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Von Enzian bis Otto Rehhagel - Besuch in der Heimat (Teil 1)

Soooo, zunächst einmal will ich mich bei allen bedanken, die uns viel Spaß im Urlaub gewünscht haben - denn den hatten wir! Mir grauste es ja etwas vor dem ersten Flug mit Nina, zumal ich ihr gerne abends vor dem Start (Abflug war 20.00 Uhr) noch ihren Reisbrei füttern wollte, den ich aber immer erst frisch anrühre. Da Markus derzeit Senator-Status bei der Lufthansa hat, durften wir in die Senator-Lounge, wo es noch dazu ein kleines Extra-Zimmer mit zwei Sesseln, einem Tischchen und einem Fußschemel gab, das gerade leer war. Ideal also, um noch den Reisbrei zu verabreichen, was auch gut geklappt hat. Mit dem Kinderwagen konnten wir dann bis zur Flugzeugtür fahren, wo er dann vom Personal entgegengenommen wurde (und wo er dann beim Ausstieg auch gleich wieder bereitstand). Da wir über 1,5 Stunden Verspätung hatten, aber schon im Flugzeug saßen, schlief Nina relativ bald schon auf meinem Schoß ein. Als wir in der Luft waren, wurde dann das Bassinet in die Wand eingehängt und beim Umlagern wurde Nina gar nicht mehr richtig wach. Sie ist dann erst genau 59 Minuten vor Landung (wurde gerade angezeigt) wieder aufgewacht - bestens gelaunt, wie auch wir. Besser hätte es echt nicht klappen können. Am Ausgang warteten dann schon Markus’ Eltern und meine Schwester, die Nina gleich mit einem Lächeln begrüßte.

Die erste Woche wohnten wir in Ohlstadt (bei Garmisch-Partenkirchen) bei Markus’ Familie. Am Freitag, dem Ankunftstag (wir waren gegen Mittag zu Hause), wurde erstmal im Garten relaxed. Ach ja, Markus’ Mutter hatte von Verwandten im Schwarzwald jede Menge Baby-/Kindersachen (wie Schaukel, Wippe etc.) angeschleppt und war auch selbst noch von ihren Kindern bestens ausgestattet mit Stubenwagen, Wickeltisch etc., so dass wirklich alles und noch viel mehr da war, was man so brauchte. Echt ideal. Empfangen wurden wir übrigens mit einer bayerischen Brotzeit.
Am Samstag waren wir - man höre und staune - morgens erstmal joggen! Im Voralpenland gibt es wunderschöne Joggingstrecken und ich hatte mir extra ein Set an Laufklamotten mitgenommen, das ich dann auch gleich dalassen wollte für zukünftige Besuche. Ab mittags waren wir dann bei meiner Familie (danke auch für euren Besuch, Inge und Norbert!), wo sich meine Nichten und Neffen gar nicht satt sehen konnten an Nina. Meine Nichte Christina (14) schilderte ihre Pläne für ihren in Kürze anstehenden New York-Besuch so: ein Tag Sightseeing, zwei Tage Shoppen, zwei Tage Promisgucken. Schau mer mal …
Am Sonntag stand dann ein Besuch bei June & Jan an, die gerade frisch umgezogen waren. Es war sehr schön, dass wir euch trotzdem besuchen und endlich mal den kleinen Bennet kennen lernen durften!
Am Montag war dann Familientag in Ohlstadt angesagt, inklusive Markus’ Schwestern mit ihren Freunden und Markus’ Oma und Großtante. Es wurde gegessen und noch ein bisschen gegessen und zum Abschluss ein bisschen gegessen. Ach ja, und zwischenrein wurde noch gegessen, so dass Markus und sein Vater am Ende jeder vier Enzian kippten. Verdauung muss sein!
Am Dienstag war Feiertag und unser (ehemaliger) Kollege Klausi veranstaltete bei sich im Riesengarten ein Gartenfest, wo u. a. auch viele unserer alten gemeinsamen Kollegen aus den Activision-Zeiten zugegen waren. Das war natürlich sehr schön für uns, dass wir ein “AltesTeam”-Treffen machen konnten, ohne dafür in die Kneipe zu müssen (was mit Nina nicht so gut gewesen wäre).
Am Mittwoch stand dann Touri-Action auf dem Programm. Wir fuhren morgens mit dem Zug nach München und begaben uns dann - mit Digicam und Videokamera ausgerüstet - auf Sightseeing-Tour. Gestartet sind wir am Sendlinger Tor, sind dann über die Sendlinger Straße zum Marienplatz und von dort zum Viktualienmarkt, wo wir mittags im Biergarten eingekehrten. Zufälligerweise war an dem Tag gerade die 200-Jahr-Feier des Viktualienmarktes und zum Teil konnte man altertümliche Trachten und andere Kuriositäten entdecken (siehe der Herr mit dem Hochrad auf den Fotos). Von dort ging’s weiter Richtung Odeonsplatz und über die Brienner Straße und den Karolinenplatz zum Königsplatz. Vorbei am Lenbachhaus marschierten wir Richtung Take-Two-Büro, Markus’ ehemaliger Arbeitsstätte. Dort angekommen war Nina dann nicht mehr allzu guter Laune und hat ganz gut durch die Gänge gebrüllt. Letzendlich war aber nur das Geheimnis, dass sie in Ruhe was essen wollte, wie sich herausstellte. Von Take-Two aus ging’s dann per U-Bahn zum Hauptbahnhof, von wo aus wir zum Augustiner Biergarten gelaufen sind, wo wir eine fröhliche Inga, einen schlecht gelaunten Mirko und einen erkälteten Claus trafen. Wir blieben allerdings nicht sehr lange, da es dann Zeit für mich & Nina war, zum Zug zu eilen. Markus blieb in der Stadt und verbrachte zünftig in der Wirtschaft einen Herrenabend mit Claus, Mirko, Achim, HaJo und Dirk. Na ja, so zünftig war’s dann auch wieder nicht, da außer Markus fast alle nur Schorlen tranken (siehe Beitrag “Wir werden alt“).
Am Donnerstag war dann zur Abwechslung mal Faultag angesagt und wir taten den ganzen Tag gar nichts. Nur abends waren wir mit Markus’ Eltern im Nachbardorf beim Inder (der überraschend gut war und auch überraschend gut besucht).
Am Freitag wurde es dann nostalgisch - wir trafen uns mit unseren Freunden Bea & Alex im Feichtner Hof am Tegernsee - dem Ort unserer Hochzeitsfeier vor fünf Jahren. Nach dem Essen fuhren wir zum berühmten Tegernseer Bräustüberl und schlenderten ein bisschen den See entlang. Da wir noch eine Besorgung machen mussten, fuhren wir weiter nach Rottach, wo wir dann ein wenig durch den Ort wanderten, bevor wir uns wieder trennen mussten.
Am Samstag war dann für Markus der Urlaub erstmal wieder vorbei, er musste geschäftlich (und auch privat für einen Geburtstag) nach England und ich zog zu Claudia, Kikki & Emily in den Süden von München. Mit der zweiten Woche geht es morgen weiter in Teil 2. Die Fotos der ersten Woche könnt ihr aber schon mal hier betrachten (Ohlstadt-Umgebungsfotos kommen erst im zweiten Teil, da es sonst zu viele geworden wären …).

bisher 2 Kommentare 22. Mai 2007 Tina

Wir werden alt

Vorgestern waren wir auf einer Grillparty von Freunden eingeladen, auf der ich feststellen musste, dass die Parties heutzutage dann enden, wenn sie früher gerade erst langsam angefangen haben. Bereits gegen 19.00 Uhr waren ca. 3/4 der Gäste verschwunden, kein Wunder bei der Kinderdichte! Trotzdem ein sehr schönes Fest - und viel länger waren wir mit Nina natürlich auch nicht da.

Gestern dann war der übliche Herrenabend bei Münchenbesuchen angesagt. Während sich der weibliche Teil der Familie auf dem Heimweg zu Oma & Opa befand, trafen sich die üblichen Verdächtigen zum gemütlichen Umtrunk. Aber was früher nahezu garantiert in fröhliche Gelage ausartete, wurde diesmal zum… nun ja, Herrenabend. Ich rekonstruiere: der eine war krank (heiser), der andere stand unter Drogen (Rücken) - die beiden verbrachten den Abend mit einer erklecklichen Anzahl an Schorles. Der eine hatte am nächsten Tag Vorstandsmeetings (wichtig), der andere Monatsabschluss (zäh), der dritte Autoreparatur (früh) und ließen es deshalb ruhig angehen. Nur der Urlauber hatte am Tag darauf nichts vor und konnte ungestört Gas bzw. Bier geben. Lustig war’s natürlich trotzdem, aber das nächste Mal gibt es wieder einen Wochenendtermin, die Herrschaften. Und dann akzeptiere ich keinerlei Ausreden mehr!

Nachtrag: meine Frau weist mich gerade darauf hin, dass wir uns doch treffen, damit wir uns mal wieder sehen, nicht um uns wüst zu betrinken. Ich möchte hiermit in aller Deutlichkeit festhalten, dass das stimmt. Außerdem können wir auch ohne Alkohol lustig sein, jawohl. Zu meiner Verteidigung möchte ich anmerken, dass ich fast genauso selten dazu komme, das gute bayrische Bier zu trinken wie meine Freunde zu sehen. Insofern ist ja auch beides irgendwie wichtig. Oder so.

bisher 4 Kommentare 03. Mai 2007 Markus

Szenenwechsel

 

bisher 11 Kommentare 30. April 2007 Tina

Reisebericht

Für all die, die’s interessiert, folgt nun noch ein kleiner Reisebericht unseres Roadtrips: Losgehen sollte es eigentlich am Freitag in der Früh. Natürlich sind wir dann doch erst zwei Stunden später losgekommen, aber da es eh heftig am Regnen war, war das nicht so schlimm. Obwohl wir ein kurzes Frühstück hatten, führte der erste Weg erstmal zu einem Starbucks (da konnte man übrigens nicht sitzen, Opa ;-) ). Der Plan war, erst einmal unsere Sachen ins Motel (lag außerhalb) zu schmeißen und dann nach Philadelphia reinzufahren. Nur hatten wir leider nicht damit gerechnet, dass das Navigationssystem namens “Neverlost” sein Versprechen nicht halten wollte! Nach einer etwa 1,5-stündigen Irrfahrt (nachdem wir das Motel schon vor der Nase hatten - nur auf der anderen Highway-Seite) sind wir dann endlich angekommen. Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen und - es war dunkel. Ziemlich bald zumindest. Als wir nach Philly reinkamen, war es aber noch hell und Markus kannte kein Pardon und steuerte das Auto einmal quer durch die Stadt zu einer Bude, in der es angeblich das beste Philly Cheesesteak der Stadt gab. Es war auch ganz gut, allerdings hatte Markus auch schon besseres gegessen. Zurück im eigentlichen Zentrum des Interesses stiegen wir dann aus und liefen ein bisschen in der Gegend rum. Die Stadt ist schön, gemischt mit alten und modernen Gebäuden. Außerdem wurde hier die Verfassung unterzeichnet. Als es dann komplett dunkel war und wir soweit genug gesehen hatten, sind wir wieder zurück ins Motel, diesmal ohne Irrfahrten, und waren dann später noch die Straße runter bei Steak & Ale einen kleinen Happen essen.
Am nächsten Morgen ging es - natürlich - erst einmal wieder zu Starbucks. Opa, auch hier konnte man nicht sitzen. In Washington haben wir ohne Umwege das Hotel gefunden. Es lag auch außerhalb, hat $59/Nacht gekostet und war nigelnagelneu und edel! Wir haben uns aber nicht lange aufgehalten, sondern sind gleich weiter in die Stadt. Das Gute an Washington ist, dass viele der interessanten Gebäude an einem Fleck um die so genannte “Mall” liegen (nicht zu verwechseln mit einer Shopping Mall, wie mir das mal passiert ist, ahem …) und man alles gut zu Fuß erreichen kann. Wir haben uns das Washington Monument (den Obelisk) angeguckt, sind vorbei an einem großen Denkmal für die Gefallenen aus den 50 US-Staaten während des 2. Weltkriegs, weiter entlang des Reflecting Pools (in dem kein Wasser war) zum Lincoln Memorial. Von dort aus ging es über ein weiteres Kriegsdenkmal, diesmal für die Gefallenen aus dem Vietnamkrieg, weiter zum Weißen Haus. Das konnte man allerdings nur von hinten betrachten, da die Straße an der Vorderseite zwecks erwartetem Staatsbesuch gesperrt war (es stand auch ein Scharfschütze auf dem Dach). Danach sind wir nach einem (wahrscheinlich) weiteren Zwischenstopp bei Starbucks und einem kleinen Umweg vorbei an einer Jugendherberge, in der ich mal mit Eva war, zurück ins Hotel. Kurz frischgemacht und ab ging’s zum Essen in ein italienisches Restaurant, das nur paar Meter die Straße runter war. Am nächsten Morgen hat uns erstmal der kalte Wind ins Gesicht geblasen. Es war bitter-, bitterkalt und wir waren froh, dass wir das meiste schon am Vortag besichtigt hatten und den Nachmittag eh in einer Shopping Mall verbringen wollten. Wir sind also nur noch einmal kurz zum Kapitol, entlang der Mall (Museumsmeile) über das Washington Monument zum Weißen Haus (diesmal war die Straße wieder geöffnet), und dann vorbei am Pentagon ab in die Shopping Mall (Pentagon City Mall) in Arlington. Ich war vor vielen Jahren schon einmal mit Eva dort und hatte sie noch in bester (Shopping-) Erinnerung. Und mein Gedächtnis hatte mich nicht im Stich gelassen, es war immer noch genauso toll. Jeder von uns hat ein Teil erstanden und gegen späten Nachmittag ging es - nach einem letzten Abstecher zu Starbucks im Food Court der Mall … - wieder zurück nach Hause. Schee war’s und ich freue mich schon, im April mit Claudia (Markus’ Schwester) und Tobi denselben Trip wieder zu machen.

bisher 2 Kommentare 07. März 2007 Tina

Roadtrip

Die letzten 15 Tage waren Markus’ Eltern zu Besuch und vergangenes Wochenende haben wir einen Familienausflug - natürlich inklusive Nina - nach Philadelphia und Washington D.C. unternommen. Nina hat sich als beispielhaftes Reisekind erwiesen. Sie war im Auto ganz brav in ihrem Sitz und hat immer abwechselnd die Mama und die Oma angeguckt und sich von ihnen vollsäuseln lassen. Gemeckert hat sie wirklich nur, wenn sie Hunger bekam, aber das war meist dann, wenn wir eh Pause gemacht haben. Beim Rumlaufen in den Städten und abends beim Essen hat sie immer brav im Kinderwagen geschlafen, nur in der Shopping Mall in D.C. (da gibt es eine ganz tolle, die ich schon kannte) war sie ganz wachsam. Sie scheint offenbar schon jetzt ein Interesse am Shoppen zu entwickeln. Es waren tolle drei Tage und alles lief super, bis auf dass die Mama (das bin ich!) einen Teil von Ninas Bett (man kann den Co-Sleeper auch als Reisebett verwenden) in Philadelphia vergessen hatte, so dass wir am Sonntag auf dem Rückweg von D.C. noch mal dort anhalten mussten und Nina eine Nacht an Mamas Seite im Bett schlafen durfte. An dieser Stelle auch noch mal einen Gruß an die Schwiegereltern: Es war richtig schön mit euch und hat viel Spaß gemacht! Ihr dürft wiederkommen! Fotos von unserem kleinen Roadtrip gibt es hier.

bisher 2 Kommentare 07. März 2007 Tina

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