Tagesarchiv für den 04. September 2006

Deutsche Eindruecke, Teil 3

Recht und Ordnung

Weniger Aergernis als eher immer wieder Anlass zum Grinsen war die deutsche Ordnungsliebe, die fuer Auslaender sehr faszinierend ist. Da wird bei der Einfahrt auf den Messeparkplatz auch ganz genau das Nummernschild mit der Parkerlaubnis verglichen - wo kaemen wir denn da hin, wenn die Firma am naechsten Tag ein anderes Auto verwenden wuerde! Und zum Glueck gibt es fuer jede Parkreihe eine aelteren Herren, der Einen lautstark darauf aufmerksam macht, wenn man ein paar Zentimeter zu weit weg vom Nebenmann geparkt hat. Wichtig auch: wenn man seine Eintrittskarte zur Messe morgens im Hotel vergessen hat, dann kann man nicht einfach von einem Kollegen eine ungenutzte Karte verwenden. Jedenfalls nicht, wenn man so doof (und ehrlich) war, dem Ordner vorher Bescheid zu sagen, denn dann wird darauf bestanden, dass kein Uebertragungsrecht besteht. Es benoetigte die Ueberredungskunst zweier weiterer Kollegen, um dem guten Mann davon zu ueberzeugen, dass der Kollege, dem die Ersatzkarte gehoert, gar nicht zur Messe gefahren war… Mein persoenliches Highlight spielte sich aber im Fruehstuecksraum ab: neben einem reichhaltigsten und aeusserst leckeren Buffet (endlich mal wieder ordentliche Laugensemmeln mit Leberwurscht! Ein Traum!) gab es natuerlich auch eine Vielzahl von Getraenken: neben Kaffee, Cappuccino und Espresso auch Milch, Wasser, zig verschiedene Saefte und sogar Sekt und leckeren Actimel. Nur trinkt der Amerikaner nun mal auch gern eine Cola zum Fruehstueck. Und das kostet natuerlich extra. Warum? Gehoert nicht zum Fruehstueck. Gut, die 2,50 Euro sind nicht wirklich tragisch, aber verstehen muss man das nicht (derselbe Raum dient den Rest des Tages als Restaurant, an aufwendiger Logistik kanns nicht gelegen haben).

bisher 2 Kommentare 04. September 2006 Markus


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