Monatsarchiv für Mai, 2006

Wohnungssuche, Teil 3

Wie schon in Teil 2 angedeutet haben wir gestern noch eine Application fuer die Wohnung am East River ausgefuellt und all unsere Unterlagen, die wir so hatten, abgegeben. Gemeinsam mit Jessica, der Maklerin, sind wir dann zu dem housing office gegangen, das die Applications ueberprueft und entweder annimmt oder eben nicht. Das Gute ist, hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Allerdings war die Dame vom housing office eine ziemliche Zicke und meinte gleich als Erstes, dass ihr meine deutschen Bankbelege gar nichts nuetzen und ob ich hier denn nicht vorhaette zu arbeiten. Zum Glueck hatte ich aber eine Arbeitsbestaetigung auf Englisch (hier noch mal ein grosses Danke an Annett und Peti!). Theoretisch haette Markus’ Bestaetigung alleine auch reichen muessen, aber offenbar war es doch gut, dass ich auch eine hatte. Da Markus gestern nur einen Gehaltszettel dabei hatte statt drei und auch den Pass mit dem Visum nicht mit hatte, musste er die Sachen heute (Mittwoch) Morgen dann noch mal nachreichen. Und da folgt auch schon die gute Nachricht: Wir haben die Wohnung!! Die Dame war anscheinend heute auch gleich freundlicher als gestern. Wir hatten uns ja gestern schon leise Hoffnungen gemacht, da wir gesehen haben, dass die Maklerfirma die Wohnung ihrer Website runtergenommen hatte. Das ist echt unglaublich, wie schnell das jetzt ging! Morgen um 10h werden wir den Mietvertrag unterschreiben, hurra!

Da hat das viele Daumendruecken wohl geholfen.

bisher 12 Kommentare 17. Mai 2006 Tina

Wohnungssuche, Teil 2

Fortsetzung von Teil 1 (siehe unten)

Wie sich herausgestellt hatte, hatte uns Jessica aber missverstanden und nur an der Upper West Side nach Wohnungen gesucht. Dass wir auch an der Upper East Side Interesse haetten, war irgendwie untergegangen. Sie hatte sich nachmittags dann aber gleich drangemacht und unsere Kriterien durch ein Raster laufen lassen. Direkt nach unserem Abendtermin an der Upper West Side bekamen wir die Nachricht, dass wir uns spontan noch zwei Wohnungen an der Upper East Side angucken koennten. Die eine Wohnung war noch bewohnt, die andere stand schon leer.

Die erste Wohnung an der Upper East Side hatte eine nette kleine Lobby, die gerade komplett renoviert wird. Auch die Aufzuege werden demnaechst ausgetauscht, obwohl weder Lobby noch Aufzuege besonders alt oder haesslich aussahen. Aber ist ja ein ganz gutes Zeichen, wenn so darauf geachtet wird, dass ein Haus schoen bleibt. Unten war dann auch gleich neben dem Aufzug der Waschraum. Die meisten Wohnungen in Manhattan haben keinen Platz fuer eine Waschmaschine, aber dafuer gibt es immer Waschraeume mit Trocknern und viele NYer geben ihre Waesche in die Waescherei bzw. lassen sie abholen und wieder bringen. Das klingt nach totalem Luxus, ist hier aber ueberhaupt nichts Besonderes, machen wirklich sehr viele Leute und ist auch entsprechend guenstiger, als man sich das so vorstellt. Der Flur oben war auch schoen, mit Teppich, aber alles sehr gut erhalten und richtig nett. In der Wohnung wohnt derzeit noch eine Kalifornierin mit ihrem kleinen Sohn und einer sehr suessen gepflegten Katze und ihre Mutter war gerade auch da, als wir kamen. Die Frau hatte zuvor in einem zweistoeckigen Haus gewohnt, hatte also dementsprechend viele Sachen, und zieht jetzt nach Denver. Die Wohung hat uns auf Anhieb total super gefallen. Es fing an mit dem Flur, der einen riesengrossen, in die Wand integrierten Schrank (sprich, ein “Closet”) enthielt, der natuerlich in der Wohnung bleibt und Stauraum ohne Ende bietet. Das Schlafzimmer war riesig, ebenfalls mit einer kompletten, eingebauten Schrankwand und einem schoenen Blick ins Freie. Das dritte Zimmer, war bei ihr das Kinderzimmer, war auch echt gross und ebenfalls mit einem Einbauschrank. Und auch das Wohnzimmer war richtig gross und - das war fast das beste - mit insgesamt 5 Fenstern (drei an der einen und zwei an der anderen Seite) mit Blick ueber den Fluss und eine schoene Bruecke. Den Blick hatte man auch aus dem Kinderzimmer (das hatte allerdings nur ein Fenster, was aber auch ausreichte) und von der Kueche aus sieht man ebenfalls den Fluss. Die Kueche ist zwar an zwei Seiten offen, aber ansonsten schon ein extra Raum. Nicht riesengross, aber gross genug mit viel Stauraum. Zwei Nachteile gibt es an der Wohung: 1. sie hat keinen Balkon oder Garten, dafuer aber eine Dachterrasse, auf die man allerdings erst im Sommer kann und die glaube ich auch nicht soo super ist. 2. Am Fluss entlang fuehrt ein Freeway, sprich, man hoert immer etwas vom Verkehr, allerdings ist das in Manhattan ueberall so und die Fenster sind schon ziemlich schallgeschuetzt. Wir sind heute Morgen extra noch mal hin, um noch mal auf den Verkehr zu achten (in der Wohnung) und auch wenn es natuerlich in Solln leiser ist, war der Verkehr nicht wirklich schlimm. Der “Vorteil” am Freeway gegenueber dem Verkehr, den man sonst so haette, ist, dass es kein Gehupe und auch keine Sirenen gibt, weil die Autos ungestoert fahren. Und gehupt oder sirent wird auf allen anderen Strassen wirklich sehr viel. Und abgesehen von dem Freeway ist die Gegend an sich sehr verkehrsentlastet, also sehr ruhig. Die Mutter der momentanen Bewohnerin schlaeft sogar immer bei offenem Fenster und normal macht das in NY eh niemand, weil es hier ja immer Ventilatoren gibt und New Yorker ihre Fenster eigentlich nie oeffnen. Klar ist es ein kleines Manko, allerdings ist es weit nicht so schlimm wie ich es mir von den Fotos auf der Website, die wir noch vor der Besichtigung gesehen hatten, vorgestellt haette. Liegt vielleicht aber auch daran, dass die Wohnung im 7. Stock liegt (von 8 Stockwerken) und man den Verkehr oben einfach nicht mehr so stark hoert. Direkt gegenueber der Wohnung ist ein kleiner Park und ca. 5 Minuten weiter noerdlich ist ein weiterer, der sehr schoen ist. Und den Central Park kann man in ca. 15 - 20 Minuten auch zu Fuss erreichen. Die U-Bahn ist ca. 10 Minuten weg, was fuer New Yorker-Verhaeltnisse viel ist, da die alle sehr gehfaul sind und alles direkt vor der Nase haben muessen, aber wir fanden das nicht so schlimm. Supermaerkte, Apotheke etc. ist alles in der naeheren Umgebung. Unser Fazit war: Es ist schade, dass die Wohnung keinen Balkon hat, allerdings haben wie gesagt leider die wenigsten Wohnungen in Manhattan einen Balkon, geschweige denn einen, den man auch nuetzen wuerde, aber eine schoenere und geraeumigere Wohnung als diese werden wir in der Gegend zu einem bezahlbaren Preis sicher nicht finden. Was ich an der Wohnung einfach sehr mochte, war die Aussicht aus allen Raeumen. Es gab nicht einen Raum, der auf ein anderes Gebaeude geblickt hat, man hatte ueberall freie Sicht. Und wie gesagt, die Zimmer sind echt gross und durch die ganzen Closets gibt es genuegend Stauraum. Das Bad ist zwar auch wieder ziemlich klein, aber es reicht schon aus und der Zustand war auch in Ordnung. Ach ja, die Zimmer hatten auch alle sehr, sehr schoene Holzboeden, versiegelt natuerlich. Die schreiben hier ja nie die Quadratmeter bzw. hier ja square feet mit dazu, sondern hier geht es immer nur um die Anzahl der bedrooms, aber geschaetzt hat die Wohnung ungefaehr 100qm, vielleicht etwas weniger. Die duerfte in etwa, wenn nicht sogar ein bisschen groesser als unsere momentane Wohnung in Solln sein, also muessten 100qm eigentlich ganz gut hinkommen. Und man muss bedenken, dass wir keine Kleiderschraenke brauchen wuerden. Im Aufzug haben wir noch eine Hausbewohnerin (in etwa unser Alter) getroffen, die gemerkt hat, dass wir uns hier eine Wohnung angeguckt hatten, und die war gleich ganz begeistert vom Haus und dass sie da sehr gerne wohnt. Ueberhaupt haben die Leute, denen wir so begegnet sind (noch eine Frau mit Hund) alle einen sehr netten Eindruck gemacht.

Die letzte Wohnung, die wir uns dann noch angeschaut haben, war dann wiederum gar nichts. Fenster wie im Gefaengnis mit Gitterstaeben (die man allerdings angeblich wohl abnehmen kann) und die Raeume alle recht alt und irgendwie schmuddelig und sehr duester.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass das Angebot in der Gegend, wo wir gerne waeren, sehr begrenzt ist, uns die Wohnung in der Upper East Side am Fluss aber schon zusagen wuerde. Man muss sich das Leben sicherlich etwas zurechtschneidern und auf manche Annehmlichkeiten verzichten, dafuer kann ich es mir, wie gesagt, nicht vorstellen, dass wir in Manhattan eine schoenere Wohnung als diese finden wuerden. Als wir die Wohnung betreten haben, konnte ich mir auch sofort vorstellen, dort zu wohnen, was ja ein ganz gutes Zeichen ist. Und da wir spaeter, in zwei Jahren oder so, wenn wir genug von Manhattan haben, eh evtl. weiter raus und nach New Jersey oder so ziehen wollen (zumindest ich moechte spaeter sicher irgendwann lieber weiter raus, aber Markus haette da auch nichts dagegen), ist es jetzt auch nicht so, dass wir eine Wohnung hier auf Lebzeit suchen. Aber sie soll uns natuerlich schon so gefallen, dass wir es uns vorstellen koennten, dort eine Weile zu leben und das ist bei besagter Wohnung schon der Fall.

Wir werden wohl also eine “Application” einreichen und gespannt darauf warten, was passiert.

Wir halten euch auf dem Laufenden ….

bisher 3 Kommentare 16. Mai 2006 Tina

Wohnungssuche, Teil 1

Der Tag ging schon mal super los. Na ja, eigentlich ging’s schon am Sonntag Abend super los. Nachdem unsere Maklerin letztens noch meinte, dass wir uns wohl so 6 - 7 Wohnungen pro Tag anschauen wuerden, kam am Sonntag erstmal die erste Enttaeuschung. Nach unseren Kriterien hat sie nur vier Wohnungen gefunden. Alle vier zwar an der Upper West Side, unserer bevorzugten Gegend, doch wie sich herausgestellt hat, entsprachen diese drei noch nicht mal zu 100% unseren Kriterien. Gut, eine Wohnung in Manhattan in guter Lage, einer guten Groesse (3 Zimmer, hier sagt man dazu 2 bedrooms) mit eigenem Balkon oder gar Garten zu finden, die noch dazu bezahlbar ist, ist nun mal etwas hoch gegriffen. Dass man seine Ansprueche runterschrauben muss, wird einem hier ziemlich schnell bewusst. Alle Kriterien sind in Manhattan einfach nicht zu erfuellen.
Nun ja, wir wollten uns also am Montag um 9.30 Uhr mit der Maklerin vor der ersten Wohnung treffen. Wir gehen aus dem Haus, es giesst in Stroemen. Und wenn es hier giesst, dann so richtig. Wir hatten natuerlich beide keinen Schirm. Zum Glueck kann man hier in jedem Zeitschriftenladen echt gute Knirpse fuer $3,50 kaufen.

An der ersten Wohnung angekommen, haben wir in der Lobby auf Jessica, unsere Maklerin, gewartet. Die Lobby war eigentlich sehr schoen mit Stuck an der Decke und schoen verzierten Waenden. Nur der Boden und der Tisch des Doormans waren etwas heruntergekommen. Fuer all diejenigen, denen der Begriff “Doorman” nichts sagt. Viele der so genannten “Highrises”, also der mehrstoeckigen Gebaeude in New York, haben so einen Doorman bzw. eigentlich sind es mehrere, die im Wechsel rund um die Uhr dafuer sorgen, dass keine Leute das Gebaeude einfach so betreten, die nicht darin wohnen. Vielen Menschen in NY ist sowas wichtig, weil es einem schon ein Gefuehl an Sicherheit gibt, wenn man weiss, dass nicht Hinz und Kunz das Gebaeude unsicher machen kann.

Jessica kam dann schliesslich auch, eine ziemlich kleine, aber sehr quirlige Maklerin. Bisher hatten wir nur per Telefon oder E-Mail Kontakt, das war unser erstes Treffen. Als wir nach oben gefahren und aus dem Lift ausgestiegen sind, war der Flur schon gleich etwas aussergewoehnlich. An den Waenden hingen Poster von Bands (immerhin in Bilderrahmen) und alles war etwas … alt. Die Wohnung dann war dann gleich das, was ich mir nicht so gerne als ersten Eindruck gewuenscht haette. Eine reichlich versiffte Wohnung mit total vergilbten Waenden. Nichts gegen Raucher, aber das war wirklich eklig. Die Wohnung war schon ausgeraeumt, aber man hat genau gesehen, wo Bilder hingen oder Schraenke standen, da an diesen Stellen die Wand noch einen Hauch von Weiss hatte. Nun ja, das war dann schon mal nix und auch wenn ich dachte, recht viel schlimmer kann’s eigentlich gar nicht mehr werden, war ich dennoch nicht zuu optimistisch gestimmt.

Wir drei also durch den stroemenden Regen zu Wohnung Nummer 2. Das Gebaeude von aussen war nicht sehr schoen, darum haben wir uns auch nicht allzu viel erwartet. Wobei man sagen muss, dass viele dieser aelteren Highrises einfach von aussen nicht sehr schoen sind. An der Wohnung oben angekommen, mussten wir erstmal feststellen, dass sich ausser uns noch ungefaehr 6 Handwerker in der Wohnung befanden, die gerade dabei waren, die komplette Wohnung zu renovieren. Also wirklich alles neu, neues Bad, neue Boeden, neue Kueche, alles neu. Was eigentlich cool ist, nur konnte man sich z. B. unter der Kueche noch nicht allzu viel vorstellen, da diese noch gar nicht vorhanden war. Zu erkennen war nur, dass sie quasi schon eher Teil des Wohnzimmers werden wuerde, allerdings durch eine Theke abgetrennt. Die Raeume waren, soweit man sich das halt so vorstellen konnte, schon okay, allerdings ziemlich dunkel. Das ist leider eine Sache, die viele NYer Wohnung an sich haben. Sie sind leider ziemlich dunkel, zumindest immer ein bis zwei Zimmer. Unten gab es zwar einen Hof mit ein paar Baenken und einem Spielplatz, aber eigentlich waren wir uns schon oben relativ schnell einig, dass die Wohnung fuer uns nicht in Frage kommen wuerde, auch wenn es schon reizvoll ist, wenn wirklich alles neu ist.

Weiter ging es zu Wohnung Nummer 3. Riverside Drive, eine schoene Adresse direkt am Riverside Park. Die Lobby: beeindruckend. Mit Kronleuchtern an der Decke, total schoenen Waenden und Stuck an der Decke. Die Flure waren dann schon etwas weniger charmant. Zwar schon okay, aber alles etwas alt und abgerissen. Aber man wohnt ja auch nicht im Flur. In dem Haus sollten wir uns zwei Wohnungen anschauen, eine im vierten und eine im sechsten Stock, wobei die im sechsten Stock natuerlich gleich $100 teuer war, da etwas weiter oben. Ist in Manhattan allgemein die Regel: Je hoeher, desto teurer. Die erste Wohnung war gar nicht schlecht. Schoene Zimmer, eine super Kueche, echt gross und geraeumig, was fuer New Yorker Verhaeltnisse sehr selten ist, da auf Kuechen hier nicht so viel Wert gelegt wird. Das Schlaf- und das dritte Zimmer waren etwas dunkel, das Wohnzimmer dafuer sehr schoen mit Blick auf den Park. Der Nachteil bei Schlafzimmer, drittem Zimmer und Kueche war, dass direkt vor dem Fenster quasi das naechste Haus anfing. Leider auch eine Sache, die man hier oft findet, wenn man nicht gerade eine Wohnung im 15. Stock oder hoeher hat. Daher sind viele Raeume eben auch etwas dunkel. Eigentlich waren wir aber trotzdem nicht gerade unangetan von der Wohnung. Nur die Groesse des Schlaf- und des dritten Zimmers hat uns etwas zu schaffen gemacht. Die waren beide schon relativ klein, ins Schlafzimmer haette unser Bett gerade mal so reingepasst, dass man die Schraenke noch haette aufmachen koennen. Und das Bad war auch nicht sooo toll, aber waere schon gegangen. Baeder enthalten generell auch nur das wichtigste (Klo, Badewanne und Waschbecken mit Unterschrank) und sind nie besonders gross.
Die Wohnung im sechsten Stock war eigentlich bis auf Kleinigkeiten fast identisch. Der Blick vom Wohnzimmer aus war noch ein bisschen schoener, weil man auch was vom Fluss gesehen hat, allerdings war das Bad da richtig winzig. Und die Kueche war nicht ganz so schoen wie die im vierten Stock. Wenn, dann waere fuer uns also die Wohnung im vierten Stock in Frage gekommen.

Die letzte Wohnung war ein relativ zuegiger Termin, weil die auch aus mehreren Aspekten nicht in Frage kam.

Tja, und dann waren wir auch schon wieder am Ende der Besichtigungstour. Jessica hatte noch einen Termin fuer abends, allerdings konnte sie da selbst nicht mit anwesend sein, der Vermieter persoenlich war aber vor Ort. Die Wohnung war auch in der Upper West Side in einem so genannten Townhouse, einem netten kleinen Haus auch in der Naehe des Riverside Parks. Es war eine Duplex-Wohnung mit zwei Etagen und … Garten!! Der Garten war der Hammer, gar nicht mal so klein und echt schnucklig, wirklich schoen. Nur leider war der Rest nicht wirklich schoen. Das Wohnzimmer ging noch, die Kueche auch, wenn schon etwas klein, das dritte Zimmer war allerdings nur so eine Art Durchgang zum Garten und das Schlafzimmer hatte einen total haesslichen Boden und die Baeder (2 Stueck) waren beide auch schon ziemlich alt. Sehr schade, da der Garten wirklich toll war, aber die Wohnung war einfach so gar nichts.

Weiter geht’s in Teil 2 …

jetzt kommentieren? 16. Mai 2006 Tina

Startschuss zur Wohnungssuche!

Morgen schlaegt die Stunde der Wahrheit: ab 9.30 Uhr werden Tina und ich unterwegs sein, um die ersten Appartments zu begutachten. Die ersten Anzeichen lauten: wenig Auswahl, hohe Preise. Daumen druecken, mehr dazu in Kuerze in diesem Theater…

bisher 8 Kommentare 15. Mai 2006 Markus

Nerds in Hotels

Da komme ich nach einer eher unentspannten Anreise (bei sechs Stunden Flugdauer sollte es doch wenigstens irgendwas Essbares geben?) endlich in unserem Hotel an und denke mir die ganze Zeit, dass ich das doch schon kenne, sogar vielleicht schon mal dort gewesen bin… und jetzt ist es mir auch wieder eingefallen. Das ist unser Hotel:

westin.jpg
Und so sah es aus, als ich es das letzte Mal besucht habe…

westingta1.jpg

Fuer diejenigen, die jetzt nur Bahnhof verstehen - das ist ein Screenshot aus einem - bei aller Bescheidenheit - der besten Videospiele aller Zeiten.

Drinnen befindet sich nicht nur die groesste Lobby, die ich je gesehen habe, sondern auch das endgueltige “Fitness fuer Angeber”-Paradies. Ein normaler Fitnessraum hat naemlich nicht gereicht, es gibt vielmehr “Fitnessinseln”, die dekorativ um die vier Aufzuege drapiert sind:

westinbloedsinn.jpg

Ich glaube, ich schlafe die naechsten Tage lieber laenger…

bisher 1 Kommentar 08. Mai 2006 Markus

Hautnaher Protest

02immig_union.jpgDieses Jahr gibt es am 1. Mai nicht nur Aufmaersche in Berlin: bereits seit vielen Wochen kommt es ueberall in den USA zu Demonstrationen von Einwanderern, da der Senat derzeit erwaegt, die Einwanderungsgesetze zu verschaerfen und die Grenzkontrollen zu verstaerken (weil sie ja derzeit so locker sind…). Heute wurde dann zu einem “Day without an immigrant” aufgerufen. Die urspruengliche Idee, in einer Art Generalstreik das ganze Land lahm zu legen, hat zwar nicht wirklich funktioniert, dennoch kam es zu den groessten Protesten seit Ewigkeiten. Alleine in Chicago gingen 400.000 Immigranten auf die Strasse, in Los Angeles, wo inzwischen mehr Einwohner Spanisch als Englisch sprechen, kamen mehr als 500.000 Menschen zu mehreren Demonstrationen. Und hier in New York bewegte sich der Demonstrationszug ueber den Broadway und direkt unter unseren Fenstern entlang. Mit Sicherheit kann ich morgen nachreichen, wieviele es waren, der Zug war auf jeden Fall ueber eine Stunde lang sehr deutlich zu hoeren. Die Proteste verliefen uebrigens allesamt extrem friedlich, aber ich bin gespannt, wie es mit dem Gesetz weitergeht. Gerade in einem Land ohne wirklich geregelte Mindestloehne wie den USA ist es voellig klar, dass es ohne die Immigranten nicht geht und die heutigen Demonstrationen waren ein deutliches Signal, dass dieses Thema sehr, sehr viele Menschen mobilisiert. Mal sehen, ob auch George W. verstehen wird, dass es wichtiger waere, die Rechte der legalen Immigranten zu staerken, anstatt die Grenzen weiter zu versiegeln…

jetzt kommentieren? 02. Mai 2006 Markus

Rock ‘n’ Roll!

800px-CBGB_club_facade1.jpgHey ho - let’s go! Den groessten Teil der Samstagsnacht habe ich im CBGB verbracht - und das ist nicht einfach nur irgendein Laden, das ist Musikgeschichte! Gegruendet 1973, sollte dort urspruenglich mal Country, Bluegrass und Blues gespielt werden - daher dann auch der Name. Dazu kam es aber nicht wirklich, beruehmt wurde CBGB Mitte der Siebziger als Geburtsstaetten des amerikanischen Punk.Dort traten Blondie auf und vor allem The Ramones spielten dort unzaehlige Male. In den Achzigern war dann eher Hardcore angesagt, zwei meiner Alltime Favorites (Sick of it All und Cro-Mags) waren regelmaessig zu Gast. Heute ist das Angebot bunt gemischt und es gibt viele lokale Bands fuer wenig Geld. Ich war eigentlich dort, um Billbones, die Band meines Kollegen Frank endlich einmal live zu sehen. Dazu kam es peinlicherweise nicht, weil ich lernen durfte, dass es zwei Eingaenge und zwei separate Shows pro Abend gibt… Machte aber nichts. Frank kann ich noch oft sehen und so kam ich fuer 10$ in den Genuss von drei sehr unterschiedlichen und zum Teil richtig guten Bands. Als wir gegen 22.30 Uhr eintrafen, war die erste Band schon gut dabei und ich habe zunaechst am Ruf des CBGB gezweifelt: auf der Buehne befanden sich die zwei Damen von God-Des & She, die man sich ein wenig wie eine lesbische Variante der Beastie Boys vorstellen muss. Witzige Texte, aber auf Hip Hop war ich an dem Abend nicht so wirklich eingestellt. Das gute Red Stripe hat mich aber waehrenddessen auch praechtig unterhalten. Der naechste Act war schon besser: der Saenger von Fixer sieht zwar aus wie Ville Vallo fuer Arme und immer dann, wenn es balladig wurde, hatten sie ihre Schwaechen, aber gerockt haben sie dann doch praechtig. Oh, und der Bassist sieht aus wie Nicholas Cages Sohn nach einer laaangen Nacht. Der Top Act des Abends war allerdings wirklich der Hammer: die Pretty Boys spielen sehr Blondie-inspirierten, melodischen Punkrock, der extrem abgeht. Zudem merkt man den drei Damen durchaus an, dass sie schon laenger dabei sind. In ihrer vorherigen Formation waren sie immerhin schon Support fuer Pink, sie waren auch mit Abstand der am professionellsten wirkende Act des Abends, im positiven Sinne. Hoert euch mal Hello Bonjour auf ihrer Website an, dann koennt ihr euch vorstellen, dass es ein grosser Spass war, sie live zu erleben. Insgesamt ein ganz hervorragender Abend: das CBGB selbst ist verhaeltnismaessig winzig, beim fast ausverkauften Abend waren sicher nicht mehr als 150 Leute da, und es hat seinen ganz eigenen Charme. Beispiel gefaellig? Wenn man auf die Toilette will, muss man links an der Buehne vorbei (waehrend die Band gerade spielt), am Backstagebereich vorbei (wo sich die naechste Band gerade vorbereitet) und die Treppe runter. Security? Bodyguards? Braucht kein Mensch! Dazu kommt ein wirklich geniales Preis/Leistungsverhaeltnis (unter der Woche ist es dann noch billiger) und eben - wie gesagt - ein kleines bisschen Musikgeschichte. Wer auch immer von den ueblichen Verdaechtigen uns demnaechst besuchen kommt, ein Besuch bei CBGB ist Pflicht!

jetzt kommentieren? 01. Mai 2006 Markus

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