Gar nicht zu verschmerzen ist allerdings, dass man die Tickets zwar bequem online kaufen kann, aber in keinem Kino Sitzplätze vorab bekommt - wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ist ja auch klar, wenn die Leute gezwungenermaßen schon 30-45 Minuten vor Filmbeginn eintrudeln, müssen sie mindestens zwei Mal Colaeimer oder Popcornkübel kaufen - prima Zusatzgeschäft. Immerhin gibt es meistens wenigstens nicht nur die übliche Werbung, sondern eine Pre-Show, in der es Interviews und Hintergrundinfos zu kommenden Filmen gibt. Reine Werbeveranstaltung der Filmindustrie, aber besser als nichts. Zum Glück herrscht hier meist ein absoluter Starthype zu Beginn, der schnell wieder verblasst: bei den meisten Filmen ist bereits nach 2-3 Wochen wieder gut Platz, besonders in Manhattan, wo es jede Menge sehr großer Filmpaläste gibt.

Letzte Woche war Warten aber unmöglich: 300 lief an und der Film hat mich schon mit dem ersten Trailer derart wuschig gemacht, dass ich ihn unbedingt zum Start sehen wollte. Da ich wie berichtet geschäftlich in Boston war, haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und sind mit einer größeren Gruppe (10 Personen) losgezogen. Da wir pünktlich fünf Minuten vor Beginn eintrafen (und das am Premierentag), war klar, was angesagt war: (immerhin nicht erste, aber) zweite Reihe Mitte. Bei ruhigen Filmen mag das ja gerade noch angehen, aber bei einem solchen Actionkracher war es dann doch eher anstrengend. Ob es der Film wenigstens wert war? Siehe nächster Beitrag…

bisher 2 Kommentare 15. März 2007 Markus

Nackte Kerle (300 Stück)

Selten hat mich ein Trailer derart fasziniert wie der von 300 - ähnlich wie bei Sin City ist es weniger der Inhalt, sondern mehr der einzigartige Stil, der den Film interessant macht. Und jede Menge Kämpfe in historischem Setting (na gut, “angelehnt an ein historisches Setting” trifft es wohl besser) sind ja auch nicht gerade übel. Ganz kurz zur Story: da sich der korrupte Ältestenrat und der lasche Senat nicht überwinden können, gegen die in Griechenland einrückende riesige Armee des persischen König Xerxes anzutreten, nimmt König Leonidas von Sparta das Heft kurzerhand selbst in die Hand und zieht mit 300 seiner besten Soldaten in seinen unvermeidlichen Untergang.

Die Technik überzeugt auf jeden Fall - auch wenn es keine richtig, richtig teure Produktion a la Herr der Ringe ist, können sich die CGI-Spezialisten und Animationskünstler auf die Schultern klopfen: Mission erfüllt, der Stil des Films ist faszinierend, neuartig und einzigartig. Wenn da nur nicht die Schauspieler wären… Da jeder der Spartaner aussieht wie Arnie in seinen besten Zeiten, konnte Regisseur Zack Snyder möglicherweise nicht einfach auf normale Schauspieler zurückgreifen und hat sich deshalb im örtlichen Fitnesscenter bedient - und da sich die Dialoge meist auf markige One-Liner und/oder wüstes Geschrei beschränken, ist das auch gar nicht mal sooo schlimm. Nur blöd, dass auch die einzig erwähnenswerte Dame (Leonidas’ Frau Gorgo, gespielt von Lena Headey) auch nicht gerade überzeugt. Wenn sie leicht bekleidet böse schaut, geht es ja noch, aber ihre Blut & Tränen-Rede vor dem Senat (”Freedom is not free” und so) sollte mit Sicherheit packend und bewegend wirken - nicht hölzern und albern.

Aber wer sich 300 wegen der Dialoge ansieht, macht ohnehin was falsch. Wie gesagt, der visuelle Eindruck ist überzeugend, die Kämpfe sind gut geschnitten, die Action ist deftig, die Sprüche markig und heroisch (und manchmal zugegebenermaßen arg pathetisch), der Soundtrack bombastisch… Popcornkino vom Feinsten, oder wie es in einem Review so treffend zu lesen stand “Action porn. Boys, regardless of age and gender, will love it.”
Soviel zum Film, aber a propos Reviews: die Diskussion um den Film in den Medien ist fast interessanter als der Film selbst. Da gibt es Leute, die der Meinung sind, dass der Film eine Parabel auf die USA der heutigen Zeit ist. Der tapfere Westen verteidigt sich gegen die einfallenden Horden des Orients und so. Andere dagegen sehen die Sache genau umgekehrt: der zumindest im Film grotesk geschminkt und geschmückte und sich selbst als Gott bezeichnende Xerxes repräsentiere mit seinem dekadenten Hofstaat und arroganten Weltherrschaftsphantasien eindeutig Präsident Bush und die USA.
Leute: dieser Film beruht auf einem (sehr empfehlenswerten und nahezu 1:1 umgesetzten) Comic von Frank Miller aus dem Jahre 1998, Jahre vor dem 11. September und den darauf folgenden Konsequenzen. Dieser Comic wiederum  basiert auf den historischen Begebenheiten der Schlacht bei den Thermopylen. Klar kann man Parallelen zur heutigen Zeit ziehen, aber das kann man vermutlich auch mit Ben Hur, Casablanca und Lawrence von Arabien. Mag sein, dass ich naiv bin, aber manchmal wäre es vielleicht besser, wenn man nicht krampfhaft versucht, in jede Szene gerade eines solchen Filmes alles Mögliche hineinzuinterpretieren und sich stattdessen vielleicht einfach noch eine Handvoll Popcorn zu genehmigen. Ich habe mich jedenfalls nicht propagandistisch beeinflusst gefühlt, weder von der einen, noch von der anderen Seite. Aber ich habe in der zweiten Reihe ja auch nicht alles mitbekommen, das wird es wohl gewesen sein.

bisher 8 Kommentare 15. März 2007 Markus

Ich bin stolz auf mich!

Nachdem mein Babybauch bzw. ich sollte sagen Babyspeck zwar schnell weg war, aber auch genauso schnell wiedergekommen ist, ist es jetzt echt an der Zeit, was dagegen zu unternehmen. Nachdem meine bei Amazon bestellte Postnatal Workout-DVD leider total verkratzt ankam, habe ich die letzten beiden Tage auf eigene Faust etwas Gymnastik gemacht und meinen Stepper mal wieder aus der Ecke hervorgekramt. Außerdem habe ich festgestellt, dass man auch ohne Laufband zu Hause joggen kann. Ich hab mich einfach auf meine Yogamatte gestellt, eine Robbie in Concert-DVD eingeschmissen und los ging’s mit Laufen. Wenn man ein kleines Baby zu Hause hat, muss man eben erfinderisch werden. Es hat echt besser geklappt als ich dachte und nach einer halben Stunde war ich ganz gut durchgeschwitzt und am nächsten Tag hatte ich jeweils einen riesen Muskelkater in den Wadeln. Heute ist Markus aus Boston wiedergekommen und wir sind bei angenehmen 12° mit Nina in den Central Park - ich in Laufklamotten und mit iPod bewaffnet. Beim “Reservoir“, einem sehr großen See mitten im Park, angekommen, bin ich losgelaufen und Markus ist mit Kinderwagen hinterhergegangen. Der Plan war, dass ich eine Runde drehe, ihn dann einhole und mir dann überlege, ob ich noch eine laufen will. Nach den ersten etwa 500 Metern dachte ich, dass ich nicht mal eine Runde packen würde. Hab einfach zu lange nichts mehr gemacht. Der See ist schon verdammt groß, hier kann man sich eine Vorstellung davon machen. Nachdem ich erfolgreich gegen den Strom angejoggt bin (anscheinend läuft man immer gegen den Uhrzeigersinn, ich war die einzige, die andersrum gelaufen ist), bin ich dann irgendwann wieder beim Anfang angekommen. Da war ich schon relativ bedient und dachte bzw. hoffte, dass Markus langsam gegangen und noch nicht allzu weit gekommen war. Doch falsch, ich musste noch nahezu die gesamte zweite Runde laufen, bis ich ihn endlich eingeholt hatte. Somit war ich am Ende bei 3,16 Meilen, was genau 5 Kilometern entspricht! Ich bin echt stolz, dass ich das ohne Unterbrechung gepackt habe.

bisher 10 Kommentare 11. März 2007 Tina

Hut ab

Ich bin nicht der größte Baseballfan. In einer Gruppe im Stadion mit ordentlich Hot Dogs und Bier ist es schon ganz lustig, aber vor dem Fernseher dann doch eher fad. Trotzdem verfolge ich die Liga halbwegs mit (was bleibt mir auch anderes üblich, wenn die NFL-Saison so kurz ist) und natürlich sind die New York Yankees auch nicht irgendein Team. Im Büro gibt es mehr Fans der New York Mets, aber die Yankees sind einfach das “klassischere” Team. Außerdem ist das Logo schöner, womit wir auch gleich beim Thema wären. Eines meiner Lieblingscaps (schon bevor ich nach New York gezogen bin) ist das hier:

Schlicht, klassisch und so schön, dass ich letztens sogar meinen Vater überzeugen konnte, sich eines zu kaufen, siehe hier. Nun ist es ja allgemein bekannt, dass der Amerikaner an und für sich ein Sportnarr ist (einer der Gründe, warum es mir hier so gut gefällt). Dass das aber mitunter sehr, sehr ernst genommen wird, habe ich in den letzten Tagen erst so richtig erlebt. Ich war geschäftlich in Boston und habe den unverzeihlichen Fehler begangen, mein Yankees-Cap aufzusetzen. Fehler. Groooßer Fehler. Ich hatte völlig vergessen, dass auch in Boston ein Team mit Geschichte spielt, und zwar die legendären Boston Red Sox. Die sind nicht nur ebenso wie die Yankees schon seit über 100 Jahren dabei, sondern sind in etwa dermaßen mit den Yankees verfeindet, wie der HSV mit dem FC Bayern oder Borussia Dortmund mit Schalke. Im Quadrat.
Und dann stolpert also der ignorante Jungeinwanderer mit einer Yankees-Mütze durch die Stadt. Ich hatte mich schon gewundert, warum mich der ein oder andere Fußgänger so unfreundlich gemustert hatte, bis ich ins Büro unseres Entwicklers dort kam und von der Office Managerin mit einem entsetzten “Oh my God, you are not wearing this hat in Boston?!” begrüßt wurde. Sie hat mich dann aufgeklärt und mir auch gleich zu verstehen gegeben, von welchen Büros ich mich möglichst fernhalten solle…

Aber das ging ja alles noch und war relativ harmlos. Ich habe die Mütze den Rest der Tage brav im Hotel gelassen - nur heute morgen zum Rückflug konnte ich es mir dann doch nicht verkneifen, sie aufzusetzen. Das führte dann dazu, dass die freundliche Dame beim Einchecken am US Airways-Schalter auf einmal gar nicht mehr so freundlich war. “How dare you wearing this hat here?!” fand ich ja noch ganz lustig, auch ihr “You are booked on an exit seat row. I can’t give a good seat like this to a Yankees fan!” ging noch. Gut, sie hätte nicht unbedingt das Ticket schwenkend in die wartende Reihe schreien müssen “Anyone needs an exit row seat? I’ve got one to spare!”, aber es war alles noch recht spaßig. Als ich mich dann aber für das Ticket bedankt habe, warf sie mir nur noch ein “Don’t you thank me!”, gepaart mit einem gar nicht mehr so lustigen Blick hinterher… der gut zu den Gesichtsausdrücken von einigen Leuten in der Schlange gepasst hat. Und ich könnte schwören, dass mein Gepäck noch nie so lang und ausgiebig durchsucht wurde wie heute…

Naja, schon wieder was gelernt. Und wehe, hier läuft mir jemand mit einem Red Sox-Cap über den Weg, der kann was erleben!!

bisher 6 Kommentare 10. März 2007 Markus

4er Stöckchen (Markus)

4 Jobs, die du in deinem Leben hattest
1. Burgergriller bei McDonalds (Samstags neben der Schule)
2. Bodyguard von Gary Kasparov (nur einen Tag, aber immerhin)
3. Verkaufsleiter Süddeutschland und Österreich für Mephisto Schachcomputer
4. International PR Director (jetzt gerade)

4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst
1. Fight Club
2. Scarface
3. About Schmidt
4.
Lord of the Rings (alle drei)

4 Orte, an denen du gern gewohnt hast
1. München Schwabing
2. München Sendling
3. Miesbach in Oberbayern
4. New York

4 TV-Serien, die du gerne anschaust
1. Friends
2. Sopranos
3. Six Feet Under
4. Rome

4 Plätze, in denen du im Urlaub warst
1. Australien
2. Schottland
3. Toskana
4. Kalifornien

4 Webseiten, die du täglich besuchst
1. New York Times
2.
Spiegel
3. Kotaku
4. PCX-Forum

4 deiner Lieblingsessen
1. Leberkäs
2. Penne mit Huhn und Champignons
3. Spaghetti Vongole
4. Rehrücken

4 Plätze wo du gerne im Augenblick sein möchtest
1. genau hier
2. in der Toskana
3. in Irland
4. im Superbowl-Finale, das die Giants gerade gewinnen (haha)

jetzt kommentieren? 08. März 2007 Markus

Reisebericht

Für all die, die’s interessiert, folgt nun noch ein kleiner Reisebericht unseres Roadtrips: Losgehen sollte es eigentlich am Freitag in der Früh. Natürlich sind wir dann doch erst zwei Stunden später losgekommen, aber da es eh heftig am Regnen war, war das nicht so schlimm. Obwohl wir ein kurzes Frühstück hatten, führte der erste Weg erstmal zu einem Starbucks (da konnte man übrigens nicht sitzen, Opa ;-) ). Der Plan war, erst einmal unsere Sachen ins Motel (lag außerhalb) zu schmeißen und dann nach Philadelphia reinzufahren. Nur hatten wir leider nicht damit gerechnet, dass das Navigationssystem namens “Neverlost” sein Versprechen nicht halten wollte! Nach einer etwa 1,5-stündigen Irrfahrt (nachdem wir das Motel schon vor der Nase hatten - nur auf der anderen Highway-Seite) sind wir dann endlich angekommen. Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen und - es war dunkel. Ziemlich bald zumindest. Als wir nach Philly reinkamen, war es aber noch hell und Markus kannte kein Pardon und steuerte das Auto einmal quer durch die Stadt zu einer Bude, in der es angeblich das beste Philly Cheesesteak der Stadt gab. Es war auch ganz gut, allerdings hatte Markus auch schon besseres gegessen. Zurück im eigentlichen Zentrum des Interesses stiegen wir dann aus und liefen ein bisschen in der Gegend rum. Die Stadt ist schön, gemischt mit alten und modernen Gebäuden. Außerdem wurde hier die Verfassung unterzeichnet. Als es dann komplett dunkel war und wir soweit genug gesehen hatten, sind wir wieder zurück ins Motel, diesmal ohne Irrfahrten, und waren dann später noch die Straße runter bei Steak & Ale einen kleinen Happen essen.
Am nächsten Morgen ging es - natürlich - erst einmal wieder zu Starbucks. Opa, auch hier konnte man nicht sitzen. In Washington haben wir ohne Umwege das Hotel gefunden. Es lag auch außerhalb, hat $59/Nacht gekostet und war nigelnagelneu und edel! Wir haben uns aber nicht lange aufgehalten, sondern sind gleich weiter in die Stadt. Das Gute an Washington ist, dass viele der interessanten Gebäude an einem Fleck um die so genannte “Mall” liegen (nicht zu verwechseln mit einer Shopping Mall, wie mir das mal passiert ist, ahem …) und man alles gut zu Fuß erreichen kann. Wir haben uns das Washington Monument (den Obelisk) angeguckt, sind vorbei an einem großen Denkmal für die Gefallenen aus den 50 US-Staaten während des 2. Weltkriegs, weiter entlang des Reflecting Pools (in dem kein Wasser war) zum Lincoln Memorial. Von dort aus ging es über ein weiteres Kriegsdenkmal, diesmal für die Gefallenen aus dem Vietnamkrieg, weiter zum Weißen Haus. Das konnte man allerdings nur von hinten betrachten, da die Straße an der Vorderseite zwecks erwartetem Staatsbesuch gesperrt war (es stand auch ein Scharfschütze auf dem Dach). Danach sind wir nach einem (wahrscheinlich) weiteren Zwischenstopp bei Starbucks und einem kleinen Umweg vorbei an einer Jugendherberge, in der ich mal mit Eva war, zurück ins Hotel. Kurz frischgemacht und ab ging’s zum Essen in ein italienisches Restaurant, das nur paar Meter die Straße runter war. Am nächsten Morgen hat uns erstmal der kalte Wind ins Gesicht geblasen. Es war bitter-, bitterkalt und wir waren froh, dass wir das meiste schon am Vortag besichtigt hatten und den Nachmittag eh in einer Shopping Mall verbringen wollten. Wir sind also nur noch einmal kurz zum Kapitol, entlang der Mall (Museumsmeile) über das Washington Monument zum Weißen Haus (diesmal war die Straße wieder geöffnet), und dann vorbei am Pentagon ab in die Shopping Mall (Pentagon City Mall) in Arlington. Ich war vor vielen Jahren schon einmal mit Eva dort und hatte sie noch in bester (Shopping-) Erinnerung. Und mein Gedächtnis hatte mich nicht im Stich gelassen, es war immer noch genauso toll. Jeder von uns hat ein Teil erstanden und gegen späten Nachmittag ging es - nach einem letzten Abstecher zu Starbucks im Food Court der Mall … - wieder zurück nach Hause. Schee war’s und ich freue mich schon, im April mit Claudia (Markus’ Schwester) und Tobi denselben Trip wieder zu machen.

bisher 2 Kommentare 07. März 2007 Tina

Roadtrip

Die letzten 15 Tage waren Markus’ Eltern zu Besuch und vergangenes Wochenende haben wir einen Familienausflug - natürlich inklusive Nina - nach Philadelphia und Washington D.C. unternommen. Nina hat sich als beispielhaftes Reisekind erwiesen. Sie war im Auto ganz brav in ihrem Sitz und hat immer abwechselnd die Mama und die Oma angeguckt und sich von ihnen vollsäuseln lassen. Gemeckert hat sie wirklich nur, wenn sie Hunger bekam, aber das war meist dann, wenn wir eh Pause gemacht haben. Beim Rumlaufen in den Städten und abends beim Essen hat sie immer brav im Kinderwagen geschlafen, nur in der Shopping Mall in D.C. (da gibt es eine ganz tolle, die ich schon kannte) war sie ganz wachsam. Sie scheint offenbar schon jetzt ein Interesse am Shoppen zu entwickeln. Es waren tolle drei Tage und alles lief super, bis auf dass die Mama (das bin ich!) einen Teil von Ninas Bett (man kann den Co-Sleeper auch als Reisebett verwenden) in Philadelphia vergessen hatte, so dass wir am Sonntag auf dem Rückweg von D.C. noch mal dort anhalten mussten und Nina eine Nacht an Mamas Seite im Bett schlafen durfte. An dieser Stelle auch noch mal einen Gruß an die Schwiegereltern: Es war richtig schön mit euch und hat viel Spaß gemacht! Ihr dürft wiederkommen! Fotos von unserem kleinen Roadtrip gibt es hier.

bisher 2 Kommentare 07. März 2007 Tina

Zwei Stöckchen gefangen …

… bei Interesse bitte hier weiterlesen.

 

jetzt kommentieren? 07. März 2007 Tina

4er Stöckchen (Tina)

4 Jobs, die du in deinem Leben hattest
1. Mädchen für alles in der Unterwäsche- und Bademoden-Abteilung bei Hertie
2. Verkäuferin in einer Bäckerei
3. Diverse Bürojobs in diversen Unternehmen in London
4. Übersetzerin (genauer gesagt Localisation Manager bzw. Co-Ordinator)

4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst
1. Ben Hur
2. Shipping News (Schiffsmeldungen)
3. Much Ado About Nothing (Viel Lärmen um Nichts)
4. Bridges Over Madison County (Brücken am Fluss)
Aber eigentlich noch VIEL mehr (u. a. Lost in Translation, Chocolat etc. etc. etc.)

4 Orte, an denen du gern gewohnt hast
1. München
2. Statesboro, Georgia (war eine sehr lustige Zeit an der Uni)
3. London (waren ebenfalls sehr lustige 5 1/2 Monate)
4. New York (auch wenn es mir nicht 100% gefällt, so darf die Stadt in der Liste wohl kaum fehlen)

4 TV-Serien, die du gerne anschaust
1. Friends
2. Friends
3. Friends
4. Friends

4 Plätze, in denen du im Urlaub warst
1. Australien
2. Schweden
3. Toskana
4. Kalifornien

4 Webseiten, die du täglich besuchst
1. Diverse Blogs bzw. private Websites
2. Hotmail
3. Spiegel online
4. OpenBC bzw. jetzt Xing (nicht täglich, aber oft)

4 deiner Lieblingsessen
1. Italienisch
2. Sushi
3. Indisch
4. Thailändisch

4 Plätze wo du gerne im Augenblick sein möchtest
1. zu Hause
2. in Island bei Julia & Co
3. in London (beinahe wäre ich Mitte März dort gewesen)
4. in Australien oder in der Toskana

4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst
Ach, einfach wer mag, viele hatten ja eh schon.

bisher 1 Kommentar 07. März 2007 Tina

Kaffee-Stöckchen

1.) Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst du sie?
Zum Frühstück

2.) Wie viele Tassen trinkst du täglich?
In etwa 2-3 Haferl

3.) Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Bohnenkaffee

4.) Zucker, Milch oder Sahne?
Schwarz (ganz früher mit Milch, hab ich mir aber irgendwann abgewöhnt)

5.) Deine bevorzugte Zubereitungsart?
Mit einer ganz normalen Kaffeemaschine von Braun

6.) Mit wem genießt du deinen Kaffee am liebsten?
Mit meinem Mann, aber auch gerne mit anderen Leuten

7.) Deine Lieblingsmarke?
Melitta mag ich gern (mag ich sogar lieber als Dallmayr oder Jacobs)
Den Cappuccino trink ich am liebsten von dort, auch wenn die Zubereitung EWIG dauert.

8.) Wo trinkst du deinen Kaffee vorzugsweise?
Zu Hause, in einem Café, beim Spazierengehen (dann natürlich aus dem Trinkbecher)

9.) Wie sieht deine Lieblingstasse aus?
Zurzeit ist das einer meiner zwei “Heimat”-Becher (aus dem Servus Heimat-Laden in München), die ich von meinen lieben Kollegen zum Abschied geschenkt bekommen habe.

10.) Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
Cappuccino

11.) Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken?
Blogs lesen, quatschen, nachdenken

Wer trinkt ne Tasse Kaffee mit? Susan als Kaffee-Liebhaberin vielleicht?

jetzt kommentieren? 07. März 2007 Tina

Zodiac

Ich muss ja sagen, dass ich mich schon lange nicht mehr so gegruselt habe. Eigentlich mag ich Thriller, vor allem Psychothriller. Das ist so ziemlich die einzige Sorte Film, die mich zum Gruseln bringt. Aber der neue Film von David Fincher (Fight Club, Se7en) ”Zodiac” war mir gestern schon fast eine Nummer zu viel. In dem Film, der auf wahren Begebenheiten basiert, geht es um einen Serienmörder, der in den 70er Jahren in der San Francisco Bay Area sein Unwesen trieb. Ich weiß nicht, wieso gerade dieser Film mich so beunruhigt hat wie sonst noch kein Film. Möglicherweise liegt es daran, dass ich jetzt Mama bin und ich mir die ganze Zeit ausgemalt habe, was wäre, wenn mir etwas zustoßen würde. Vor allem eine Szene hat mir zugesetzt, aber die kann ich jetzt natürlich nicht verraten. Jedenfalls war ich zum ersten Mal in meinem Leben gleich ein paar Mal sehr nah daran rauszugehen. Markus hingegen war wohl von unserem Dinner beim Inder zuvor so geplättet, dass er mittendrin eingeschlafen ist und dann gar nicht mehr wusste, worum es so wirklich ging und wer wer war. Allerdings muss ich auch zugeben, dass sich die zweite Hälfte zu lange hingezogen hat. Insgesamt fand ich den Film aufgrund seines Gruselfaktors recht gut, aber wegen der unnötigen Länge auch nicht gerade super.

bisher 4 Kommentare 07. März 2007 Tina

Von italienischen Streifenwagen und Ziegelstein-Seiltänzer-Lesern - Babelfish in seiner besten Form

Es ist doch immer wieder amüsant zu sehen, gerade für mich als Übersetzerin, dass Leute tatsächlich meinen, sie könnten sich durch den Gebrauch von Babelfish die professionelle Hilfe eines Übersetzers sparen. Der Blick auf den deutschen Bereich der Website eines Hotels in Verona hat es wieder einmal gezeigt, was dabei herauskommen kann. Auf der Seite mit den Preislisten steht geschrieben: “Für große Auskünfte unverbindlich die Nummer 045/6000963 oder das Streifenwagen 347-7686252 anrufen.” Streifenwagen?! Ich habe natürlich gleich im italienischen Bereich nachgeguckt, was dort geschrieben steht, und siehe da, il cellulare heißt im Italienischen sowohl Mobiltelefon als auch Streifenwagen (bzw. Polizeiwagen zum Gefangenentransport - was eigentlich noch lustiger gewesen wäre). Ganz zu schweigen von Sätzen wie “Die Preise des Bed & Breakfast Villa Gesi Relais, sie verstehen pro Tag unter Doppelzimmer mit Bad versteht erstes Frühstück.” oder auch “Das gute Tag zu Villa Gesi Relais, es ist ein einladendes Frühstück mit biologischen Produkten, das den Gast in den Geschmäcken liebkosen will.” Schön ist auch der Satz auf der Hauptseite “Villa Gesi Relais, es ist in der richtigen Dimension zwischen die Turbulenz von der großen Stadt und der seltenen Ruhe der kleinen Ortschaft.” Ich will aber immer Ruhe in der kleinen Ortschaft! Aber kein Wunder, dass es dort nur selten Ruhe gibt, wenn auch immer Streifenwagen gerufen werden … Und nie vergessen werde ich die Babelfish-Übersetzung eines Hinweises zur Installation des Adobe Acrobat Reader: “Ziegelstein-Seiltänzer-Leser auf englisch nur verfügbar.” Aber hey, immerhin mit Bindestrichen geschrieben.

bisher 3 Kommentare 07. März 2007 Tina

Die Besucher

Falls ihr euch schon gefragt habt, warum es in letzter Zeit hier so still geworden ist, hier ist der Grund dafür:

Die (Groß-)Eltern Wilding sind bereits seit 10 Tagen hier, um ihre erste Enkelin und ihre erste amerikanische Großstadt zu bewundern. Ich habe den Eindruck, dass beides sehr gut angekommen ist - morgen geht es auf einen abschließenden kleinen (und internetfreien) Roadtrip (Philadelphia, Washington, Baltimore) und ab nächster Woche gibt es wohl auch wieder mehr zu lesen.

bisher 4 Kommentare 02. März 2007 Markus

neuere Beiträge


Kalender

März 2007
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Monatsarchiv

Themenarchiv

Besucherzähler