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Bildstörung

Vielen Dank ESPN, dass ihr trotz des hier allgegenwärtigen Fußballdesinteresses* jedes Spiel der Europameisterschaft live übertragt. Aber wenn ihr noch einmal so wie heute in genau den zwei Minuten Bildstörung habt, in denen das entscheidende Tor fällt, dann laufe ich Amok!

*So sehr ich die New York Times auch liebe, aber dass sie am Freitag, gestern und heute genau 0 Worte über die EM im Sportteil (jeden Tag 8-12 Seiten) verlieren, nehme ich ihr sehr übel.

bisher 2 Kommentare 09. Juni 2008 Markus

Volltreffer

Wie hier schon erwähnt, spiele ich seit kurzem im firmeneigenen Softballteam mit. Naja, “mitspielen” ist der falsche Ausdruck, bis jetzt habe ich nur zugesehen, um einen besseren Einblick in den Ablauf zu bekommen. Zwei Jahre Baseball-Schauen helfen, aber live spielen ist halt dann doch etwas anderes. Am Montag war es dann aber soweit - einige Stammspieler waren ausgefallen, so dass ich hochnervös meinen ersten Auftritt hatte. Hochnervös nicht deshalb, dass ich schlecht spielen würde (das wusste ich schon vorher *g*), sondern weil ich immer noch nicht alle Regeln bis ins Detail kenne und keine Lust hatte, mich zu blamieren. Letztendlich ist dann doch alles gut gelaufen, als Catcher hat man es beim Softball relativ leicht, nur die 3x, die ich “at-bat” war (also den Ball schlagen musste), brachten mich doch sehr zum Schwitzen. Immerhin (und ich entschuldige mich im Voraus bei allen, die sich mit Baseball-Jargon nicht so gut auskennen) hatte ich einen earned walk, einen run und tatsächlich auch einen hit. Keinen guten hit, aber getroffen ist getroffen, besonders im ersten Spiel überhaupt. Und da einer der Kollegen immer fleißig mitfilmt, ist der Treffer sogar für alle Zeiten in den Tiefen des Internets verewigt:

dfd

Auch wenn ich noch so meine Schwierigkeiten habe, macht es jede Woche mehr Spaß - und das nächste Video zeigt dann hoffentlich irgendwann mal meinen ersten Homerun!*

*Man wird doch noch mal träumen dürfen…

bisher 5 Kommentare 01. Mai 2008 Markus

Catch as catch can

Wie berichtet, habe ich vor kurzem begonnen, mich an die amerikanischste aller Sportarten heranzuwagen. Die Baseballsaison beginnt in Kürze und dieses Mal wird sie nicht nur aus zuschauen bestehen - ich habe mich leichtsinnigerweise dazu breitschlagen lassen, dem Firmen-Softballteam beizutreten. Softball ist im Prinzip die Jedermann-Variante von Baseball. Es werden größere Bälle verwendet, die dann in einem Bogen von unten geworfen werden, anstatt wie beim Baseball voll durchzuziehen. Damit schaffen dann auch absolute Anfänger wie ich es ab und an, einen Ball zu treffen. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie beim Baseball und bei unseren ersten Trainingssessions durfte ich gleich mal feststellen, dass zwischen dem Zuschauen von professionellem Baseball und Spielen von Softball ein himmelweiter Unterschied besteht. Abgesehen davon reicht eigentlich das Grundwissen über die Regeln, um ein Baseballspiel halbwegs zu verstehen - wenn man selbst spielt, ist schon mehr Kenntnis gefragt, wenn man nicht immer wieder mal dämlich dastehen will. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.

Ich spiele jedenfalls zumindest zu Beginn ausschließlich Catcher. Das ist der dick eingepackte Kerl, der hinter dem Batter (dem Typ mit dem Baseballschläger in der Hand) hockt und die Bälle fängt, die dieser verfehlt. Beim Softball ist die Gefahr, einen Ball mitten ins Gesicht zu bekommen zum Glück deutlich kleiner. Außerdem ist es die ideale Position, um das gesamte Spielfeld im Blick zu haben und zu lernen, wie die Abläufe so sind. Die Sache hat nur zwei Haken: zum Einen klingt der Job zwar einfach, allerdings verbringt man 80% der Zeit in der Hocke und steht dazwischen ständig auf… was in einem kompletten Spiel ein paar Hundert Kniebeugen sind. Und dann ist dann noch die Sache, dass man als Catcher das letzte Bollwerk zwischen dem gegnerischen Runner (das ist ein Batter, der einen Ball getroffen hat und punkten will) und dem Ziel ist. Das bedeutet, dass man regelmäßig einem mit Vollgas sprintenden Typen gegenübersteht, den man abzuklatschen versuchen muss, während man gleichzeitig den Werfer im Blick behalten muss, der einem den Ball zuwirft, ohne den man man nicht in Aktion treten darf… oder, wie es in meiner derzeitigen Abendlektüre zu lesen ist: Wer Catcher spielt, muss eine hohe Schmerztoleranzgrenze haben. Naja, zum Glück ist die Position des Team-Maskottchens noch nicht besetzt…

bisher 1 Kommentar 23. März 2008 Markus

Liebe ist…

… wenn man sich kein Stück für American Football interessiert, trotzdem jedes Jahr zwischen vier und fünf Monate lang (je nachdem, wie weit die Giants in den Play Offs kommen) tonnenweise Footballinformationen vom nicht zu bremsenden Gatten serviert bekommt, jeden Sonntag Nachmittag bzw. Abend Football im Fernsehen sehen muss (oder sich zwangsweise anderswo beschäftigen muss)…

… und dann seinem Mann trotzdem dieses wunder- wunderschöne Geschenk macht!

Es kommt auf dem Bild nicht so rüber, aber das ist wirklich ein Helm in Originalgröße - zwar nicht zum Spielen geeignet, da innen nicht gefüttert, aber ansonsten absolut authentisch. Dieses Schmuckstück wird ab morgen mein Büro verschönern. Fantastisch! Vielen Dank für das beste Geschenk ever, mein Schatz! Ich weiß genau, wieviel Überwindung dich das browsen im New York Giants Fanshop (verlinkt, falls jemand mal ein Geschenk für mich suchen sollte…) gekostet haben muss. Luv you!

bisher 4 Kommentare 08. Februar 2008 Markus

Ein Wintermärchen

Den schönsten Tag als Fan eines Teams hatte ich im Sommer 2001. Damals saß ich in Mailand im Stadion, als der FC Bayern die Champions League gewann. Ich bezweifle mal, dass dieses Erlebnis jemals getoppt werden kann, aber den zweiten Platz nimmt ab sofort der heutige Tag ein. Hier hat es keinen Schnee. Und in Arizona, wo der Super Bowl ausgetragen wurde, auch nicht. Aber ansonsten war der heutige Nachmittag einfach nur ein Traum. Um es vorwegzunehmen: meine als absolute Underdogs gehandelten New York Giants haben vor wenigen Stunden sensationell und völlig überraschend die hoch favorisierten New England Patriots in einem zumindest im letzten Viertel dramatischen Spiel 17-14 geschlagen und sind die NFL Champions 2008! Details erspare ich mir - die mitlesenden Footballfans (ein besonderer Gruß geht an Häkeln und chrisfan!) wissen eh Bescheid und die anderen interessiert es vermutlich nicht so wirklich. Die Kurzfassung: mein Schreien hat man vermutlich wirklich bis nach San Francisco gehört, der Solo-Autokorso fiel dank vieler Stellas und Sam Adams aus, aber die Begeisterung war dennoch ungebrochen - und übertrug sich sogar auf den Nachwuchs:

Hooray for the New York Giants! Go Big Blue!

bisher 7 Kommentare 04. Februar 2008 Markus

Es ist soweit!


Und ich bin bereit…

bisher 6 Kommentare 03. Februar 2008 Markus

Ich will die Schüssel!

Am Sonntag ist es wieder soweit: zum 42. Mal steigt der größte sportliche Event hierzulande: der Super Bowl. Super Bowl im American Football ist im Prinzip wie Pokalfinale und Meisterschaft beim Fußball in einem, denn wie in eigentlich jedem amerikanischen Mannschaftssport gewinnt nicht die Mannschaft mit dem besten Ergebnis am Ende der Saison, sondern die besten Teams der diversen Gruppen spielen in den sogenannten Play Offs die Meisterschaft per K.O.-Verfahren aus. Beim American Football ist das besonders spannend, da im Gegensatz zu Basketball und Baseball nur ein einziges Match ausgetragen und der Verlierer nach Hause geschickt wird. Da kann die ganze Saison noch so gut gelaufen sein - ein schlechter Tag und alles ist vorbei.

Für mich ist dieser Super Bowl etwas ganz Besonders: wie vor langer Zeit erwähnt, bin ich ein glühender Fan der New York Giants, die dieses Jahr nach einer eher durchwachsenen Saison in den Playoffs über sich hinausgewachsen sind und in drei dramatischen Runden zum Teil deutlich stärkere Teams mal erst in den letzten Minuten, mal gar erst in der Verlängerung schlagen konnten. Und nun stehen sie tatsächlich im Finale und werden am Sonntag Nachmittag gegen die haushoch favorisierten New England Patriots aus Boston antreten.

Es ist die klassische David-gegen-Goliath-Story, die dieses Finale so spannend macht. Hier ein Team, das vier der letzten sieben Super Bowls gewonnen hat, dort ein Team, das zum ersten Mal seit acht Jahren überhaupt so weit gekommen ist (der letzte Super Bowl-Gewinn der Giants datiert gar von 1991). Hier ein Team, das in dieser Saison als erstes Team in der Geschichte der NFL jedes einzelne Spiel gewonnen hat, dort ein Team, das es erst am letzten Spieltag per Wildcard in die Playoffs geschafft hat. Hier ein Quarterback, dessen Freundin Gisele Bündchen heisst, dort ein Quarterback, der Mühe hat, überhaupt den Mund aufzubekommen… so könnte es ewig weitergehen.

Und doch, ich glaube an Big Blue. Ich glaube, dass am Sonntag die Sensation passiert und ich halb Novato aus den Sesseln schreien werde (okay, das werde ich so oder so). Mein Giants-Trikot wird pünktlich am Freitag ankommen (wie auch der Giants-Body für Nina), ich werde für die Familie und die Gäste aus Sausalito eine “deutsche” Super Bowl-Party schmeißen und wenn’s sein muss einen Autokorso bestehend aus einem Auto durch Novato jagen.

Und wenn es nichts wird, ist es halb so schlimm - dann habe ich trotzdem eine aufregende und spannende Saison hinter mir und freue mich auf die nächste Runde. Wenn da nur nicht die lange Trockenzeit bis September wäre…

bisher 3 Kommentare 31. Januar 2008 Markus

Eine andere (Winter)welt

In den bald 20 Jahren, die ich jetzt schon snowboarde (ja, ich werde alt) habe ich schon viele Skigebiete in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich gesehen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind sich eigentlich alle sehr ähnlich. Hierzulande ist dagegen zwar nicht alles, aber doch sehr vieles anders. Das beginnt schon mit dem Ticketkauf bzw. den Tickets selbst. Ich bin es schon seit vielen Jahren gewöhnt, dass man nur noch eine Karte erhält, die man sich in die Jackentasche steckt und damit bei einem Drehkreuz automatisch die Schranke öffnet. Hier dagegen bekamen wir das Ticket als Aufkleber in die Hand gedrückt. Aufgrund unserer verdutzten Nachfrage, wie das genau funktionieren soll, drückte uns die freundliche Kartenverkäuferin einen wie ein langgezogenes Dreieck geformten Draht in die Hand. Dieser musste durch einen Reißverschluss gezogen und dann der Ticketaufkleber so darauf geklebt werden, dass dieser den Draht verschloss. Etwas schwierig zu erklären, ich hoffe es ist einigermaßen verständlich? Auf jeden Fall sollte durch diese technisch hochwertige Vorrichtung vermieden werden, dass man Mehrtageskarten untereinander austauscht (weswegen das Anbringen an Jacken auch gleich ganz untersagt ist). So ausgerüstet marschierten wir zur Gondel, wo wir von freundlichen… Kartenknipsern erwartet wurden. Kein Scherz, die Karten werden jeweils einmal am Tag gelocht und somit entwertet. Willkommen zurück im 20. Jahrhundert!

Ähnlich antiquiert präsentierten sich auch die Lifte - von der Startgondel mal abgesehen gibt es in Squaw Valley ausschließlich Sessellifte. Das wäre ja im Prinzip nicht weiter schlimm, nur besitzt keiner dieser Lifte Bügel, um die Füße abzulegen. Für Skifahrer mag das ja noch halbwegs in Ordnung sein, aber wenn man als Snowboarder zum Teil bis zu 10 Minuten mit einem doch ein paar Kilo wiegenden Snowboard an einem Bein baumelnd in einem ungepolsterten Sitz zubringen muss, dann ist das doch leicht unentspannt. Besonders lustig waren die ältern Zweiersessel, die gleich überhaupt keinen Bügel aufzuweisen hatten (also nicht einmal ein Bügel über den Schoß). Wenn man bei ordentlichem Wind in einem schwankenden Sessel ca. 20 Meter über dem Boden schwebt, wird einem durchaus auch mal ein wenig anders zumute. Offensichtlich haben die Amerikaner damit keinerlei Probleme, wir waren oft die Einzigen, die die Bügel überhaupt benutzten, selbst Familien mit Kinder fuhren frohgemut und nicht im Geringsten gesichert gen Gipfel. Wir haben uns wirklich gewundert, wie das im klagewütigen Amerika funktionieren kann… bis wir das Kleingedruckte auf den Tickets gelesen haben. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir mit dem Kauf der Karte ungefähr sämtliche Rechte aufgegeben hatten und selbst der Tod durch Absturz etc. mehr oder weniger immer unser eigenes Problem sei. Na dann.

Aber genug genörgelt, es gibt auch positive Unterschiede! Und nein, ich meine damit nicht nur die Burger für die Mittagspause. Absolut genial fand ich, wie das Gebiet aufgebaut war. Es mag eine Spezialität von Squaw sein, aber wenn man mal einen Blick auf die Karte wirft, fällt eines sofort auf: wo sind denn die Pisten? Die gibt es zwar, aber da das gesamte Gebiet sehr offen ist, bleibt es einem selbst überlassen, ob man auf einer der zahlreichen Pisten, im Tiefschnee dazwischen oder gleich in komplett ungespurten Bereichen (back country) fährt. Klar gibt es auch Bereiche, in die man wegen Lawinengefahr gar nicht fahren sollte, die sind dann aber auch speziell gekennzeichnet. Ansonsten ist Eigenverantwortung angesagt (siehe Ticketwarnung): wenn es irgendwo steil und felsig bergab geht, steht da nicht “Zugang verboten”, sondern “Cliff area - experts only”. Der Anfänger bleibt auf der Piste, für alle anderen gibt es kilometerweise Gelände zu erforschen, was an Tagen wie gestern, an denen es tonnenweise Neuschnee und dank Schneetreiben wenig Fahrer gab unfassbar schön war. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Schwünge in absolut jungfräulichen Schnee gezogen… ich will zurück in die Berge!

jetzt kommentieren? 23. Januar 2008 Markus

Handschuh, amerikanischer


So sieht er aus, mein erster Baseball-Handschuh. Da sich die sportlichen Aktivitäten im Büro nicht nur auf Basketball zur Mittagszeit beschränken, sondern seit kurzem auch am Freitag Abend Baseball gespielt wird, musste ich mich natürlich auch entsprechend ausstatten. Gestern haben wir zum zweiten Mal gespielt. Ich bin definitiv schlecht… was nicht weiter erstaunlich ist, da ich mit vier Kollegen gespielt habe, die gemeinsam knapp 100 Jahre Spielerfahrung haben. Baseball gehört auf jeden Fall zu den Sportarten, die leichter aussehen, als sie sind. Allein schon, dass man den Ball mit seiner “schlechten” Hand faengt (die gute braucht man ja zum Werfen) ist eine echte Umstellung. Und diese Bälle sind hart! Beim ersten Versuch ist mir ein Ball auf den Unterarm geknallt - die Abdrücke der Nähte waren auch am nächsten Tag noch gut zu sehen. Und vom Schlagen brauche ich erst gar nicht anfangen. Von 10 (sehr leicht geworfenen) Bällen treffe ich vielleicht drei - und die nicht richtig gut. Aber ich bleibe dran, Spaß macht es jetzt schon - wie soll das erst werden, wenn ich es auch kann?!

bisher 6 Kommentare 03. November 2007 Markus

Bettina und die Wiesn - eine Geschichte in Bildern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Auf geht’s, pack mas!

Schee is da herin!

Mei erste Maß!

Prost, sog i!

I geb nix her!

So schee war’s!

 

 

 

P.S.: Der war a dabei…

bisher 7 Kommentare 23. September 2007 Markus

Nintendo kriegt sie alle

Ich sitze in der Subway und gruebele ueber eines der vielen neuen Raetsel in Brain Age 2 nach. Wer das nicht kennt (oder zu faul zum Klicken ist): das Spiel fuer den Nintendo Game Boy Advance DS (und den kennt ja nun wirklich jeder, hoffe ich) ist in Deutschland unter dem umstaendlichen Namen Dr. Kawashimas Gehirnjogging bekannt und soll durch jede Menge unterschiedlicher Ratespiele das Gehirn trainieren. Ich weiss nicht, ob es funktioniert (weiss aber, dass zumindest mein Gehirn das bitter noetig hat), aber es macht einfach riesigen Spass. Aber genug PR fuer die Produkte anderer Firmen gemacht.

Ich sitze also da und gruebele. Auf dem Bildschirm drehen sich Buchstaben im Kreis, aus denen ich Woerter bilden soll. Englische natuerlich, was die Sache nicht einfacher macht. Ploetzlich murmelt neben mir jemand die Loesung - die aeltere Dame neben mir raet mit! Ein paar Woerter spaeter hoere ich mit einem Ohr mit, wie das Paerchen, das schraeg links von mir steht, ueber die Loesung diskutiert. Und eine Station vor dem Aussteigen ruft mir jemand, der zwei Plaetze weiter sitzt, einen Tipp zu, waehrend ich beim Aussteigen gefragt werde, wie das Spiel denn heisst.

Was wir “normalen” Hersteller mit immer noch aufwendigeren Grafiken und noch hoeheren Produktionskosten immer noch selten schaffen, gelingt Nintendo derzeit mit DS und Wii nahezu spielend: endlich auch mal Menschen zu erreichen, die sich eigentlich gar nicht fuer Videospiele interessieren, aber zwischendurch einfach mal nur gut unterhalten werden wollen. Und in diesem speziellen Fall trainieren sie auch noch freiwillig ihren Denkapparat. Respekt.

P.S.: Wem dieser Beitrag bis jetzt noch immer nicht nerdig genug war, vor dem muss ich noch schnell damit angeben, mit was ich dieses geniale Spiel gespielt habe: seht und staunt! Diese wunderschoene DS-Variante gibt’s naemlich soweit ich weiss in Europa (noch) gar nicht. *protzundprahl*

bisher 7 Kommentare 29. August 2007 Markus

America’s pastime

… ist jetzt auch meine. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich an einem Samstag Nachmittag im August länger als zwei Stunden zu Hause ein Baseballspiel anschauen würde, hätte ich diese Person für verrückt erklärt. Aber es ist wirklich so: je mehr man sich mit dem Spiel vertraut macht, desto interessanter und spannender wird es. Abgesehen davon ist das Tempo insgesamt trotzdem so gemütlich, dass man sich nebenher ganz hervorragend mit seiner Tochter beschäftigen kann. Kommende Besuchern drohen jetzt also nicht nur ausufernde Monologe zu American Football und den tollen New York Giants, sondern auch noch ausgiebige Erklärungen zu Baseball und den noch tolleren New York Yankees. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

P.S.: America’s Pastime wird Baseball übrigens genannt, weil es nach wie vor die beliebteste Sportart ist, die sowohl aktiv gespielt wird (meistens als Softball), als auch in der passiven Variante, ob vor dem Fernseher, am Radio oder im Stadion. Die ersten Ligen starteten schon kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und… seht ihr, es geht schon los!

bisher 2 Kommentare 19. August 2007 Markus

Zufriedener Loser

Unsere zweite Basketball-Saison ist zu Ende (Neuleser bitte erst hier lesen). Wir spielen leider nicht mehr in der schicken Basketball City, das Gelände dort wird leider komplett umgebaut. Am Anfang war ich schwer enttäuscht, als ich hörte, dass wir ab sofort in einer Schule spielen müssen. Aber das ist eigentlich fast besser, denn natürlich ist Basketball der Schulsport Nummer 1 (American Football, Eishockey und Baseball lassen sich eher schlecht in der Turnhalle spielen), weswegen das Spielfeld fast noch professioneller als früher aussieht - mit richtig großen digitalen Anzeigetafeln und Rängen für die Zuschauer (wenn denn welche da wären). Außerdem ist es natürlich auch ganz interessant, sich verschiedene Schulen in New York ansehen zu können. Objektiv betrachtet war die Saison ein Desaster. Hatten wir es in der letzten Saison noch bis in die Play-Offs geschafft, haben wir dieses Mal kein einziges Spiel gewonnen. Einige Stammspieler sind abgesprungen und nur wenig neue und leider nicht so gute Spieler dazu gekommen, weswegen wir nur in einer Handvoll Spiele knapp verloren haben und meistens derbe untergegangen sind. Und trotzdem bin ich zufrieden: in der ersten Saison konnte ich meist nur ein paar Minuten pro Halbzeit spielen (völlig okay, ich war nicht gerade einer der Topspieler), so war ich diesmal so gut wie immer mindestens die Hälfte des Spiels auf dem Platz, meistens länger. Und in den letzten Spielen lief es auch endlich, endlich besser und ich fühlte mich nicht mehr ganz so neben dem Spiel wie früher. Heute war dann unser letztes Spiel in dieser Runde. Wir waren nur fünf Spieler, konnten also nicht einmal auswechseln und spielten gegen ein Team, das sich bereits für die Playoffs qualifiziert hatte. Natürlich sind wir wieder untergegangen, aber ich habe logischerweise durchgespielt, habe mit 12 Punkten mehr als ein Viertel unserer Gesamtpunkte erzielt und war der zweitbeste Scorer des Teams. Es wird so langsam und die nächste Saison beginnt ja schon in zwei Wochen.

bisher 1 Kommentar 16. März 2007 Markus

Ganz vorn dabei

Ich liebe Filme und ich liebe Kino, aber ein Kinobesuch in USA hat zwei wesentliche Nachteile. Das kleinere Übel: kein Alkoholausschank. Muss zwar nicht unbedingt sein, aber ein kühles Bier hat bei mir eigentlich immer zum Filmgenuss dazugehört. Aber gut, das ist noch zu verschmerzen. Gar nicht zu verschmerzen ist allerdings, dass man die Tickets zwar bequem online kaufen kann, aber in keinem Kino Sitzplätze vorab bekommt - wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ist ja auch klar, wenn die Leute gezwungenermaßen schon 30-45 Minuten vor Filmbeginn eintrudeln, müssen sie mindestens zwei Mal Colaeimer oder Popcornkübel kaufen - prima Zusatzgeschäft. Immerhin gibt es meistens wenigstens nicht nur die übliche Werbung, sondern eine Pre-Show, in der es Interviews und Hintergrundinfos zu kommenden Filmen gibt. Reine Werbeveranstaltung der Filmindustrie, aber besser als nichts. Zum Glück herrscht hier meist ein absoluter Starthype zu Beginn, der schnell wieder verblasst: bei den meisten Filmen ist bereits nach 2-3 Wochen wieder gut Platz, besonders in Manhattan, wo es jede Menge sehr großer Filmpaläste gibt.

Letzte Woche war Warten aber unmöglich: 300 lief an und der Film hat mich schon mit dem ersten Trailer derart wuschig gemacht, dass ich ihn unbedingt zum Start sehen wollte. Da ich wie berichtet geschäftlich in Boston war, haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und sind mit einer größeren Gruppe (10 Personen) losgezogen. Da wir pünktlich fünf Minuten vor Beginn eintrafen (und das am Premierentag), war klar, was angesagt war: (immerhin nicht erste, aber) zweite Reihe Mitte. Bei ruhigen Filmen mag das ja gerade noch angehen, aber bei einem solchen Actionkracher war es dann doch eher anstrengend. Ob es der Film wenigstens wert war? Siehe nächster Beitrag…

bisher 2 Kommentare 15. März 2007 Markus

Superbowl-Sonntag

Heute war nicht nur das Finale der Handball-Weltmeisterschaft, das ja anscheinend halb Deutschland in den Ausnahmezustand versetzt hat (Schlaaand! Gab’s eigentlich wieder Autokorsos?), heute fand auch das wichtigste sportliche Ereignis in USA statt: der Superbowl XLI. Der “Superbowl Sunday” ist schon fast ein Nationalfeiertag, in den letzten Jahren sahen das Spiel durchschnittlich 90 Millionen Amerikaner, also nahezu jeder dritte Einwohner des Landes. Ueberall finden Superbowl-Parties statt, also war ich der Meinung, dass wir auch eine verdient haetten - wenn auch nur im kleinen Rahmen. Nateurlich muss das Essen sehr amerikanisch sein, aber auch gut vorzubereiten - ich will schliesslich beim Anpfiff nicht in Kueche stehen. Insofern gab es Chicken Wings, Cole Slaw (die amerikanische Variante des guten alten Krautsalats), Zwiebelringe und Selerie- und Mohrruebensticks mit Blue Cheese-Dip. Normalerweise klassisches Bestellessen, diesmal alles selbst gemacht - und so sah die ganze Pracht dann aus:

Nicht gerade kalorienarm, aber das interessiert beim Superbowl ja wohl gleich gar niemanden. Dazu ordentlich Corona, schon waren wir gut geruestet. Ein besonderes Hoch gilt Tina, die doch tatsaechlich trotz latentem Football-Desinteresses fast das ganze Spiel mitverfolgt hat (regelmaessig unterbrochen durch eine gewisse quaekende Dame, aber das war ja abzusehen). Berichte ueber das Spiel spare ich mir - die zwei Leute, die es interessiert, haben es ohnehin gesehen. Erwaehnenswert war die Show drumherum, die zwar wie immer sehr professionell war, aber z.T. irgendwie etwas daneben wirkte. Die Pre-Game-Show wurde zum Beispiel von Cirque du Soleil gestaltet. Mit Sicherheit tolle Kuenstler, aber mit ihren knallbunten Kostuemen und weihevollen Gesaengen bei einem Footballspiel irgendwie unpassend. Danach durfte Billy Joel die Nationalhymne singen, traf dabei ein paar Noten nicht so richtig und wirkte auch nicht wirklich so, als ob ihm die Sache Spass machen wuerde. Die Halbzeitshow dagegen war perfekt: ich bin kein riesiger Prince-Fan, aber die Show war fantastisch. Das Ergebnis (Indianapolis Colts gewinnen verdient 29-17 gegen Chicago Bears) passt auch, insofern alles gut. Bleibt nur noch ein Problem: was mache ich nur das naechste halbe Jahr am Sonntag Nachmittag? (Nichts sagen, Tina - ich kenne die Antwort…)

bisher 5 Kommentare 05. Februar 2007 Markus

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