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Trick or Treat - oder: Unser erstes richtiges Halloween

Auch wenn wir letztes Jahr zu Halloween bereits in den USA gelebt haben, so haben wir erst in diesem Jahr so richtig erfahren, wie Halloween hier gefeiert wird. Ein paar Tage zuvor bin ich mit Nina zu einem Spielplatz gegangen und auf dem Weg dorthin habe ich ein paar der am besten dekorierten Häuser fotografiert. Es war schon witzig, was die Leute zum Teil im Vorgarten stehen hatten. Seinen Ursprung hat das Fest Halloween übrigens wohl in Irland, wo die Menschen glaubten, dass am 31. Oktober die Toten zurückkommen und Krankheit über die Menschen bringen und die Ernte vernichten würden, weswegen die Menschen Feuer machten und Masken trugen, um sie zu vertreiben. Dieser Brauch wurde dann von den irischen Auswanderern nach Amerika gebracht und was im Laufe der Jahre daraus geworden ist, ist ja weitgehend bekannt. Diese Verbindung zum Totenreich ist jedenfalls der Grund, warum die Häuser, aber auch öffentliche Einrichtungen mit Themen aus dem Totenreich dekoriert sind. Die Kinder jedoch verkleiden sich mit den verschiedensten Kostümen, so gibt es nicht nur Vampire und Skelette, sondern auch Prinzessinen, Actionhelden, Tiere usw. Ein bisschen wie in Deutschland zu Fasching/Karneval (allerdings findet man hier keine Clowns). So haben die Kinder hier also an Halloween ihren Karneval, mit dem Unterschied, dass sie erst abends losziehen (die kleineren Kinder immer in Begleitung Erwachsener) und den Leuten, die die Tür aufmachen, ein lautes “Trick or Treat” (zu Deutsch etwa “Süßes oder Saures”) entgegen rufen. Der Sinn dahinter ist, wie ja sicher bekannt, dass die Kinder Süßigkeiten abstauben wollen, weswegen sie alle immer große Taschen und Tüten bei sich tragen. Sollte ihnen jemand jedoch Süßigkeiten verwehren, muss man damit rechnen, dass die Kinder sich einen Streich ausdenken. Doch das scheint in den USA nur Theorie zu sein. Wir haben die Nachbarn gefragt und die meinten, sie hätten noch nie von Kindern gehört, die tatsächlich etwas anstellen würden. In England scheint das anders abzulaufen. Emma und Matthias, die einige Zeit in London gelebt haben, hatten da andere Geschichten zu erzählen, die weniger nett klangen. Bei uns waren aber alle Kinder ganz lieb und wirklich höflich. Wir hatten aber auch genug Candy, nach zweimaligem Aufstocken jedenfalls.
Ich war ein paar Tage vor Halloween bei Safeway einkaufen und habe ein paar Tüten Süßigkeiten nach Hause gekarrt, von denen ich dachte, dass die wohl langen würden. Doch nachdem keine fünf Minuten nach Anbruch der Dunkelheit bereits die erste Welle an Kindern unseren Süßigkeitenvorrat um einen beachtlichen Teil hat schrumpfen lassen, ist Markus schnell noch mal los. Der Safeway liegt ja zum Glück nur einen Katzensprung entfernt. Nun waren wir gut gerüstet. Dachten wir. Es hörte einfach nicht auf zu klingeln. Vor uns standen kleine Prinzessinen, Spider-Men, Marienkäfer, Buzz Lightyears, Skelette, Vampire, Kürbisse (doch keiner so süß wie Nina!) und und und … Es nahm einfach kein Ende. Da wir uns nicht ausmalen wollten, was passieren würde, wenn wir als einziges Haus kein Candy mehr hätten, düste Markus ein zweites Mal los. Ich ging in den Treat or Treat-Pausen ein bisschen mit Nina als Kürbis auf dem Arm auf die Straße, wo ich auch unsere Nachbarn alle traf sowie sämtliche andere Leute, die aus allen Ecken zu kriechen schienen. Einige Erwachsene waren ebenfalls verkleidet und ich konnte feststellen, dass es entweder an Halloween lag, oder aber es in unserem County wohl nicht verboten ist, Alkohol offen auf der Straße zu trinken. Unsere Nachbarn erzählten von einer Party oben am Hügel, zu der sie gehen würden. Da Nina aber just an dem Abend schon sehr früh sehr müde war, habe ich Markus alleine hochgeschickt, da ich dachte, es könne nicht schaden, wenn er da mal vorbeischaut. Ein Fehler, wie ich sehr bald feststellen musste. Während ich versucht habe, Nina zu wickeln und umzuziehen und ihr die Milch zu geben, hat es ununterbrochen geklingelt und ich musste jedesmal vom ersten Stock nach unten wetzen, mal mit, mal ohne Nina, je nachdem in welcher An-/Um-/Ausziehphase wir uns gerade befanden. Als ich ihr die Milch geben wollte, habe ich mich einfach auf einen Stuhl an die Haustüre gesetzt und diese einen Spalt offen gelassen. Wenn jemand geklingelt hätte, hätte ich einfach gerufen, sie sollen die Tür aufmachen und sich selbst aus dem Süßigkeitentopf bedienen, der bereit stand. Doch genau in diesen fünf Minuten kam zum Glück niemand, so dass Nina in Ruhe trinken konnte. Markus kam dann aber auch bald wieder und 26 leere Süßigkeitentüten später war der Spuk dann auch vorbei und wir waren beide geschafft, aber sehr zufrieden (ein Kind meinte sogar “Oh wow, you got all the good stuff!” (Oh toll, ihr habt all die guten Sachen!”).
Mein persönliches Fazit ist: In den USA, wo an diesem Tag kein anderes Fest begangen wird (wie im Gegensatz zu Deutschland beispielsweise), ist das ein richtig nettes Fest für die Kinder, die wirklich einen Riesenspaß haben, und auch für die Erwachsenen ist es sehr nett. Und wer nicht mitmachen möchte (es mag ja auch nicht jeder Geld in Süßigkeiten investieren), der kann einfach ein Schild an die Haustür machen, dass es dort kein Candy gibt, und dann wird dort auch nicht geklingelt. Die meisten Häuser, in denen es etwas zu holen gibt, machen eh durch leuchtende Kürbisse oder andere Deko auf sich aufmerksam, wie ihr in unserer Halloween-Galerie sehen könnt.
Überraschenderweise wirkt Halloween hier im Land des Konsums übrigens gar nicht mal so kommerziell, man sieht zwar viele Süßigkeiten in den Lebensmittelläden, aber nach richtiger Deko abgesehen von ein paar Standardsachen muss man schon fast suchen. Was ich so gehört habe, wirkt es in Deutschland schon eher kommerziell, wahrscheinlich weil es doch noch nicht so bekannt ist wie hier. Egal, momentan sind wir hier und fürs nächste Jahr sind wir jetzt jedenfalls gewarnt, was die Menge an Süßigkeiten betrifft, die wir so auf Lager haben sollten, wenn es wieder heißt: Trick or Treat!

bisher 5 Kommentare 08. November 2007 Tina

Wine Country

Nach einer Menge Wochenenden, die wir primär mit Möbelkauf bzw. Einrichten verbracht hatten, war es heute (nach einem arbeitsamen Samstag) endlich soweit - der erste Ausflug ins Wine Country stand an. Als “Wine Country” wird ein Gebiet nordöstlich von San Francisco bezeichnet, das unter anderem die Weinkennern mit Sicherheit geläufigen Täler Napa Valley und Sonoma Valley umschließt. Insgesamt ca. 400 Weingüter befinden sich in dieser Gegend, die auf der roten Seite meist Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot produzieren. Auf der weißen Seite herrschen Chardonnay und Pinot Blanc vor, oft gibt es auch Gewürztraminer (wobei ich mich immer frage, wie der Durchschnittsamerikaner das so ausspricht). Und das Beste daran? Sonoma und die umliegenden Weingüter sind gerade mal 45 Minuten Fahrt von unserem neuen Zuhause entfernt. Da wir beide trotz bayrischem Blut bekennende Weinliebhaber sind, sind das paradiesische Zustände… wie sich heute zum ersten Mal gezeigt hat.

Vorab bemerkt: das Wetter ist immer noch großartig - Sonnenschein und ca. 20-22 Grad ist weiterhin ganz normal und in der Sonne kommt man noch gut ins Schwitzen. Unser erster Halt war nach gerade mal 30 Minuten Fahrt Sonoma selbst - ein malerischer, gemütlicher Ort mit unzähligen Boutiquen, Restaurants und - natürlich - Weinhandlungen. Nach einem Rundgang durch das Stadtzentrum (wo es unter anderem ein paar historische Gebäude aus der Zeit der ursprünglichen Besiedelung von Kalifornien zu bestaunen gibt) legten wir eine Mittagspause im Swiss Hotel ein. Das hat rein gar nichts mit Schweizern zu tun, lecker war’s trotzdem. Übrigens: wer noch nie ein Pulled Pork Sandwich gegessen hat, sollte das scheunigst nachholen! Bilder von unserem Stadtrundgang gibt es hier.

Danach begaben wir uns noch ein wenig ins Umland, um unsere erste Weinprobe zu absolvieren. Unsere Nachbarn hatten uns das Chateau St. Jean empfohlen, das sich nur 20 Minuten von Sonoma befindet. Der Besuch hat sich gelohnt - nicht nur ist die Anlage schön, auch die Weinprobe war sehr, sehr lecker. In den meisten Weingütern gibt es Weinproben, der Standardpreis ist oft $5 für 5-6 verschiedene Weine. Das gab es auch hier - nur sind wir gleich mal in die “Reserve” Weinprobe gestolpert, wo es die richtig guten Tropfen für $15 gab. Wir haben dann mal nicht nein gesagt… und es nicht bereut. Nebenbei haben wir auch noch gelernt, dass es dort (wie anscheinend in vielen der größeren Weingüter) Mitgliedschaften gibt. Die kosten nichts, allerdings muss man einmal im Quartal eine Probepackung von drei Flaschen Wein abnehmen. Bei der Qualität mit Sicherheit nicht weiter tragisch. Zudem gibt es 20% auf alle Weine, 10% auf allen Rest, exklusive Tastings etc. Früher oder später werden wir mit Sicherheit noch zuschlagen, aber da es unser erstes Weingut war, haben wir uns schweren Herzens noch zurückgehalten.

Auf der Rückfahrt haben wir noch einen Umweg genommen, um den Jack London State Park und Morton’s Warm Springs Resort für zukünftige Unternehmungen zu begutachten. Sind beide genehmigt. Der Rest der Rückfahrt wurde durch minütliche Photostopps unterbrochen. Die ganze Gegend ist unfassbar schön und erinnert tatsächlich sehr an die Toskana. Glaubt ihr nicht? Okay, wer denkt bei diesem Foto an Kalifornien?

Das ist ein Olivenölgut, das auf dem Weg nach Sonoma liegt, ca. 20 Minuten Autofahrt von Novato entfernt. Mehr Fotos von Sonoma County und Chateau St. Jean gibt es hier. Wir haben uns jedenfalls fest vorgenommen, den Sonntag Nachmittag zum Wine Tasting Nachmittag zu machen. Soviel Gutes vor der Haustür muss man einfach ausnutzen.

bisher 5 Kommentare 05. November 2007 Markus

Handschuh, amerikanischer


So sieht er aus, mein erster Baseball-Handschuh. Da sich die sportlichen Aktivitäten im Büro nicht nur auf Basketball zur Mittagszeit beschränken, sondern seit kurzem auch am Freitag Abend Baseball gespielt wird, musste ich mich natürlich auch entsprechend ausstatten. Gestern haben wir zum zweiten Mal gespielt. Ich bin definitiv schlecht… was nicht weiter erstaunlich ist, da ich mit vier Kollegen gespielt habe, die gemeinsam knapp 100 Jahre Spielerfahrung haben. Baseball gehört auf jeden Fall zu den Sportarten, die leichter aussehen, als sie sind. Allein schon, dass man den Ball mit seiner “schlechten” Hand faengt (die gute braucht man ja zum Werfen) ist eine echte Umstellung. Und diese Bälle sind hart! Beim ersten Versuch ist mir ein Ball auf den Unterarm geknallt - die Abdrücke der Nähte waren auch am nächsten Tag noch gut zu sehen. Und vom Schlagen brauche ich erst gar nicht anfangen. Von 10 (sehr leicht geworfenen) Bällen treffe ich vielleicht drei - und die nicht richtig gut. Aber ich bleibe dran, Spaß macht es jetzt schon - wie soll das erst werden, wenn ich es auch kann?!

bisher 6 Kommentare 03. November 2007 Markus

Happy Halloween!

Nina's 1st Halloween

bisher 8 Kommentare 01. November 2007 Tina

Piraten in der großen kleinen Stadt

Bevor ich mich zum zweiten Mal alleine ins Wochenende stürze, wollte ich doch noch kurz berichten, dass ich letztes Wochenende zum ersten Mal erfolgreich San Francisco unsicher gemacht habe. Allerdings ging das nicht so reibungslos, wie ich mir das gedacht hatte…

Nachdem wir den Beginn des Abends in der junggeselligsten Junggesellenbude verbracht hatten, in der ich mich je aufgehalten habe (2 Bewohner, 3 Fernseher, 3 Xbox 360, 2 PS3, 3 Wiis, 3 PS2, 1 Monopoly Herr der Ringe Edition, 1 Trivial Pursuit Herr der Ringe Edition), brachen wir gegen 22 Uhr zu viert auf. Die beiden wohnen in Pacific Heights, einem gepflegten Viertel in Innenstadtnähe… in dem es offensichtlich keinerlei Taxis gibt. Als verwöhnter New Yorker ist man gewohnt, zu jeder Tages- und Nachtzeit und in jeder Ecke Taxis zur Verfügung zu haben. Das ist in San Francisco offensichtlich anders. Zunächst mal mussten wir fast 15 Minuten laufen, bis wir zu einer Straße kamen, auf der überhaupt regelmäßig Taxis fuhren. Dann durften wir uns mit den Dutzenden anderen Leuten, die ebenfalls ein Taxi suchten, um die Fahrt prügeln. In der Zwischenzeit haben immer zwei von uns die Taxihotline angerufen - um nach 15 Minuten Warten regelmäßig aus der Leitung zu fliegen. Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben eine geschlagene Stunde gebraucht, um mitten in der Stadt ein Taxi zu bekommen.

Unsere miese Laune änderte sich allerdings schlagartig, als wir in Chinatown die Buddha Bar fanden, in der man tatsächlich Liar’s Dice spielen kann! Wer den zweiten Teil von Piraten der Karibik gesehen hat, weiß was ich meine, für alle anderen hier in Kurzfassung (wir spielten zu fünft): jeder Spieler hat einen Becher mit fünf Würfeln vor sich. Alle würfeln gleichzeitig, jeder kann aber nur seine eigenen Würfel sehen. Der erste Spieler macht eine Ansage, wieviel Würfel einer Zahl schätzungsweise insgesamt vorhanden sind, z.B. 7 Vierer. Der nächste Spieler muss ihn nun überbieten (mit z.B. 8 Vierern oder 7 Fünfern) oder, wenn er ihm nicht glaubt, ihn einen Lügner nennen. Daraufhin werden alle Becher aufgedeckt und gezählt. Wenn soviel oder mehr Zahlen wie genannt wurde auf dem Tisch liegen, verliert derjenige, der den anderen einen Lügner nannte, ansonsten eben der andere. Interessanter wird die Sache dadurch, dass die Einser “wild” sind, also jede Zahl annehmen, die am Ende gesucht wird. Der Verlierer muss einen Würfel abgeben, wer zuerst alle Würfel verloren hat, muss eine Runde zahlen. Richtig spaßig war es in dieser Bar - ich kann den Leuten auf Citysearch und Yelp nur zustimmen: Barkeeper Mark ist der Hit. Er moderiert das Ganze, sorgt für die richtige Zocker- und Trinkstimmung und spielt selber mit (wobei er natürlich nie verliert).

Alles bestens also… bis um 2.00 Uhr. Dann gingen die Lichter an und wir fragten uns, warum Mark schon so früh den brummenden Laden dicht macht. Naja, weil es ALLE tun! Offensichtlich gibt es in San Francisco tatsächlich eine Sperrstunde und ab 2.00 Uhr geht gar nichts mehr. Und schon wieder etwas, das man als verwöhnter New Yorker so gar nicht gewohnt ist. Wenn ich als verantwortungsbewusster Familienvater (jawoll!) nur alle Ewigkeiten mal ausgehe, dann erwarte ich das volle Programm! Naja, immerhin fanden wir noch einen kleinen Laden, der auch mitten in der Nacht noch exzellente Burger brät und traten versöhnt die Heimreise an. Im Auto eines Freundes, sonst hätte es vermutlich wieder länger gedauert…
Dieses Wochenende haben wir jedenfalls vorgeplant und fangen a) früher mit der Feierei an und b) bestellen uns weit, weit vorab ein Taxi, das uns hoffentlich zügig zu Mark und seinen Würfeln bringt. Can’t wait!

bisher 6 Kommentare 13. Oktober 2007 Markus

Regen!

Kaum lebt man sechs Wochen im Herbst hier, schon regnet es zum ersten Mal, ich glaubs ja gar nicht! Allerdings hat es jetzt um 23.00 Uhr immer noch 17 Grad, so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Wobei man den Tag nicht vor dem Abend loben soll, Januar und Februar soll es richtig oft regnen - und da hätte ich doch viel lieber Schnee…

bisher 4 Kommentare 10. Oktober 2007 Markus

Es wird …

Dieses Wochenende stand natürlich noch ganz im Zeichen des Nestbaus. Am Donnerstag habe ich noch meine theoretische Führerscheinprüfung eingeschoben und glücklicherweise bestanden (Markus hat die Prüfung noch vor dem Autokauf gemacht und auch bestanden), die praktische Fahrprüfung (müssen wir trotz deutschem Führerschein machen) steht noch aus.

Am Samstag waren wir dann in der Stadt (mit Stadt meine ich San Francisco) und haben in meinem Lieblingsladen Crate & Barrel zugeschlagen. Ich könnte diesen Laden bei jedem Betreten leerkaufen. Erstanden haben wir einen Schreibtisch und zwei Aktenregale sowie ein paar Deko-Gegenstände. Es fehlen aber immer noch jede Menge anderer Sachen, aber vorerst mal ist Schluss, zumindest für diesen Monat. Wir hoffen nur, dass wir im Herbst noch irgendwo Gartenmöbel erstehen, die meisten Läden haben ihre schon weggeräumt, obwohl man hier ja lange im Jahr draußen sitzen kann, wenn es die Temperaturen erlauben, die Sonne scheint hier wirklich jeden Tag, das ist schon genial. Die Regenzeit soll dann im Januar und Februar kommen.

Bei meiner “Endlich”-Liste habe ich übrigens neulich vergessen, dass ich endlich Fenster selbst öffnen kann. Ja, das war in NY leider nicht selbstversändlich bzw. ich konnte dort unsere Fenster tatsächlich nicht öffnen, da die viel zu schwer zum Anheben waren (sogar Markus hatte Mühe).

Bei unserem San Francisco-Trip haben wir übrigens festgestellt, dass wir an Tagen mit wenig Verkehr (wie es Samstag Mittag der Fall war) in nur 20 Minuten an der Golden Gate Bridge sein können. Mittag gegessen haben wir übrigens hier, ein superschönes Restaurant im französischen Stil im Hotel Monaco nahe des Union Square (fast direkt neben dem Clift, falls das manche kennen).

Fotos werden noch nachgereicht, aber davor gibt es noch einiges zu tun, und es ist noch mindestens ein weiterer Besuch bei Crate & Barrel fällig … Und sowieso heißt’s jetzt dann erstmal “O’zapft is”!

bisher 2 Kommentare 17. September 2007 Tina

Alles toll!

Seit gestern Nachmittag sind wir wieder online und wie ihr bereits meinem vorangegangenen Eintrag entnehmen konntet, fühle ich mich hier pudelwohl (Markus, der New York geliebt hat, aber auch!). New York finde ich toll als Tourist, aber das Leben mit Baby fand ich, zumindest in Manhattan, nach einer Weile schon etwas anstrengend (und nicht nur das Leben mit Baby, unsere Wohnung war einfach dauerüberhitzt durch schlechte Isolierung, was mir sehr auf die Nerven ging). Aber dass die Stadt an sich toll ist, kann ich nur unterstreichen.

Und auch wenn ich mich so fühle, als wäre ich schon ewig in Kalifornien, kann ich es irgendwie immer noch nicht glauben, dass wir so ein schönes Haus gefunden haben und noch dazu einen ganzen Batzen weniger Miete zahlen als in NY. Vorgestern bin ich abends im Bad vor Freude im Kreis gehüpft. Das Haus an sich ist so schön und es gibt außerdem so viele Annehmlichkeiten, die es noch viel toller machen. Ein Beispiel, sehr trivial, aber für mich toll, ist der Wasserhahn an der Badewanne. Der ist nämlich hoch und gebogen, so dass ich mir nach einem Bad wunderbar die Haare darunter waschen kann, ohne meine Haare in die Seifenlauge tauchen zu müssen (ich bin mir sicher, die Frauen der Schöpfung wissen, wovon ich rede). Und von solch vermeintlich trivialen Kleinigkeiten entdecken wir von Tag zu Tag mehr. Gestern Abend erst haben wir herausgefunden, dass man die Lichter im Wohnzimmer (die in die Decke eingelassen sind) und den Leuchter im Esszimmer (der schon drin war) dimmen kann. Außerdem hat die Waschküche ein eigenes Waschbecken, wo ich Ninas Karottenflecken vorbehandeln kann (spätestens jetzt klinge ich wahrscheinlich nach Desperate Housewife), und die Garage hat einen Extra-Bereich, um Sachen zu lagern (hier lagern alle Leute ihre Sachen in der Garage (wo trotzdem noch zwei Autos reinpassen), weil es ja keine Keller gibt). Die Küche ist so groß, dass nicht mal wir, die wir wirklich unzählige Kochutensilien besitzen, die Schränke vollkriegen, und die Badewanne in unserem Bad (es gibt sogar noch ein Gästebad) ist so groß, dass wir sogar zu dritt gut reinpassen. Überhaupt ist das ganze Haus sehr geschmackvoll gestaltet, sowohl vom Aufbau her als auch von Dingen wie Armaturen und bereits vorhandenen Lampen und Spiegeln. Ach ja, und gestrichen ist es auch genial (manche Räume haben weiße und stylisch braune Wände, bisschen schwer zu beschreiben, sieht aber wirklich gut aus). Ninas Zimmer ist cremefarben. Und der Eigentümer ist ganz nach meinem Geschmack, denn er hat die Bedienungsanleitungen zu wirklich ALLEN Sachen (Waschmaschine, Trockner, Ofen, Mikrowelle, Spülmaschine, Kühlschrank, Alarmanlage, Klimanlage etc.) fein säuberlich in einen Ordner geheftet und im Haus hinterlegt. So etwas lobe ich mir ja. Außerdem gibt es überall tonnenweise Lichter, dass ich immer noch nicht auf Anhieb weiß, welcher Lichtschalter welche Lampe(n) versorgt, und Steckdosen ohne Ende (in NY waren die z. B. in der Küche Mangelware). Und es ist so schön ruhig hier. Man hört wenn dann nur Kinder oder mal einen Hund bellen. Ich bin ja eigentlich ein Stadtmensch, aber nach einem Jahr mitten in NY ist das jetzt wirklich schön und mit Kind hat man ja plötzlich eh andere Prioritäten. Das Einzige, was wir bei der Besichtigung für nicht so ideal erachtet hatten, war der Teppich, der im ganzen Haus bis auf Küche, Bad, WC und Waschküche verlegt ist. Der Teppich ist zwar hell und nicht so ein Plüschteppich, wie er sonst gerne in amerikanischen Häusern zu finden ist, es liegt also nicht an der Farbe, aber wir mögen halt generell lieber Parkett, dachten dann aber, dass es für ein paar Jahre schon okay wäre und für Nina momentan eh besser. Jetzt allerdings finden wir es sogar ganz gut so wie es ist, denn Nina fühlt sich sichtlich wohl und es macht irgendwie mehr Spaß, mit ihr am Boden rumzutollen, wenn es schön weich ist. Und wenn sie mal das Treppensteigen lernt, muss man auch nicht dauernd Panik haben, dass etwas passieren könnte. Also soweit wirklich alles super im Haus. Heute Vormittag war ich mit ihr in einem kleinen Park, wo ein ganz netter Spielplatz ist und wo auch Bänke und sogar eine große Grillstation sind. Es gibt noch ein paar andere kleinere Spielplätze, allerdings sind auf denen keine Schaukeln, aber so weit war der große Spielplatz jetzt auch nicht und der Spaziergang dorthin ist eh ganz nett. Und keine 15 Minuten mit dem Auto entfernt ist der erste State Park, in dem man wunderbare kleinere Wanderungen machen und Mountain Bike Trails fahren kann. Heute Abend war ich noch spontan kurz zu Fuß im Safeway um die Ecke ein paar Kleinigkeiten einkaufen (der ist echt Gold wert) und auf dem Rückweg hab ich dann noch einen kleinen Plausch mit ein paar Nachbarn gehalten, die sich auf der Straße versammelt hatten.

Ich schreibe das alles natürlich nicht, um jemanden neidisch zu machen, es ist einfach nur so, dass ich mich momentan wirklich tierisch freue und so glücklich bin wie schon lange nicht mehr. (Nichtsdestotrotz freue ich mich aber auch schon wieder sehr über unseren nächsten Urlaub in Deutschland, denn mir fehlen Land & (meine) Leute schon sehr!) Der einzige Nachteil ist, dass es einmal ziemlich schwierig werden wird, wieder von dort auszuziehen und weniger Platz zu haben.
Um noch ein paar Eurer Fragen zu beantworten:
@chrisfan: Die Spedition hat die ganzen Kisten geliefert und jeweils in die richtigen Räume gestellt. Gestern war dann auch der Kabelmensch da und jetzt sind wir endlich wieder mit der Außenwelt verbunden. Wegen Nina: Da wir beide keine englischen Muttersprachler sind, reden wir Deutsch mit Nina, wurde uns auch so empfohlen (u.a. von der Kinderärztin). Englisch wird sie beim Spielen mit anderen Kindern und dann mal in der Preschool (wo die Kinder in der Regel ab 2 hinkönnen) aufschnappen. Vielleicht haben wir ja auch mal eine Nanny oder geben Nina in die Day Care, falls ich schon vor der Preschool wieder mehr arbeiten sollte.
@Irene: Das Haus hat 2,608 square feet (242qm). :-) Und wir müssen in der Tat noch ein paar Möbel kaufen (allein schon Gartenmöbel), aber das machen wir dann mal so nach und nach.
@Christine: Danke, freu mich sehr auf die Wiesn, ich war ja letztes Jahr zwangsabstinent und hab Nachholbedarf! Wenn wir dann wieder hier sind, haben wir übrigens vor, eine Oktoberfest Housewarming Party für die Nachbarn zu schmeißen, damit die gleich mal wissen, mit wem sie es zu tun haben. ;-)

bisher 12 Kommentare 13. September 2007 Tina

Endlich …

… Ruhe und Frieden.
… freundliche Leute.
… eine Waschmaschine mit mehr Einstellungen als nur Cold, Warm und Hot.
… eine Spülmaschine mit verschiedenen Programmen, die sowohl leise ist als auch sauber spült.
… ein programmierbarer Ofen.
… ein wunderschönes großes Bad.
… Mütter, mit denen man sich unterhalten kann, anstatt immer nur Nannys.
… Trader Joe’s, Whole Foods und große Supermärkte in der Umgebung (auch wenn ich Tante Agate vermisse).
… ein Garten zum Grillen, Rumhängen und Spielen für Nina (inklusive Kräuterbeet).
… ein großer begehbarer Kleiderschrank. :-)

… einfach nur wohlfühlen.

bisher 7 Kommentare 12. September 2007 Tina

Neue Heimat - Wohnungssuche und sonstige Neuigkeiten aus dem Golden State

Gleich mal vorneweg: Das hier ist unser neues Zuhause.

Haus

Das Haus liegt in derselben Siedlung (nur ca. 200 Meter entfernt) wie das andere, aus dem dann doch nichts wurde. Und auch, wenn das andere Haus wirklich auch sehr schön war, so hat alles letztendlich wieder einmal einen Grund gehabt. Das Haus ist dem anderen sehr ähnlich, hat aber eine noch tollere (wirklich riesige) Küche, ein noch schöneres Bad (und das andere war schon sehr schön), der Master Bedroom hat einen begehbaren Kleiderschrank und wir zahlen mal eben $300 weniger Miete als wir für das andere gezahlt hätten. Ach ja, und im Garten hat es neben der Terrasse sogar zwei Grünflächen (das andere Haus hatte nur eine) und sogar noch ein großes Kräuterbeet. Alles bestens also. Heute haben wir den Schlüssel bekommen und waren auch kurz drin. Danach haben wir noch kurz bei den Nachbarn geklingel, um uns vorzustellen. Die einen waren nicht da, bei den anderen hat eine supernette Frau die Tür geöffnet, die uns auch gleich hereingebeten hat. Die hat eine 3-jährige Tochter und einen 5-jährigen Sohn und anscheinend ist die ganze Straße (eine kleine Sackgasse mit ca. 10 Häusern) voll von Familien mit Kindern (gegenüber gibt es wohl eine Familie mit einem Baby etwa in Ninas Alter). Toll ist auch, dass Markus ins Büro radeln kann, so dass wir es wohl bei einem Auto belassen können (zwei wären finanziell auch etwas heftig so auf einen Schlag gewesen), es einen Supermarkt und ein Fitnessstudio mit Kinderbetreuung in Fußnähe gibt.

Wir sind sehr glücklich über unser neues Zuhause und haben über beide Ohren gegrinst, als wir heute noch mal durchgegangen sind. Die Häusersuche war überhaupt sehr interessant. Man konnte deutlich merken, dass wir nicht mehr in New York waren, aber nicht wegen der Preise, sondern wegen der etwas anderen Bewohner, die wir zum Teil angetroffen haben. Bei einem Haus haben wir erstmal einen Hirsch (so richtig mit Geweih) verscheucht, der sich gerade an den Mülltonnen zu schaffen machte, im Nachbargrundstück eines anderen Hauses lief gerade eine Kolonie wilder Truthähne durch den Garten, Pelikane sind über uns hinweggezogen und direkt vor dem Balkon unserer Übergangswohnung hat neulich ein Seehund ein Sonnenbad im Wasser genommen (die Wohnung liegt in einer Lagune). Eine sehr schöne Abwechslung zu dem Großstadtrubel, den wir die letzten 12 bzw. 18 Monate hatten. Momentan ist eh alles noch so ein bisschen wie Urlaub. Ich war gestern mit Nina nachmittags bei Sandra (die momentan auch nicht arbeitet) in Sausalito (gleich der erste Ort, wenn man von SF aus die Golden Gate Bridge überquert), und als wir so auf deren Hauptbalkon gesessen sind, von wo aus man einen Blick über die mit Segelschiffen gespickte Bucht hat, kamen wir uns wirklich vor wie im Urlaub. Wir sind dann noch runter in den Ort in ein Café, wo dann direkt am Tisch neben uns ein Foto-Shooting stattfand. Ein bisschen Glamour gibt es also auch hier.

Viele Bilder haben wir noch nicht gemacht. Hier gibt es ein paar mit dem Blick vom Balkon unserer Übergangswohnung (wer genau guckt, sieht auch den Seehund) und hier gibt es auch ein paar neue(re) Nina-Bilder. Die kleine Maus hat in dem ganzen Umzugstrubel auch noch einen neuen Zahn bekommen (der jetzt insgesamt 5. und endlich 1. Zahn oben) und ein weiterer (auch oben) wird wohl bald folgen. Die Nächte sind momentan recht anstrengend, aber das ist halt jetzt so. Tagsüber ist sie dafür zurzeit wahnsinnig süß. Sie grinst wirklich jeden an und streckt dann immer gleich ihre Hand den Leuten entgegen, als würde sie hallo sagen wollen. Ach, und fast hätte ich die Sensationsnachricht vergessen: Nachdem sie neulich plötzlich angefangen hat, “Deideideideidei” zu sagen, sagt sie seit gestern ”Mamamamamamamama” und “Bababababababababa”!!! Lustigerweise sagt sie wirklich beides oft hintereinander. 

Da wir morgen in unser neues Haus ziehen, werden wir bis Dienstag wieder offline sein, weil da erst der Mensch kommt, der uns den Anschluss einrichtet (Kommentare können wir aber per Blackberry freigeben ;-) ). Stay tuned.

bisher 15 Kommentare 08. September 2007 Tina

Noch kürzer

Autokauf, Haussuche, Führerscheinummeldung, Umzug ins neue Büro (Markus), zahnendes Kind (Bettina), Samstag bis Dienstag offline… bloggen ist derzeit leider nicht wirklich drin. Wir bitten weiter um Geduld, können aber auf jeden Fall schon mal sagen, dass sich momentan alles ganz hervorragend entwickelt. Bleiben Sie dran, Sie hören von uns!

bisher 2 Kommentare 07. September 2007 Markus

Nur mal kurz …

… weil wir die letzten Tage quasi offline waren (die Internetverbindung war sehr lahm, aber jetzt scheint’s mit Netzwerkkabel wieder zu gehen): Ich LIEBE Kalifornien (noch mal zur Erinnerung, falls es da Missverständnisse gab: Wir sind nicht direkt in SF, sondern in Marin County, so ca. 30-45 Minuten nördlich der Stadt)! Und NY (zumindest die Stadt) ist schon soooo weit weg. In Kürze dann mehr, versprochen!

bisher 9 Kommentare 05. September 2007 Tina

Zu perfekt

Wie gewonnen, so zerronnen. Wir hatten schon den unterschriebenen Mietvertrag in der Hand, als uns der Eigentuemer anrief - er sei in finanzielle Schwierigkeiten geraten und muesse das Haus verkaufen. Fuer schlappe $855,000 haetten wir es auch haben koennen… hat wohl nicht sollen sein. Eleganterweise schaffen wir es nun nicht mehr, im August noch einmal nach Kalifornien zu fliegen und muessen nun erstmal in eine Uebergangswohnung und von dort aus suchen. Bloed nur, dass alles, was wir bis jetzt gesehen haben, entweder teurer oder schlechter (meist beides) als dieses Haus war. Nun ja. Dann eben wieder von vorn.

jetzt kommentieren? 16. August 2007 Markus

Perfekt

Ohne Worte*:


*mehr Worte später, wir sind noch zu begeistert und fliegen jetzt erstmal wieder zurück. Glücklich und zufrieden.

bisher 18 Kommentare 12. August 2007 Markus

Starstruck in LA

Hier mal ein Beitrag explizit fuer meine Nichte Christina, die sich bei ihrem New York-Besuch schon darueber beschwert hat, dass wir nie Promis sehen, obwohl die Stadt doch eigentlich voll davon ist.

Liebe Christina,

nachdem dein Onkel die letzten 24 Stunden typischen Messewahnsinn erleiden musste (nach neun Stunden Messe fuenf Stunden Pressekonferenz-Generalproben, dann fuenf Stunden schlafen, dann zwei Stunden Pressekonferenz-Generalgeneralproble, dann Pressekonferenz um 8.00 Uhr morgens, dann neun Stunden Messe), durfte er es sich heute Abend nicht nur in einem der leckersten Japaner von Los Angeles den Magen vollschlagen (viel roher Fisch, das haette dir bestimmt ueberhaupt nicht geschmeckt), sondern am Nebentisch auch noch eines seiner absoluten Idole geniessen - den Meister persoenlich, Tony Hawk. Da war er gleich so happy, dass er den ganzen Stress davor wieder vergessen hat.

So ein Glueck!

bisher 4 Kommentare 13. Juli 2007 Markus

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