Tagesarchiv für den 07. August 2006

Lady in the Water

Jetzt weiss ich auch, warum Lady in the Water eher flopt. Ich mag Herrn Shyamalan eigentlich (auch wenn er einen doofen Vornamen hat). Sixth Sense ist einer meiner Lieblingsfilme, Unbreakable fand ich seltsam, aber charmant und The Village hat sich allein schon wegen dem genialen Ende gelohnt. Lady in the Water dagegen… ich weiss ja nicht. Urspruenglich ist die Story ja angeblich eine Gutenachtgeschichte fuer seine Tochter gewesen, und das merkt man unter anderem leider daran, dass sie fuer seine Verhaeltnisse sehr ueberraschungsarm und eindimensional ist. Und wahnsinnig unrealistisch. Moment, nicht schreien – ich weiss, es ist ein Maerchen, natuerlich sind Monster und Nymphen unrealistisch, aber das meine ich gar nicht. Ich bin ein fantasievoller Mensch und ein Nerd noch dazu – ich habe keinerlei Schwierigkeiten, zu akzeptieren, dass im Pool einer kalifornischen Wohnanlage eine Nymphe haust, die eines Tages Unterschlupf beim Hausmeister findet. Auch, dass sich in besagter Wohnanlage rein zufaellig eine chinesische Oma befindet, die genau weiss, was es mit der Geschichte der Nymphe auf sich hat, ist schon okay. Schlimm wird es aber dann, wenn der Hausmeister einen Gruppe von Leuten finden muss, die der Nymphe dabei helfen muessen, wieder zurueck in ihre Heimat zu gelangen. Egal, wen er fragt (Kifferbande, Romanautor, spanischer Papa von fuenf Toechtern, etc.), alle sind sofort hellauf begeistert, eine Nymphe vor Wolfswesen mit Grasfell zu beschuetzen, damit sie auf einem Adler in ihre Heimat fliegen kann. Keiner kommt auf die Idee, mal zu fragen, ob der Hausl eigentlich besoffen oder im Wahn ist, man hilft doch gern. Und als dann alle staunend dabei zusehen, wie der kleine Sohn eines der Helfer die Anweisungen, wie man vorgehen muss, aus Fruehstuecksflockenschachteln (!) liest, ohne dass im Geringsten dargestellt wird, warum er das kann und was das soll, da war es dann fuer mich endgueltig vorbei mit der Glaubwuerdigkeit der Geschichte.

Hm. Hier sollte jetzt eigentlich ein halbwegs versoehnlicher Abschluss stehen, aber eigentlich… von den Schauspielern ist mir niemand wirklich positiv aufgefallen, der Hauptdarsteller Paul Giamatti sogar eher negativ, die Effekte waren nett, aber auch nicht wirklich toll, der Soundtrack belanglos… tja. Moment – es war Sonntagnachmittag, bruellend heiss und die Klimaanlage im Kino war toll!

jetzt kommentieren? 07. August 2006 Markus


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