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Abschied vom Bloggerleben

Liebe Leser, Liebe Bloggergemeinde

Ihr habt es vielleicht auf Grund der immer unregelmäßiger erschienenen Beiträge schon vermutet - und ich selbst habe es bereits schon in manch einem Blog anklingen lassen - wir werden unseren Blog nach knapp zweieinhalb Jahren schließen.

Wir sind beide etwas blogmüde geworden und ich selbst habe schon länger mit der Bloggerei und mir gehadert. Jedesmal, wenn ich dachte, dies oder jenes könnte ich bloggen, überkam mich der Gedanke, dass ich die Zeit auch einfach anders nutzen könnte. Gleichzeitig hatte ich dann aber ein schlechtes Gewissen, nicht gebloggt zu haben. Oft habe ich dann so lange darüber nachdgedacht, ob ich jetzt blogge oder nicht, dass ich die Zeit letztendlich nur mit Nachdenken verbracht habe (vor allem mit Nachdenken über das Bloggen an sich), oder ich bin schon beim Einloggen auf anderen Blogs hängen geblieben, wozu ich auch zu leicht verleitet werde - es frisst für mich einfach zu viel Zeit - was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich nie wieder auf andere Blogs schauen werde, es gibt sehr viele sehr schöne und auch interessante Blogs, aus denen ich viel gelernt und erfahren habe und die zu lesen einfach Spaß macht.

Ich habe auch gemerkt, dass ich meine Freunde vernachlässigt habe. Während ich früher noch viel mehr gemailt habe, brauche ich jetzt manchmal Wochen zum Antworten und das ärgert mich selbst sehr. Oft war da der Gedanke im Hintergrund “Na ja, wenn ich jetzt nicht gleich antworte, können sie ja den Blog lesen …”

Mein Hauptgrund für die Bloggerabstinenz ist jedoch Nina. Als Nina noch ein Baby war, fand ich es irgendwie noch vertretbar, Fotos von ihr zu veröffentlichen und von ihr zu berichten, vor allem für Familie und Freunde zu Hause. Doch je älter sie wurde, desto weniger wollte ich sie der Öffentlichkeit präsentieren, schließlich kann sie (noch) kein Veto einlegen und man weiß einfach nicht, wer noch mitliest und -guckt. Daher gab es auch in letzter Zeit kaum mehr Updates über sie. Und mein Leben hier bietet momentan einfach nicht so viel anderen Stoff fürs Bloggen.

Markus ist momentan beruflich sehr eingespannt, so dass es meistens nur für kurze Spontaneinträge reicht, was ihm auch zunehmend auf die Nerven geht, aber mehr ist auch auf absehbare Zeit einfach nicht drin.

Familie und Freunde werden daher in Zukunft über Flickr mit Fotos versorgt, die aber eben nur sie einsehen werden können, wir bitten da um Verständnis.

Wir bedanken uns bei unseren stillen und aktiven Lesern für ihr Interesse (unser Ticker weist eine stolze Zahl auf!), natürlich auch für die vielen Kommentare, die im Lauf der Zeit gepostet wurden, sowie für die durch das Bloggen neu gewonnenen Freundschaften.

Doch vor allen Dingen möchten wir unseren “Machern” ein großes Dankeschön aussprechen! Dieser Blog war ja einst ein Geschenk zu unserem Abschied aus München, das wir uns auf jeden Fall für die Ewigkeit behalten werden.

Lasst es euch alle gut gehen. Wir sagen Danke, Danke, Danke und zum Abschied leise Servus …

Eure Bettina, Markus & Nina

P.S. von Markus: Wollte noch anmerken, dass wir beide auf www.facebook.com vertreten sind und zumindest ich die dort ueblichen kleineren Statusupdates recht regelmaessig vornehme. Wer also weiterhin virtuell in Kontakt bleiben will und auch einen Facebook-Account hat (was ich ohnehin sehr empfehlen kann), moege sich doch einfach dort verbinden.

bisher 29 Kommentare 11. Juni 2008 Tina

Bildstörung

Vielen Dank ESPN, dass ihr trotz des hier allgegenwärtigen Fußballdesinteresses* jedes Spiel der Europameisterschaft live übertragt. Aber wenn ihr noch einmal so wie heute in genau den zwei Minuten Bildstörung habt, in denen das entscheidende Tor fällt, dann laufe ich Amok!

*So sehr ich die New York Times auch liebe, aber dass sie am Freitag, gestern und heute genau 0 Worte über die EM im Sportteil (jeden Tag 8-12 Seiten) verlieren, nehme ich ihr sehr übel.

bisher 2 Kommentare 09. Juni 2008 Markus

Der ehrlichste Zimmerservice aller Zeiten

Es ist 2.30 Uhr morgens in Windsor, England, aber dank Zeitverschiebung bin ich auch nach froehlicher (und zahlloser) Talisker-Whisky-Vernichtung noch total in Arbeitslaune. Da das erste Meeting morgen um 8.00 Uhr beginnt, dachte ich, dass es vermutlich eine gute Idee waere, wenn der Zimmerservice eine Flasche Wasser braechte. Bringt er auch, und da ich kein Bargeld habe, unterschreibe ich den beiliegenden Zettel und setze ein Pfund Trinkgeld drauf, weil es ist ja schon spaet. Was macht der freundliche Bellboy? Er streicht das Trinkgeld durch und sagt: “Bekommt eh nur das Hotel und das ist ja wohl selbstverstaendlich, dass ich das bringe!!”.

Respekt, Herr osteuropaeischer Zimmerservicemensch!

bisher 3 Kommentare 03. Juni 2008 Markus

Der nächste Schritt…

… vom Baby zum kleinen Mädchen ist vollbracht. Seit kurzem kann Nina ihren ersten Zweiwortsatz sagen. Und wieso kommt dieser Beitrag von mir? Weil ich mal wieder stolz wie Oskar bin, da der erste Satz “Papa da!” lautet und stets und sehr of mit Begeisterung ausgesprochen wird, wann immer das Frollein ihren Papa erblickt. Großartig.

bisher 2 Kommentare 29. Mai 2008 Markus

Bayern wirkt

Wir hatten von der letzten Chicken Wings-Schlacht noch einen 3/4 Rotkohl im Kühlschrank, und da Tina beim Durchblättern eines unserer amerikanischen Kochbücher über “Pork Roast” gestolpert war, führte das dazu, dass es heute Abend 1a Schweinsbraten mit Knödeln und selbstgemachtem Blaukraut geben wird. Wir stehen in der Küche, hören Sepp Vielhuber, trinken Paulaner Optimator und fühlen uns so bayrisch wie schon lange nicht mehr. Und als i-Düpferl wird der Himmel, der den ganzen Tag bedeckt war (es hat heute zum ersten Mal seit Anfang März geregnet), pünktlich zur Musi und zum Kochen weiß-blau. So wie sich’s g’hört. Oans, zwoa, gsuffa!

P.S.: Frau Wilding legt Wert auf die Feststellung, dass wir kein amerikanisches Kochbuch für den Schweinsbraten verwenden, sondern das beste Kochbuch, wo gibt (55. Auflage!!). Recht hat sie.

P.P.S.: Das Ergebnis kann sich ja mal richtig sehen lassen, finde ich (dessen Beitrag sich diesmal auf Rotkohl raspeln beschränkt hat):

bisher 8 Kommentare 25. Mai 2008 Markus

Kreative Bierköpfe

Coors ist zwar eigentlich ein typischer Vertreter amerikanischen Wasserbiers und vom Geschmack her fast so schlimm wie Budweiser oder Miller, aber eines muss man dem Hersteller lassen: kreativ ist er schon. Hier zwei der neuesten Ideen, Biertrinken noch angenehmer zu machen.

1. Die Bierflasche mit eingebauter Temparaturanzeige

Die Flasche rechts zeigt das Bier bei Zimmertemperatur, die Flasche links kommt frisch aus dem Kühlschrank. Ab ca. 8° Celsius beginnt sich das Label zu verfärben, bei 6° ist es dann komplett blau (sic!) und hat somit die optimale Trinktemperatur erreicht. Das macht den Geschmack zwar nicht besser, aber die Idee finde ich trotzdem cool (schon wieder sic!).

2. Die Dose mit eingebauter Saufhilfe

Das hier ist ist vermutlich eher ein Gimmick und ich muss jedes Mal grinsen, wenn ich die Werbung höre. Die winzige Absenkung links neben der Öffnung soll nämlich dazu dienen, dass beim Trinken Luft zwischen Mund und Dose gebracht wird und es somit eine “smooth drinking experience” gibt… oder auf gut Deutsch: dass es halt schneller runtergezischt werden kann. Die Collegeboys beim Spring Break wird es freuen, auch wenn ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass das gut funktionieren kann. Zu einem Selbstversuch kann ich mich nicht so wirklich überwinden, da bleibe ich doch lieber beim guten Stella, aber falls mir mal bei einer Feier so eine Dose über den Weg läuft, werde ich diesen Beitrag noch updaten.

bisher 2 Kommentare 23. Mai 2008 Markus

Besuch!

Seit gestern erfreut uns der erste “richtige” (sprich laenger als ein Wochenende) Besuch aus Deutschland, herzlich willkommen Mirko & Inga. Insofern duerften sich Updates bis naechste Woche wohl in Grenzen halten. Bis bald!

bisher 1 Kommentar 14. Mai 2008 Markus

Ninas nicht ganz offizieller 1. Friseurbesuch

Vor ca. 3 Wochen war ich mit Nina beim Kinderfriseur. Es war eigentlich schon ihr zweiter Friseurbesuch, doch da wir beim ersten Mal keine Urkunde bekommen hatten, wie es auf der Website eigentlich versprochen war, und ich auch angesichts der reichlich hektischen Friseurin nicht danach gefragt hatte, waren wir diesmal bei einer anderen Filiale des “Panda Room“. Dort waren die Damen wirklich netter und obwohl ich ehrlich gesagt habe, dass wir schon einmal beim Haareschneiden waren, durfte Nina ein “First Haircut Certificate” samt Foto und aufgehobenen Löckchenresten mit nach Hause nehmen. Sie war beim Schneiden ganz brav, obwohl sie allein auf dem Stuhl saß. Sie hatte ja auch ein Buch auf dem Schoß und somit war unser kleiner Bücherwurm gut abgelenkt.

bisher 8 Kommentare 11. Mai 2008 Tina

Buchanschauen mit Nina

Mama: Da ist das Bärli in eine Pfütze gefallen.

Nina: Hoppala.

bisher 3 Kommentare 09. Mai 2008 Tina

Ein fürstlicher Empfang

Es ist schon ein paar Monate her, dass der König von Saudi Arabien England besucht und ein Video der etwas ungewöhnlichen Begrüßung durchs Internet ging. Ich hatte es mir damals gespeichert und dann vergessen, hier noch mal zum Genießen für all die, die es damals verpasst haben (es geht um die ersten 20 Sekunden):

Man muss den Herrn ja nicht unbedingt mögen, aber ob er wirklich auf einer Stufe mit Darth Vader steht? Hoffen wir mal, dass ihm Star Wars nicht allzu geläufig war…

bisher 3 Kommentare 08. Mai 2008 Markus

Desperate Housewives

Gestern lief bei mir Desperate Housewives - aber nicht im TV oder auf DVD, sondern zusagen als Reality Show. Ich war am späten Nachmittag zum Playdate bei Lisa eingeladen, einer Nachbarin, die auf der anderen Seite unserer Sackgasse wohnt, zu der ein kleiner Feldweg führt. Mit dabei waren noch zwei andere Mums, wovon aber nur eine ihre Tochter dabei hatte, die andere kam eigentlich nur zum Weintrinken. Genau, so fing’s schon mal an: Ich war noch nicht mal eine Minute im Haus, da hatte ich auch schon ein Glas Rotwein vor der Nase stehen. Die Damenrunde kenne ich erst seit Kurzem, da sie irgendwie all ihre Playdates immer fröhlich mit Wein feiern, auch auf der Straße, und ich mal einen lustigen Kommentar gemacht habe, woraufhin ich gleich eingeladen wurde. So weit so nett. Alkohol lockert ja die Zunge, aber dass die Damen in meiner Anwesenheit gleich so locker sein würden, damit hatte ich nicht gerechnet, schließlich war ich ja zum ersten Mal mit dabei. Nachdem wir anfangs noch bisschen über die Kinder, unsere Männer, andere Männer (mir wurde ungefähr 20 Minuten lang von Iren vorgeschwärmt, die ja so charming, aber nicht gut zum Heiraten wären, da sie immer nur ohne ihre Frauen im Pub rumhängen wollen) und das Leben als Mum geredet haben, fing die eine, die auch noch Meredith hieß (der Name ist für mich Synonym für Frauen à la Desperate Housewives), plötzlich an, sie wolle gerne einen Boob Job (Brustvergrößerung) und wie das denn bei Jamie, der dritten im Bunde, sei, die offensichtlich schon einen hinter sich hatte. Ehe es mir geschah, liftete diese ihr Shirt und Lisa kreischte mich an, ich hätte gerade verpasst, wie Jamie ihre Brüste präsentierte (wenn auch wohl wenigstens mit BH), da ich gerade in die andere Richtung geblickt hatte, wohl schon aus weiser Vorausahnung. Meredith sah eh so aus, als hätte auch schon Herr Botox ein paar Mal guten Tag gesagt, daher war ich darüber nun auch nicht sonderlich überrascht, zumal ich bei ihr sofort den Eindruck hatte, als wolle sie ihr Alter nicht wahrhaben. Lisa meinte zu der ganzen Boob-Geschichte nur “Go for it, I’m all for it” (Mach doch, ich find das gut), ich hab mich an meinem Weinglas festgehalten. Wieder zurück in die Konversation fand ich, als das Thema sich plötzlich um 180° wendete und ich mich mit der sehr direkten Frage “Do Europeans hate Bush?” konfrontiert sah (die übrigens von Meredith kam). Ich dachte mir, was soll ich groß um den heißen Brei reden, und meinte einfach “Mmmm … yeah”. Mir wurde dann erklärt, dass Lisa Republikanerin sei (was ich davor an einigen ihrer Kommentare eh schon erahnt hatte) und Meredith Demokratin. Jamie war zu dem Zeitpunkt schon nach Hause gegangen. Wir haben dann noch ein bisschen diskutiert und sogar Lisa musste zugeben, dass es für das Ansehen der USA in der Welt wohl besser wäre, wenn der nächste Präsident ein Demokrat wäre. Als ich mit Nina nach Hause gegangen bin, wusste ich irgendwie nicht, ob ich den Abend gut, schrecklich oder beides fand. Auf Markus’ Frage “Wie war’s?” war meine Antwort nur “Sag ich dir morgen”, weil ich das erst noch mal verdauen musste. Heute bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir einerseits gut gefallen hat, weil die Atmosphäre sehr ungezwungen war (na gut, stellenweise etwas zu ungezwungen), ich oft viel mitzureden hatte, und sich die Kinder (die anderen beiden Mädels waren 19 bzw. 21 Monate) alle drei wirklich super verstanden und total süß miteinander gespielt haben. Da wir für die Kleinen auch Abendessen hatten, waren wir ziemlich lang dort und es gab bei den Mädels nicht einmal Streit ums Spielzeug. Andererseits weiß ich, dass ich zu Hause in München mit denen nichts zu tun hätte, dazu sind wir einfach zu verschieden. Ich denke, es ist okay, sich einmal alle drei Wochen oder so zu treffen, aber öfter brauch ich das glaub ich nicht. Allerdings liebt Nina es, über den Feldweg zu laufen, und da kann es gut sein, dass ich doch öfter mal unverhofft in irgendwelche Schönheits-OP-Gespräche gerate …

bisher 8 Kommentare 02. Mai 2008 Tina

Volltreffer

Wie hier schon erwähnt, spiele ich seit kurzem im firmeneigenen Softballteam mit. Naja, “mitspielen” ist der falsche Ausdruck, bis jetzt habe ich nur zugesehen, um einen besseren Einblick in den Ablauf zu bekommen. Zwei Jahre Baseball-Schauen helfen, aber live spielen ist halt dann doch etwas anderes. Am Montag war es dann aber soweit - einige Stammspieler waren ausgefallen, so dass ich hochnervös meinen ersten Auftritt hatte. Hochnervös nicht deshalb, dass ich schlecht spielen würde (das wusste ich schon vorher *g*), sondern weil ich immer noch nicht alle Regeln bis ins Detail kenne und keine Lust hatte, mich zu blamieren. Letztendlich ist dann doch alles gut gelaufen, als Catcher hat man es beim Softball relativ leicht, nur die 3x, die ich “at-bat” war (also den Ball schlagen musste), brachten mich doch sehr zum Schwitzen. Immerhin (und ich entschuldige mich im Voraus bei allen, die sich mit Baseball-Jargon nicht so gut auskennen) hatte ich einen earned walk, einen run und tatsächlich auch einen hit. Keinen guten hit, aber getroffen ist getroffen, besonders im ersten Spiel überhaupt. Und da einer der Kollegen immer fleißig mitfilmt, ist der Treffer sogar für alle Zeiten in den Tiefen des Internets verewigt:

dfd

Auch wenn ich noch so meine Schwierigkeiten habe, macht es jede Woche mehr Spaß - und das nächste Video zeigt dann hoffentlich irgendwann mal meinen ersten Homerun!*

*Man wird doch noch mal träumen dürfen…

bisher 5 Kommentare 01. Mai 2008 Markus

Führerscheinstöckchen

Passend zu dem heutigen Tag, an dem ich nach langer Vormichhinschieberei endlich mal meine Fahrprüfung für den kalifornischen Führerschein gemacht (und auch bestanden) habe, werde ich endlich mal auf Frau Kathys Führerscheinstöckchen reagieren … wenn auch nicht ganz unzögerlich. ;-) Hier also mein hübsches Foto aus den frühen 90er Jahren aus meinem rosa Lappen. Ich bitte die lässig über den Kopf geworfenen Haare zu beachten (oh wei … soll ich wirklich? na gut …). Und noch schnell eine Mitteilung an Glausi: Du hast Kommentar- und Karrikaturverbot!!! Ach ja, ich werfe das Stöckchen mal weiter an June und Inga, falls es nicht schon irgendwann mal bei euch war, irgendwie habe ich das vor einiger Zeit schon mal durch ein paar Blogs schwirren sehen.

bisher 6 Kommentare 30. April 2008 Tina

Zielgruppenwahlkampf - UPDATE

UPDATE: So, nun sind die Kommentare also freigeschaltet (und offen für weitere Kommentierung). Als ich die Spots zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich einen ähnlichen Eindruck wie die meisten hier: Obama ist sympathisch (weil er nicht so bemüht rüberkommt), Hillary unpassend (Mütterchenhalstuch, aber pseudocoole Wrestlingsprüche) und John McCain ist völlig unerträglich (anbiedernd und prollig). Triumphierend habe ich die Spots Tina gezeigt, nach dem Motto “Haha, schau dir mal an, wie sich Hillary und McCain zum Affen machen”. Meine schlaue Frau hat mich jedoch auf ein dezentes Detail aufmerksam gemacht: die Zielgruppe! Wenn man sich nämlich einmal überlegt, wer sich Wrestling so ansieht - wenn es nicht gerade Kids sind, primär… nun ja, die “Unterschicht”, und sich mal in einen amerkanischen Redneck hineinversetzt, der sich zu Hause im Trailer ein bis drei Sixpacks Budweiser und dazu Wrestling reinzieht (gut, das ist nun ein wenig arg überspitzt dargestellt, aber ihr wisst schon, was ich meine), dann ergibt sich auf einmal ein anderes Bild: Obama wirkt ein wenig linkisch und viel zu intellektuell und McCain ist der coole Hund, der einfach mal Klartext redet. Introducing Osama bin Laden to the Undertaker? Hell yeah!! Nur Frau Clinton macht mit diesem Auftritt fürchte ich weder bei der Zielgruppe, noch bei unsereiner einen Stich…

* * *

Wie ja sicherlich allgemein bekannt, ist der Kampf um die Präsidentschaftskandidatur zwischen Obama und Hillary immer noch nicht entschieden. Anfang der Woche fanden wichtige Vorwahlen in Pennsylvania statt, und da dort ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung eher Arbeiter als Angestellte sind, hatten die PR-Teams aller Kandidaten die Idee, dass es doch prima wäre, die Zielgruppe dort zu addressieren, wo sie sich mit am liebsten aufhält: vor dem Fernseher, beim Wrestling gucken. Am Montag lief ein wichtiges Match zwischen irgendwem (Wrestling fand ich zuletzt mit 13 Jahren toll) und zwischendrin gab es dann also Videobotschaften für die Fans. Und die sind definitiv sehenwert, aus verschiedenen Gründen, aber dazu gleich mehr. Jetzt schaut doch erstmal:

Ich wollte eigentlich gleich meine Meinung dazu äußern, aber als ich Tina die Videos gezeigt habe, stellte sich schnell heraus, dass man eine sehr unterschiedliche Meinung zu den Auftritten der Kandidaten haben kann. Insofern machen wir das mal anders. Wir sagen später, was wir aus “amerikanischer” Sicht davon halten, aber zuerst würden uns mal eure Meinungen interessieren, also her mit den Kommentaren! Wir werden sie erst in 1-2 Tagen freischalten, damit niemand beeinflusst wird, und ich bin schon gespannt, wie unterschiedlich (oder eben gleich) die Auftritte gewirkt haben.

bisher 9 Kommentare 28. April 2008 Markus

Baby Einstein

Ich musste gerade das Frühstück unterbrechen, weil ich leider sofort die Welt davon unterrichten muss, dass unsere Tochter einfach wahnsinnig schlau ist. Sie ist nun gerade mal 16 Monate alt und hat soeben die Küchenschranktür geöffnet, hat sich einen großen Pfannenfettspritzschutz (weiß jeder, was das ist? Gibts einen besseren Ausdruck?) geschnappt und danach die Tür wieder zugemacht. Soweit, so semischlau. Nach einer kurzen Wanderung mit Pfannenfettspritzschutz (bitte 3x hintereinander sagen!) entschied sich Madame, selbigen wieder zurückzulegen. Sie machte allerdings die Schranktüre daneben auf, und statt das Teil einfach dort hineinzulegen, merkte sie schlauerweise, dass das ja der falsche Schrank war. So wurde die Tür wieder zugemacht, die daneben geöffnet und der Pfannenfettspritzschutz (tolles Wort, eigentlich!) fein säuberlich wieder dorthin gelegt, wo er herkam. Zum Abschluss wurde die Tür wieder geschlossen und der Applaus und Jubel der vor Stolz platzenden Eltern dankend entgegen genommen. Mei, das Kind!

bisher 7 Kommentare 26. April 2008 Markus

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