Posts gespeichert unter 'USA'

Bildstörung

Vielen Dank ESPN, dass ihr trotz des hier allgegenwärtigen Fußballdesinteresses* jedes Spiel der Europameisterschaft live übertragt. Aber wenn ihr noch einmal so wie heute in genau den zwei Minuten Bildstörung habt, in denen das entscheidende Tor fällt, dann laufe ich Amok!

*So sehr ich die New York Times auch liebe, aber dass sie am Freitag, gestern und heute genau 0 Worte über die EM im Sportteil (jeden Tag 8-12 Seiten) verlieren, nehme ich ihr sehr übel.

bisher 2 Kommentare 09. Juni 2008 Markus

Kreative Bierköpfe

Coors ist zwar eigentlich ein typischer Vertreter amerikanischen Wasserbiers und vom Geschmack her fast so schlimm wie Budweiser oder Miller, aber eines muss man dem Hersteller lassen: kreativ ist er schon. Hier zwei der neuesten Ideen, Biertrinken noch angenehmer zu machen.

1. Die Bierflasche mit eingebauter Temparaturanzeige

Die Flasche rechts zeigt das Bier bei Zimmertemperatur, die Flasche links kommt frisch aus dem Kühlschrank. Ab ca. 8° Celsius beginnt sich das Label zu verfärben, bei 6° ist es dann komplett blau (sic!) und hat somit die optimale Trinktemperatur erreicht. Das macht den Geschmack zwar nicht besser, aber die Idee finde ich trotzdem cool (schon wieder sic!).

2. Die Dose mit eingebauter Saufhilfe

Das hier ist ist vermutlich eher ein Gimmick und ich muss jedes Mal grinsen, wenn ich die Werbung höre. Die winzige Absenkung links neben der Öffnung soll nämlich dazu dienen, dass beim Trinken Luft zwischen Mund und Dose gebracht wird und es somit eine “smooth drinking experience” gibt… oder auf gut Deutsch: dass es halt schneller runtergezischt werden kann. Die Collegeboys beim Spring Break wird es freuen, auch wenn ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass das gut funktionieren kann. Zu einem Selbstversuch kann ich mich nicht so wirklich überwinden, da bleibe ich doch lieber beim guten Stella, aber falls mir mal bei einer Feier so eine Dose über den Weg läuft, werde ich diesen Beitrag noch updaten.

bisher 2 Kommentare 23. Mai 2008 Markus

Desperate Housewives

Gestern lief bei mir Desperate Housewives - aber nicht im TV oder auf DVD, sondern zusagen als Reality Show. Ich war am späten Nachmittag zum Playdate bei Lisa eingeladen, einer Nachbarin, die auf der anderen Seite unserer Sackgasse wohnt, zu der ein kleiner Feldweg führt. Mit dabei waren noch zwei andere Mums, wovon aber nur eine ihre Tochter dabei hatte, die andere kam eigentlich nur zum Weintrinken. Genau, so fing’s schon mal an: Ich war noch nicht mal eine Minute im Haus, da hatte ich auch schon ein Glas Rotwein vor der Nase stehen. Die Damenrunde kenne ich erst seit Kurzem, da sie irgendwie all ihre Playdates immer fröhlich mit Wein feiern, auch auf der Straße, und ich mal einen lustigen Kommentar gemacht habe, woraufhin ich gleich eingeladen wurde. So weit so nett. Alkohol lockert ja die Zunge, aber dass die Damen in meiner Anwesenheit gleich so locker sein würden, damit hatte ich nicht gerechnet, schließlich war ich ja zum ersten Mal mit dabei. Nachdem wir anfangs noch bisschen über die Kinder, unsere Männer, andere Männer (mir wurde ungefähr 20 Minuten lang von Iren vorgeschwärmt, die ja so charming, aber nicht gut zum Heiraten wären, da sie immer nur ohne ihre Frauen im Pub rumhängen wollen) und das Leben als Mum geredet haben, fing die eine, die auch noch Meredith hieß (der Name ist für mich Synonym für Frauen à la Desperate Housewives), plötzlich an, sie wolle gerne einen Boob Job (Brustvergrößerung) und wie das denn bei Jamie, der dritten im Bunde, sei, die offensichtlich schon einen hinter sich hatte. Ehe es mir geschah, liftete diese ihr Shirt und Lisa kreischte mich an, ich hätte gerade verpasst, wie Jamie ihre Brüste präsentierte (wenn auch wohl wenigstens mit BH), da ich gerade in die andere Richtung geblickt hatte, wohl schon aus weiser Vorausahnung. Meredith sah eh so aus, als hätte auch schon Herr Botox ein paar Mal guten Tag gesagt, daher war ich darüber nun auch nicht sonderlich überrascht, zumal ich bei ihr sofort den Eindruck hatte, als wolle sie ihr Alter nicht wahrhaben. Lisa meinte zu der ganzen Boob-Geschichte nur “Go for it, I’m all for it” (Mach doch, ich find das gut), ich hab mich an meinem Weinglas festgehalten. Wieder zurück in die Konversation fand ich, als das Thema sich plötzlich um 180° wendete und ich mich mit der sehr direkten Frage “Do Europeans hate Bush?” konfrontiert sah (die übrigens von Meredith kam). Ich dachte mir, was soll ich groß um den heißen Brei reden, und meinte einfach “Mmmm … yeah”. Mir wurde dann erklärt, dass Lisa Republikanerin sei (was ich davor an einigen ihrer Kommentare eh schon erahnt hatte) und Meredith Demokratin. Jamie war zu dem Zeitpunkt schon nach Hause gegangen. Wir haben dann noch ein bisschen diskutiert und sogar Lisa musste zugeben, dass es für das Ansehen der USA in der Welt wohl besser wäre, wenn der nächste Präsident ein Demokrat wäre. Als ich mit Nina nach Hause gegangen bin, wusste ich irgendwie nicht, ob ich den Abend gut, schrecklich oder beides fand. Auf Markus’ Frage “Wie war’s?” war meine Antwort nur “Sag ich dir morgen”, weil ich das erst noch mal verdauen musste. Heute bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir einerseits gut gefallen hat, weil die Atmosphäre sehr ungezwungen war (na gut, stellenweise etwas zu ungezwungen), ich oft viel mitzureden hatte, und sich die Kinder (die anderen beiden Mädels waren 19 bzw. 21 Monate) alle drei wirklich super verstanden und total süß miteinander gespielt haben. Da wir für die Kleinen auch Abendessen hatten, waren wir ziemlich lang dort und es gab bei den Mädels nicht einmal Streit ums Spielzeug. Andererseits weiß ich, dass ich zu Hause in München mit denen nichts zu tun hätte, dazu sind wir einfach zu verschieden. Ich denke, es ist okay, sich einmal alle drei Wochen oder so zu treffen, aber öfter brauch ich das glaub ich nicht. Allerdings liebt Nina es, über den Feldweg zu laufen, und da kann es gut sein, dass ich doch öfter mal unverhofft in irgendwelche Schönheits-OP-Gespräche gerate …

bisher 8 Kommentare 02. Mai 2008 Tina

Volltreffer

Wie hier schon erwähnt, spiele ich seit kurzem im firmeneigenen Softballteam mit. Naja, “mitspielen” ist der falsche Ausdruck, bis jetzt habe ich nur zugesehen, um einen besseren Einblick in den Ablauf zu bekommen. Zwei Jahre Baseball-Schauen helfen, aber live spielen ist halt dann doch etwas anderes. Am Montag war es dann aber soweit - einige Stammspieler waren ausgefallen, so dass ich hochnervös meinen ersten Auftritt hatte. Hochnervös nicht deshalb, dass ich schlecht spielen würde (das wusste ich schon vorher *g*), sondern weil ich immer noch nicht alle Regeln bis ins Detail kenne und keine Lust hatte, mich zu blamieren. Letztendlich ist dann doch alles gut gelaufen, als Catcher hat man es beim Softball relativ leicht, nur die 3x, die ich “at-bat” war (also den Ball schlagen musste), brachten mich doch sehr zum Schwitzen. Immerhin (und ich entschuldige mich im Voraus bei allen, die sich mit Baseball-Jargon nicht so gut auskennen) hatte ich einen earned walk, einen run und tatsächlich auch einen hit. Keinen guten hit, aber getroffen ist getroffen, besonders im ersten Spiel überhaupt. Und da einer der Kollegen immer fleißig mitfilmt, ist der Treffer sogar für alle Zeiten in den Tiefen des Internets verewigt:

dfd

Auch wenn ich noch so meine Schwierigkeiten habe, macht es jede Woche mehr Spaß - und das nächste Video zeigt dann hoffentlich irgendwann mal meinen ersten Homerun!*

*Man wird doch noch mal träumen dürfen…

bisher 5 Kommentare 01. Mai 2008 Markus

Zielgruppenwahlkampf - UPDATE

UPDATE: So, nun sind die Kommentare also freigeschaltet (und offen für weitere Kommentierung). Als ich die Spots zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich einen ähnlichen Eindruck wie die meisten hier: Obama ist sympathisch (weil er nicht so bemüht rüberkommt), Hillary unpassend (Mütterchenhalstuch, aber pseudocoole Wrestlingsprüche) und John McCain ist völlig unerträglich (anbiedernd und prollig). Triumphierend habe ich die Spots Tina gezeigt, nach dem Motto “Haha, schau dir mal an, wie sich Hillary und McCain zum Affen machen”. Meine schlaue Frau hat mich jedoch auf ein dezentes Detail aufmerksam gemacht: die Zielgruppe! Wenn man sich nämlich einmal überlegt, wer sich Wrestling so ansieht - wenn es nicht gerade Kids sind, primär… nun ja, die “Unterschicht”, und sich mal in einen amerkanischen Redneck hineinversetzt, der sich zu Hause im Trailer ein bis drei Sixpacks Budweiser und dazu Wrestling reinzieht (gut, das ist nun ein wenig arg überspitzt dargestellt, aber ihr wisst schon, was ich meine), dann ergibt sich auf einmal ein anderes Bild: Obama wirkt ein wenig linkisch und viel zu intellektuell und McCain ist der coole Hund, der einfach mal Klartext redet. Introducing Osama bin Laden to the Undertaker? Hell yeah!! Nur Frau Clinton macht mit diesem Auftritt fürchte ich weder bei der Zielgruppe, noch bei unsereiner einen Stich…

* * *

Wie ja sicherlich allgemein bekannt, ist der Kampf um die Präsidentschaftskandidatur zwischen Obama und Hillary immer noch nicht entschieden. Anfang der Woche fanden wichtige Vorwahlen in Pennsylvania statt, und da dort ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung eher Arbeiter als Angestellte sind, hatten die PR-Teams aller Kandidaten die Idee, dass es doch prima wäre, die Zielgruppe dort zu addressieren, wo sie sich mit am liebsten aufhält: vor dem Fernseher, beim Wrestling gucken. Am Montag lief ein wichtiges Match zwischen irgendwem (Wrestling fand ich zuletzt mit 13 Jahren toll) und zwischendrin gab es dann also Videobotschaften für die Fans. Und die sind definitiv sehenwert, aus verschiedenen Gründen, aber dazu gleich mehr. Jetzt schaut doch erstmal:

Ich wollte eigentlich gleich meine Meinung dazu äußern, aber als ich Tina die Videos gezeigt habe, stellte sich schnell heraus, dass man eine sehr unterschiedliche Meinung zu den Auftritten der Kandidaten haben kann. Insofern machen wir das mal anders. Wir sagen später, was wir aus “amerikanischer” Sicht davon halten, aber zuerst würden uns mal eure Meinungen interessieren, also her mit den Kommentaren! Wir werden sie erst in 1-2 Tagen freischalten, damit niemand beeinflusst wird, und ich bin schon gespannt, wie unterschiedlich (oder eben gleich) die Auftritte gewirkt haben.

bisher 9 Kommentare 28. April 2008 Markus

Nix spreche Deutsch

Ich habe die gute New York Times in diesem Blog schon so oft lobend erwähnt, dass es glaube ich nun auch legitim ist, mal kräftig über sie abzulästern. Ich habe keine Ahnung, wie groß die Redaktion ist, bei einem derart renommierten Blatt ist sie sicher riesig. Und ich bin mir sicher, dass irgendjemand in dieser Redaktion Deutsch spricht, oder jemanden kennt, der Deutscher ist. Ist es denn wirklich so schwer, jemanden zu fragen, der sich mit der Sprache auskennt, bevor man so etwas abdruckt?

Älteste braurei der welt? “Älteste” ist richtig geschrieben, aber “welt” ist offensichtlich zu schwierig? Das kann doch wohl wirklich nicht wahr sein. Ich frage mich, was die Süddeutsche für Leserbriefe erhalten würde, wenn in einem ähnlichen Text “Die amerikanische Brauerei Yuengling (”Amerikas’ Oltest brewerei”)” zu lesen wäre. “Unprofessionell” wäre vermutlich noch die höflichste Bezeichnung. Hm, vielleicht sollte ich doch mal den ersten Leserbrief meines Lebens schreiben?

bisher 6 Kommentare 23. April 2008 Markus

Deutsch-Amerikanische Ostern

Erst einmal nachträglich noch an all unsere Leser “Frohe Ostern”!

Unser Wochenende stand wahrhaftig im Zeichen der Osterfeiertage, denn so geostert hat es bei uns (also Markus und mir, Kindheit ausgenommen) noch nie. Karfreitag war hier leider kein Feiertag und so musste Markus arbeiten. Ich hatte aber Besuch von meiner ehemaligen Schulkollegin Marion und ihrer Tochter Lucie, die ja so alt ist wie Nina.

Am Samstag haben wir auf dem Weg nach San Francisco in Sausalito angehalten, wo es in einem kleinen Park am Wasser eine Easter Parade gab, wo wir u.a. auch Emma, Matthias und Mia trafen. Es gab eine Eiersuche (die wir aber verpasst haben), einen “echten” rosa Easter Bunny (mit dem man sich ablichten lassen konnte) und einen Sänger, der die Kids unterhalten hat. Nachdem wir das obligatorische Foto mit dem Osterhasen (vor dem Nina aber etwas Angst hatte) gemacht haben und noch ein paar Liedern gelauscht haben, sind wir aber recht bald wieder gefahren, da Nina anfing, den Leuten die Ostereier aus den Körben zu klauen. ;-) Na ja, in Wirklichkeit mussten wir noch in der Stadt was besorgen. Spätnachmittags und abends war Ostereierfärben und dann Backen, Backen, Backen angesagt. Ich wollte zwei Osterfladen (einen für eine Einladung bei Nachbarn und einen für uns) sowie einen Osterhasenkuchen machen, was ich dann gegen 1.30 Uhr nachts auch endlich vollbracht hatte. Der Hasenkuchen sollte eigentlich nur einen dekorativen Zweck erfüllen, und auch wenn ich es leider nicht mehr geschafft habe, ihn so zu verzieren, wie ich eigentlich vorhatte, ist er dennoch ganz nett geworden.
Am Sonntag waren wir mit zwei anderen Nachbarsfamilien zum Frühstücken bei Nachbarn gegenüber eingeladen. Presley, die in Ninas Alter ist, und Nina bekamen bei der Ostereiersuche einen kleinen Vorsprung. In den USA, oder zumindest in Kalifornien, ist es übrigens üblich, die Eier einzeln zu verstecken, nicht als Nester. Die Kinder laufen dann mit Körben bewaffnet kreuz und quer durch den Garten. Die Eier sind außerdem alle wiederum in mittelgroßen Plastikeiern versteckt, quasi wie ein Überraschungsei, nur dass sich hier die Süßigkeit im Inneren des Plastikeis befindet. Das kommt wohl daher, dass die Kinder hier statt Schokoeiern eher Jelly Beans etc. bekommen, die man schlecht einzeln verstecken kann. Außerdem können die Süßigkeiten so nicht schmelzen. Mittags sind wir wieder nach Hause und nach Ninas Mittagsschlaf ging dann die Ostereiersuche für sie in unserem Garten los. Allerdings war Nina nach dem Aufwachen urplötzlich derartig verschnupft und vertrieft, dass sie erst gar nicht recht suchen und danach nicht mal ihre allererste Schokolade probieren wollte. Wir sind dann, obwohl es herrlichstes Wetter war, wieder ins Haus, weil es Nina draußen fast zu heiß war (sorry! ;-) ). Wir haben uns an den geschmückten Ostertisch gesetzt, wo Nina dann überglücklich war, obwohl sie wirklich sehr elend dreinschaute. Immerhin gab es auf dem Tisch kleine Vögelchen, Küken und Hasen zu bestaunen und als dann noch der Osterfladen schmeckte, ging es ihr gut. Ausnahmsweise bekam sie auch ihren Schlafbärli und ihren Schnulli in die Hand gedrückt, was wohl auch geholfen hat. Abends haben wir Nina, nachdem sie mit überraschend großem Appetit Spaghetti Bolognese verputzt hat, früher ins Bett gesteckt und dann das Abendessen zubereitet. Es gab deutsches Brot (vom Farmers Market in San Rafael, wo es einen deutschen Stand gibt), Fleischpflanzerl, Kartoffelsalat, gefüllte Eier, gefärbte Eier natürlich (gekocht), Wurst, Käse und gutes bayerisches dunkles Weißbier von Hopf (das hier schlanke 3$ die Flasche kostet). Alles in allem würde ich sagen war es ein gelungenes Osterfest mit der kleinen Ausnahme, dass es Nina nachmittags leider nicht so gut ging. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn sie das alles viel bewusster mitbekommt und vielleicht schon der Mama beim Eierfärben hilft … Fotos von unserem Osterwochenende gibt’s übrigens hier.

Nachtrag vom Ostermontag: Heute ging es Nina schon wieder viel, viel besser. Vielleicht hatte es was mit dem Zahnen zu tun, denn heute hat sie dafür gesabbert ohne Ende. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Unglaublich, aber ich glaube, unser Kind mag keine Schokolade. Sie hat vier Mal zu unterschiedlichen Zeiten ein Stückchen probiert (zum Teil unterschiedliche Schoki), aber sie hat jedesmal das Gesicht verzogen und die Schokolade mir gegeben … Na ja, ist nicht wirklich schlimm, der Sinneswandel kommt bestimmt noch früh genug. Am Kränkeln lag es jedenfalls nicht, sie hat mit Freude Keks und Ostfladen gegessen …

bisher 6 Kommentare 25. März 2008 Tina

Kurioses II

In Amerika begegnet man ja am laufenden Band Menschen mit deutsch klingenden Nachnamen. Doch diesen Nachnamen habe ich glaube ich selbst in Deutschland noch nie irgendwo gesehen.

bisher 7 Kommentare 16. Februar 2008 Tina

Ich mag Toyota

Heute ist der 5,000-Meilen-Check bei unserem gar wunderbaren Highlander faellig. Eigentlich hasse ich ja sowas, aber erstens dauert das Ganze nur 1,5 Stunden, zweitens gibt’s frischen Kaffee und drittens kostenloses Wireless Network. So laesst sich’s aushalten. Theoretisch wuerde mich der kostenlose Shuttleservice auch ins Buero fahren und spaeter wieder abholen, aber so ist es mir noch lieber. Hurra Service!

bisher 1 Kommentar 15. Februar 2008 Markus

Keine Verbindung

“We’re sorry, your call cannot be connected this time. All circuits to the international country you’re calling are currently busy.”

Uhm, wie bitte?! Ich will doch nicht nach Ruanda telefonieren, sondern nur meine Eltern in Deutschland anrufen? Tja, muss ich wohl einen Brief schreiben und der nächsten Postkutsche mitgeben. Hoffentlich klappt das wenigstens - die Apachen sind derzeit etwas unruhig…

jetzt kommentieren? 06. Februar 2008 Markus

Es ist soweit!


Und ich bin bereit…

bisher 6 Kommentare 03. Februar 2008 Markus

Kundendienst vom Allerfeinsten

Den Preis für den besten Kundendienst aller Zeiten hat sich hiermit die (übrigens auch sonst sehr empfehlenswerte) Firma Williams-Sonoma verdient. Und das kam so:

Ich bin nun wahrlich nicht der gebohrene Heimwerker. Eigentlich mehr so das genaue Gegenteil, womit ich ganz schön aus der Art schlage: fast alle Männer der Verwandtschaft sind beruflich irgendwie mit mehr oder weniger handwerklichen Dingen beschäftigt und wenn mein Vater nicht mindestens einmal im Jahr eine Sauna oder einen Wintergarten bauen oder mindestens 1-2 Räume im Haus komplett renovieren kann, wird er rastlos. Ich dagegen hatte, als ich von zu Hause ausgezogen war zunächst schon größte Schwierigkeiten, eine Lampe einzubauen… Inzwischen ist es zumindest ein bisschen besser geworden, ein großer Heimwerker wird aus mir aber sicher nicht mehr werden.

Möbel zusammenbauen konnte ich dagegen eigentlich schon immer relativ gut - wie mit Sicherheit die meisten Mitleser hier, bin ich durch jahrzehntelange IKEA-Erfahrungen gestählt. Wir versuchen zwar inzwischen nach Möglichkeit zu vermeiden, uns mit IKEA einzurichten (irgendwann ist ja auch mal gut), aber auch andere Firmen haben bekanntermaßen inzwischen gemerkt, dass sich vortrefflich Lagerplatz und Arbeiterlohn sparen lässt, indem man den Kunden selbst arbeiten lässt.

So eben auch Williams-Sonoma, neben Crate & Barrel und Pottery Barn einer unser Lieblingsläden, was Wohnungseinrichtung angeht. Zum ersten Mal überhaupt leben wir in einem Haus, das die Anschaffung eines Frühstückstisches erlaubt und nach langer Zeit sind wir vor kurzem endlich fündig geworden. Billig war er nicht gerade, aber wir werden ihn ja täglich benutzen und er soll ja auch ein bisschen halten. Geliefert wurde er in einem großen, schweren und natürlich flachen Karton. Das Zusammenbauen beschränkte sich allerdings glücklicherweise auf das Anmontieren der vier Füße, die wiederum von zwei Metallringen gestützt wurden. Kinderspiel. Für normal begabte Menschen jedenfalls. Ich wiederum schraubte nach einem kurzen Blick auf die Anleitung (die Betonung liegt auf “kurzen”) mit Begeisterung los. Beine mit jeweils zwei Schrauben an der Unterseite des Tisches befestigen, kein Problem. Fertig. Nächster Schritt: Stützringe mit jeweils vier Schrauben an den Beinen besfestigen, kein Prob… Moment. Die Schrauben sind ja viel zu kurz! Oh, habe ich wohl die Beine mit den falschen Schrauben anmontiert. Naja, ärgerlich, aber kein Problem. Beine wieder abschrauben, Schrauben austauschen, anschrauben, Ringe montieren, fertig. Begeistert, dass alles relativ problemlos gelaufen war, rief ich Tina, mit der ich dann den Tisch umdrehte, auf die Beine stellte… und zur Salzsäule erstarrte. Wie technisch begabte Menschen vermutlich schon seit einigen Sätzen wissen, hatten sich natürlich alle zu langen Schrauben sauber durch den Tisch gefräst und acht wunderschöne, ausgefranste Löcher fabriziert. Somit war der nagelneue Tisch komplett unbrauchbar. Hurra! Was tun? Reparieren war nicht möglich, immer eine Tischdecke zu verwenden war auch keine Option. Ein Blick auf den Beipackzettel verriet, dass es eine Kundendienst-Hotline und -Emailadresse gibt, aber was sollte das groß bringen? Schließlich war mehr als deutlich klar, dass ich den Tisch durch eigenes Verschulden ruiniert hatte. Ohne große Hoffnung auf Erfolg schrieb ich dennoch eine Email, in der ich das Problem schilderte. Das Einzige, was mir einfiel, um die Schuld zumindest ein kleines bisschen von mir abzuwälzen war die Anmerkung, dass die vorgefertigten Löcher zwar an den Seiten mit Metall ausgekleidet waren, damit man es mit dem Festschrauben einfacher hat, sie aber keine Blockierung hatten, um zu lange Schrauben am Durchbrechen zu hindern. Technisch begabte Menschen liegen mit Sicherheit schon lachend am Boden - ich weiß selbst, dass die Ausrede sehr billig ist, aber versuchen kann man es ja mal.

Tja, was soll ich sagen: keine 24 Stunden später kam eine Emailantwort, dass ich mich für weitere Details bei einer telefonischen Kundendiensthotline melden sollte. Dort entschuldigte sich der Mitarbeiter sehr für meine Unanehmlichkeiten mit ihrem Produkt (technisch begabte Menschen bekommen vermutlich langsam Atemnnot) und bat mich, den Tisch wieder auseinanderzubauen, in die Originalverpackung zu stecken und vor die Tür zu legen. Am nächsten Morgen kam UPS vorbei und nahm den Tisch mit. Die Lieferscheinnummer musste ich der Hotline mitteilen, die noch am selben Tag einen brandneuen Tisch verschickte, der gestern eintraf und seit wenigen Minuten fertig und korrekt zusammengebaut unsere Küche schmückt:

Innerhalb einer Woche wurde die Ware ausgetauscht, ich musste weder den Tisch noch eine Bearbeitungsgebühr bezahlen, selbst die zusätzlichen Lieferkosten wurden komplett übernommen. Ich bin derart begeistert, dass ich mir fest vorgenommen habe, zum ersten Mal in meinem Leben einen freundlichen Brief an eine Firma zu schreiben. Soviel Service muss einfach mal lobend erwähnt werden.

Und die Moral von der Geschicht’? Egal, wie dumm man sich hierzulande anstellt, man sollte zumindest fragen - die Mischung aus extremer Kundenfreundlichkeit und Servicegedanken sowie vermutlich der Sorge davor, wegen dem kleinsten technischen Mangel verklagt zu werden scheint schon fast zu garantieren, dass man sorgenfrei stümpern kann.

bisher 3 Kommentare 27. Januar 2008 Markus

Eine andere (Winter)welt

In den bald 20 Jahren, die ich jetzt schon snowboarde (ja, ich werde alt) habe ich schon viele Skigebiete in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich gesehen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind sich eigentlich alle sehr ähnlich. Hierzulande ist dagegen zwar nicht alles, aber doch sehr vieles anders. Das beginnt schon mit dem Ticketkauf bzw. den Tickets selbst. Ich bin es schon seit vielen Jahren gewöhnt, dass man nur noch eine Karte erhält, die man sich in die Jackentasche steckt und damit bei einem Drehkreuz automatisch die Schranke öffnet. Hier dagegen bekamen wir das Ticket als Aufkleber in die Hand gedrückt. Aufgrund unserer verdutzten Nachfrage, wie das genau funktionieren soll, drückte uns die freundliche Kartenverkäuferin einen wie ein langgezogenes Dreieck geformten Draht in die Hand. Dieser musste durch einen Reißverschluss gezogen und dann der Ticketaufkleber so darauf geklebt werden, dass dieser den Draht verschloss. Etwas schwierig zu erklären, ich hoffe es ist einigermaßen verständlich? Auf jeden Fall sollte durch diese technisch hochwertige Vorrichtung vermieden werden, dass man Mehrtageskarten untereinander austauscht (weswegen das Anbringen an Jacken auch gleich ganz untersagt ist). So ausgerüstet marschierten wir zur Gondel, wo wir von freundlichen… Kartenknipsern erwartet wurden. Kein Scherz, die Karten werden jeweils einmal am Tag gelocht und somit entwertet. Willkommen zurück im 20. Jahrhundert!

Ähnlich antiquiert präsentierten sich auch die Lifte - von der Startgondel mal abgesehen gibt es in Squaw Valley ausschließlich Sessellifte. Das wäre ja im Prinzip nicht weiter schlimm, nur besitzt keiner dieser Lifte Bügel, um die Füße abzulegen. Für Skifahrer mag das ja noch halbwegs in Ordnung sein, aber wenn man als Snowboarder zum Teil bis zu 10 Minuten mit einem doch ein paar Kilo wiegenden Snowboard an einem Bein baumelnd in einem ungepolsterten Sitz zubringen muss, dann ist das doch leicht unentspannt. Besonders lustig waren die ältern Zweiersessel, die gleich überhaupt keinen Bügel aufzuweisen hatten (also nicht einmal ein Bügel über den Schoß). Wenn man bei ordentlichem Wind in einem schwankenden Sessel ca. 20 Meter über dem Boden schwebt, wird einem durchaus auch mal ein wenig anders zumute. Offensichtlich haben die Amerikaner damit keinerlei Probleme, wir waren oft die Einzigen, die die Bügel überhaupt benutzten, selbst Familien mit Kinder fuhren frohgemut und nicht im Geringsten gesichert gen Gipfel. Wir haben uns wirklich gewundert, wie das im klagewütigen Amerika funktionieren kann… bis wir das Kleingedruckte auf den Tickets gelesen haben. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir mit dem Kauf der Karte ungefähr sämtliche Rechte aufgegeben hatten und selbst der Tod durch Absturz etc. mehr oder weniger immer unser eigenes Problem sei. Na dann.

Aber genug genörgelt, es gibt auch positive Unterschiede! Und nein, ich meine damit nicht nur die Burger für die Mittagspause. Absolut genial fand ich, wie das Gebiet aufgebaut war. Es mag eine Spezialität von Squaw sein, aber wenn man mal einen Blick auf die Karte wirft, fällt eines sofort auf: wo sind denn die Pisten? Die gibt es zwar, aber da das gesamte Gebiet sehr offen ist, bleibt es einem selbst überlassen, ob man auf einer der zahlreichen Pisten, im Tiefschnee dazwischen oder gleich in komplett ungespurten Bereichen (back country) fährt. Klar gibt es auch Bereiche, in die man wegen Lawinengefahr gar nicht fahren sollte, die sind dann aber auch speziell gekennzeichnet. Ansonsten ist Eigenverantwortung angesagt (siehe Ticketwarnung): wenn es irgendwo steil und felsig bergab geht, steht da nicht “Zugang verboten”, sondern “Cliff area - experts only”. Der Anfänger bleibt auf der Piste, für alle anderen gibt es kilometerweise Gelände zu erforschen, was an Tagen wie gestern, an denen es tonnenweise Neuschnee und dank Schneetreiben wenig Fahrer gab unfassbar schön war. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Schwünge in absolut jungfräulichen Schnee gezogen… ich will zurück in die Berge!

jetzt kommentieren? 23. Januar 2008 Markus

Winterliche ABM

Wir verbringen gerade ein grandioses langes Wochenende am wunderschönen Lake Tahoe, ca.4 Stunden Autofahrt von Novato entfernt (dazu später hoffentlich mehr) und ich kann mir endlich meinen Traum erfüllen, in einem der legendären Skigebiete der USA snowboarden zu gehen. Ich fahre dieses Wochenende in Squaw Valley, einem relativ großen Gebiet nur 15 Minuten Fahrt von unserer Unterkunft entfernt. Wie eigentlich alle Gebiete hier ist es sehr snowboardfreundlich (vor 10 Jahren waere ich beim Anblick der großzügig angelegten und perfekt geshapeten Snowboardparks in ausgiebige Extase geraten), und die Tatsache, dass es in den Restaurants auf der Piste frisch gebrutzelte Burger gibt, begeistert mich auch heute noch.

Weniger begeisternd, aber doch immerhin amüsant ist dagegen das amerikanische System, die Schlangen an den Liften möglichst kurz zu halten. Bei einem Sechserlift sieht das dann so aus, dass es eine 4er- eine 3er- eine 2er und eine Einzelreihe gibt, in die man sich je nach Gruppengröße anstellt. Am Ende dieser Reihen stehen dann zwei Jungspunde, die mit lautem Geschrei die Gruppen aufteilen (”Ihr drei mit den zwei und dem einzelnen, gogogo!”). Das würde sogar theoretisch funktionieren… wenn denn das Ganze auch am Ende der Schlange stattfinden würde, und nicht nach ungefähr der Hälfte. Denn nach all der Einteilung muss man noch ca. 20m und um eine große Kurve… was natürlich den Erfolg hat, dass vorne am Lift keiner mehr weiß, wer mit wem sitzt und am Ende doch wieder jeder zweite Lift nur halbvoll losfährt. Aber immerhin: bei ca. 15 Liften sind damit schon wieder gut zwei Dutzend Arbeitsplätze geschaffen. Yay.

bisher 2 Kommentare 21. Januar 2008 Markus

Ich glotz TV… egal wo!

So langsam ärgere ich mich, dass ich keinen Fotoapparat mitgenommen habe. Für Bilder aus dem Winter Wonderland Minneapolis allein hätte es sich schon gelohnt, aber was es hier in meinem Hotelzimmer gibt, passt so wunderschön in die Abteilung “typisch amerikanisch”: neben einem dicken 40-Zoll-Plasma-TV im eigentlichen Zimmer gibt es doch tatsächlich einen kleineren (aber immer noch beeindruckenden) 26-Zoll-TV im Bad. Und der ist so angebracht, dass man ihn bequem von der Schüssel aus benutzen kann, Fernbedienung inklusive. Fehlt eigentlich nur noch der wasserdichte Fernseher in der Dusche…

bisher 3 Kommentare 05. Dezember 2007 Markus

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